Solarliebhaber.de
Wirtschaftlichkeit

Reitstall und PV: Lastgang, Hallenlicht und Speicher im Pferdebetrieb

Reithalle, Laufband, Solarium, Tränken: Schrobenhausen und FN-Zahlen gegen PVGIS nachgerechnet, G2 und L2 gegen einen Lastgang nach Stallalltag.

⏱️ 10 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 14. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 11 Abschnitte
  1. 1.Strom im Reitstall: Licht, Laufband und Führanlage
  2. 2.Welcher Lastgang gilt für einen Reitstall: G2, G6 oder L2?
  3. 3.Praxisbeispiel Schrobenhausen: 30 kWp und 27.500 kWh
  4. 4.Nachgerechnet: Reitstall-Lastgang gegen PVGIS
  5. 5.Gegenprobe: Die Uhrzeit von Laufband und Solarium entscheidet
  6. 6.Hallenlicht: 1.715 Stunden ohne Sonnenstrom
  7. 7.Frostschutz im Pferdebetrieb: Tränken nach Thermostat
  8. 8.Batteriespeicher im Pferdebetrieb: Nachtstrom zuerst messen
  9. 9.So planst du Solarstrom für einen Reitstall
  10. 10.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  11. 11.Häufige Fragen zu PV im Reitstall

Ein Reitstall braucht viel Strom dann, wenn die Sonne weg ist: Im Winter brennt das Hallenlicht, sobald die Einsteller nach der Arbeit kommen, und die Tränken müssen frostfrei bleiben. Tagsüber laufen dagegen Führanlage, Laufband und Solarium. Ob eine Solaranlage auf dem Reithallendach 20 oder 40 % ihres Stroms selbst nutzt, hängt deshalb weniger an der Zahl der Pferde als an der Uhrzeit.

Dieser Ratgeber sammelt die veröffentlichten Kennzahlen aus Reitbetrieben, rechnet das Beispiel einer Reitanlage in Schrobenhausen gegen die stündliche PVGIS-Ertragsreihe nach und zeigt, welche Verbraucher Sonnenstrom abnehmen und welche nie welchen bekommen.

Kurz gesagt: Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) nennt rund 30 % Eigenverbrauch für einen Pensionspferdebetrieb. Unser Modell kommt mit 27.500 kWh und 30 kWp auf 38,7 %, wenn Laufband und Solarium tagsüber laufen, und auf 19,0 %, wenn sie abends laufen. Das Hallenlicht brennt im Modell 1.715 Stunden im Jahr, in keiner davon liefert die Solaranlage Strom.

Strom im Reitstall: Licht, Laufband und Führanlage

„Der größte Kostenfaktor auf einem Pferdebetrieb ist der Strom“, sagte Energieberater Elmar Brügger von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen laut agrarheute im Januar 2025. Neben der Beleuchtung verbrauchen laut dem Bericht Führanlagen und Laufbänder am meisten; bei Elektromotoren lohne sich ein Frequenzumrichter.

Wie groß die Verbräuche sind, zeigen einzelne Betriebe. Der Reit- und Fahrverein Nordhorn verbrauchte 2019 11.500 kWh Strom für 3.155 € und stellte danach Hallen, Stallgassen und Außenbeleuchtung auf LED um; der Hersteller verspricht 70-90% Ersparnis, gemessen war das bei Veröffentlichung noch nicht. Für einen Leuchtturmbetrieb mit ca. 60 Pferden errechnete die Energieberatung in Baden-Württemberg laut Landinfo 5/2017 mit Pelletheizung, Photovoltaik und LED 14.730 kWh Einsparung bei Strom und Wärme, 6.630 € im Jahr.

Schon 2012 wies reitturniere.de darauf hin, dass der Verbrauch besonders in der dunklen Jahreszeit steigt, wenn Hallen, Plätze und Ställe stundenlang beleuchtet werden.

Welcher Lastgang gilt für einen Reitstall: G2, G6 oder L2?

Die BDEW-Zuordnung M-24/2000 kennt keinen Pensionsstall. Eine Reitschule steht dort unter G2 und G6, mit G6 bei dominierendem Wochenendbetrieb. Ein Gestüt ohne eigene Futtergrundlage gehört zu L1 oder L2, mit L2 für Tierhaltung ohne Milchvieh. Die drei Profile verteilen den Strom ähnlich, unser eigener Lastgang weicht deutlich ab:

Anteil am JahresverbrauchNovember bis Februar9 bis 16 Uhr20 bis 8 Uhr
eigener Lastgang, Training tagsüber38,9 %52,0 %28,2 %
eigener Lastgang, Training abends38,9 %17,1 %49,2 %
Standardprofil G237,4 %35,5 %34,2 %
Standardprofil G635,3 %38,1 %34,9 %
Standardprofil L235,5 %35,2 %37,4 %

Quelle: eigene Rechnung mit den BDEW-Profilen und der PVGIS-Reihe Schrobenhausen, Kalenderjahr 2020. Zum Vergleich: Von November bis Februar liefert eine Solaranlage nach Süden dort nur 17,1 % ihres Jahresertrags.

Balkendiagramm: Eigenverbrauch 30 kWp im Reitstall. Training tagsüber: 38,7 Prozent. Standardprofil L2: 33,2 Prozent. Standardprofil G2: 32,3 Prozent. Prognose Schrobenhausen: 27 Prozent. Training abends: 19,0 Prozent.
Die Uhrzeit von Laufband und Solarium bewegt den Eigenverbrauch stärker als die Profilwahl. · Foto: Eigene Grafik

Praxisbeispiel Schrobenhausen: 30 kWp und 27.500 kWh

Auf dem Dach einer Reithalle in Schrobenhausen nutzen eine Energiegenossenschaft und die Pferdepension jeweils 30 Kilowattpeak (kWp), berichtete der Bundesverband Solarwirtschaft im Januar 2015. Die Anlage für Turnierpferde war ein Neubau mit Sonderverbrauchern: Laufband, Infrarot-Solarium, elektrische Frostfreihaltung der Trinkwasserinstallation und Wasseraufbereitung.

Weil kein Verbrauchsprofil vorlag, rechnete der Installateur den Tagesablauf nach, so der IBC-Solar-Blog: Alle 12 Tiere laufen täglich mindestens 15 Minuten auf dem Laufband mit 2.500 Watt und stehen danach 15 Minuten im Solarium mit 8.000 Watt. Prognostiziert waren ca. 27.500 kWh im Jahr, ca. 27 % Eigenverbrauch und ein Autarkiegrad von 31 %.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung schreibt im Projekt Grüner Stall, ein Pensionspferdebetrieb könne in der Regel rund 30 Prozent des Solarstroms direkt verbrauchen. Eine Anlage mit 30 kWp entspreche ungefähr dem Verbrauch eines Betriebs mit 60 bis 70 Pensionspferden und einem Turnier im Jahr; sie koste im Münsterland 1.100 bis 1.300 Euro netto pro kWp ohne Batterie.

Vorsicht bei Prognosen: Die Zahlen aus Schrobenhausen sind eine Planung vor Inbetriebnahme, keine Messung. Rechnet man 27 % Eigenverbrauch und 31 % Autarkie bei 27.500 kWh zurück, ergibt sich ein Ertrag von 31.574 kWh, also 1.052 kWh je kWp. PVGIS rechnet am Standort mit 975,2 kWh (Ost-West) bis 1172,4 kWh (Süd). Die Prognose ist damit in sich stimmig, ein Messwert fehlt.

Nachgerechnet: Reitstall-Lastgang gegen PVGIS

Für das Modell haben wir den Tagesablauf aus Schrobenhausen mit Gerätewerten nachgebaut und auf 27.500 kWh gebracht. Laufband und Solarium ergeben 31,5 kWh am Tag oder 11.529 kWh im Jahr. Dazu kommen eine Führanlage mit 0,75 kW, wie sie Molenkoning verbaut, vier Stunden täglich (1.098 kWh), 12 beheizte Tränken mit je 72 Watt nach Thermostat (3.239 kWh), Hallenlicht mit 1,5 kW (2.572 kWh) und eine Grundlast von 1,0 kW für den Rest. Uhrzeiten und Grundlast sind unsere Annahmen.

Die Solaranlage steht im Modell in Schrobenhausen. Laut PVGIS 5.3 liefert ein kWp nach Süden mit 35 Grad im Wetterjahr 2020 1172,4 kWh, Ost-West mit 10 Grad 975,2 kWh.

Eigenverbrauch, 27.500 kWhSüd 10 kWpSüd 30 kWpOst-West 10 kWpOst-West 30 kWp
eigener Lastgang, Training tagsüber75,7 %38,7 %77,4 %44,1 %
eigener Lastgang, Training abends41,8 %19,0 %49,4 %23,6 %
Standardprofil G271,2 %32,3 %79,2 %39,0 %
Standardprofil L272,6 %33,2 %81,6 %40,1 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3, ohne Speicher. Die Autarkie mit 30 kWp nach Süden liegt im eigenen Lastgang bei 49,5 %, mit Abendtraining bei 24,3 %, mit G2 bei 41,3 %.

Gegenprobe: Die Uhrzeit von Laufband und Solarium entscheidet

Laufband und Solarium machen im Modell 41,9 % des Jahresverbrauchs aus. Laufen sie zwischen 9 und 17 Uhr, nutzt die Anlage mit 30 kWp nach Süden 38,7 % ihres Stroms selbst. Liegen sie zwischen 17 und 23 Uhr, sind es 19,0 %. Die Standardprofile G2 und L2 liegen mit 32,3 und 33,2 % dazwischen, die Schrobenhausener Prognose mit 27 % ebenfalls.

Welche Uhrzeit dort galt, steht in keinem der beiden Berichte, nur dass das Solarium nach dem Trainingsritt folgt. Für die FN-Angabe von rund 30 % gilt dasselbe: Sie passt zu einem Betrieb, in dem ein Teil der Arbeit tagsüber und ein Teil abends läuft.

Training in die Mittagssonne legen: Notiere eine Woche lang, wann Laufband, Solarium und Führanlage laufen. Lässt sich nur das Solarium mit 8.000 Watt in die Stunden zwischen 11 und 15 Uhr verschieben, ist das im Modell der größte einzelne Hebel, größer als jede Profilwahl im Angebot.
Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach

Ihr persönlicher Solar-Berater –
kostenlos & unverbindlich

Schätzpreis im ~20-Min-Anruf · 3 verbindliche Angebote per Mail

  • Kostenloses PV-Quiz (2 Min.)
  • Bis zu 3 Festpreisangebote lokaler Fachbetriebe
  • Kostenlos & unverbindlich
Kostenlos & unverbindlich · Geprüfte Fachpartner

100 % kostenlos & unverbindlich · Nur geprüfte Partnerbetriebe

Hallenlicht: 1.715 Stunden ohne Sonnenstrom

Für Training und Schulbetrieb reichen nach Angaben des Leuchtenherstellers Rieste (2024) 200 Lux, für regionale Turniere 300 Lux, für nationale und internationale Wettbewerbe 500 Lux. Ein LED-Hallenstrahler von Kerbl mit 100 Watt liefert laut Produktangabe 13500 Lumen bei 120 - 135 lm/W. Eine Halle mit 800 m² und 200 Lux bräuchte damit rechnerisch rund 1,2 kW, ohne Verluste durch Abstand, Verschmutzung und Ungleichmäßigkeit. Wir rechnen mit 1,5 und 3 kW.

Im Modell brennt das Licht von 6 bis 8 und von 16 bis 22 Uhr, solange die Sonne tiefer als 3 Grad steht. Das sind 1.715 Stunden im Jahr, und in keiner davon liefert die Solaranlage nennenswert Strom. Verdoppelt sich die Lichtleistung auf 3 kW, sinkt der Eigenverbrauch mit 30 kWp nur von 38,7 auf 36,4 %, weil das Licht ohnehin aus dem Netz kommt.

Erst LED, dann Photovoltaik: Jede Kilowattstunde, die LED am Abend spart, ist Netzstrom. Brügger rät, Neonröhren im Stall zu tauschen; Halogenstrahler am Reitplatz erst, wenn sie ohnehin ausfallen. Die Bundesförderung von 25 Prozent gibt es laut agrarheute erst ab 10.000 Euro Förderbetrag; ein Reitbetrieb muss also mindestens 40.000 Euro in neue Beleuchtung investieren.

Frostschutz im Pferdebetrieb: Tränken nach Thermostat

Eine beheizbare Tränke wie die VOSS.farming Thermo P25-24V plus hat 72W mit Rohrbegleitheizung; ihr Thermostat schaltet bei ca. +5°C ein und bei ca. +13°C aus. Wir haben den Thermostat auf die Außentemperatur der PVGIS-Reihe gelegt. Damit laufen 12 Tränken im Modell 3.749 Stunden und brauchen 3.239 kWh. Das ist eine Obergrenze, denn das Heizkabel taktet auch bei Kälte.

Der Frostschutz fällt fast vollständig in die Monate, in denen die Solaranlage wenig liefert. Er erklärt einen Teil davon, warum der eigene Lastgang 38,9 % seines Stroms zwischen November und Februar braucht. Ein Nachteil, den kein Standardprofil abbildet: Ein Pensionsstall mit vielen beheizten Tränken verschiebt noch mehr Verbrauch in den Winter.

Balkendiagramm: Anteil November bis Februar. Stromverbrauch eigener Lastgang: 38,9 Prozent. Stromverbrauch G2: 37,4 Prozent. Solarertrag Süd: 17,1 Prozent.
Im Winter fällt deutlich mehr Verbrauch an als Solarertrag. · Foto: Eigene Grafik

Batteriespeicher im Pferdebetrieb: Nachtstrom zuerst messen

Brügger empfiehlt, zur Auslegung den Nachtstrom zwischen 20 Uhr und 8 Uhr zu messen, am besten zu verschiedenen Jahreszeiten; die Batterie solle das 1 bis 1,5-fache abdecken. Im eigenen Lastgang sind das im Januar 28,7 kWh je Nacht und im Juni 15,4 kWh. Nach der Faustregel wären es also 15 bis 43 kWh Kapazität, je nach Jahreszeit.

30 kWp Süd, 27.500 kWhAutarkie, eigener LastgangLadezyklen, eigener LastgangAutarkie G2Ladezyklen G2
ohne Speicher49,5 %41,3 %
20 kWh Kapazität68,8 %26662,4 %290
30 kWh Kapazität72,3 %20970,1 %264

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3, Speicher ohne Verluste. Ein Batteriespeicher mit 30 kWh kommt im eigenen Lastgang auf 209 volle Ladezyklen und hebt die Autarkie von 49,5 auf 72,3 %.

Die Kosten bremsen: Für die Nachrüstung mit Wechselrichter nennt Brügger 550 – 800 Euro pro kWh netto, und der zusätzliche Wechselrichter kostet Wirkungsgrad. Im FN-Beitrag heißt es, Speichern sei wirtschaftlich je nach Anlagengröße nur bei Altanlagen mit Bau bis März 2012 interessant. Wie du die Größe bestimmst, steht im Ratgeber Speichergröße berechnen.

Typischer Fehler: Der Nachtverbrauch wird im Sommer gemessen und der Speicher danach ausgelegt. In der Praxis brennt im Winter abends das Hallenlicht und die Tränken heizen, im Modell steigt der Nachtverbrauch von Juni bis Januar fast auf das Doppelte. Miss deshalb auch im Dezember oder Januar.
Balkendiagramm: Autarkie mit 30 kWp. ohne Speicher: 49,5 Prozent. 20 kWh: 68,8 Prozent. 30 kWh: 72,3 Prozent.
Ein Speicher hebt die Autarkie deutlich, die Kosten entscheiden. · Foto: Eigene Grafik
Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach

Ihr persönlicher Solar-Berater –
kostenlos & unverbindlich

Schätzpreis im ~20-Min-Anruf · 3 verbindliche Angebote per Mail

  • Kostenloses PV-Quiz (2 Min.)
  • Bis zu 3 Festpreisangebote lokaler Fachbetriebe
  • Kostenlos & unverbindlich
Kostenlos & unverbindlich · Geprüfte Fachpartner

100 % kostenlos & unverbindlich · Nur geprüfte Partnerbetriebe

So planst du Solarstrom für einen Reitstall

1 Schritt für Schritt
  1. Zählerstand notieren: eine Woche täglich morgens und abends, einmal im Sommer und einmal im Winter.
  2. Nachtstrom messen: Zählerstand um 20 Uhr und um 8 Uhr ablesen.
  3. Großverbraucher erfassen: Laufband, Solarium, Führanlage, Tränkenheizung, Hallenlicht mit Leistung und Uhrzeit.
  4. Im Datenblatt nachsehen: Leistungsaufnahme von Solarium und Laufband, Heizleistung der Tränken.
  5. Licht zuerst prüfen: LED-Umrüstung vor der Anlagengröße klären.
  6. Dachflächen bewerten: Reithalle, Stall, Bewegungshalle; Statik und Ausrichtung.

Wärmepumpe, Heizstab für Warmwasser und E-Fahrzeuge nennt agrarheute als weitere Abnehmer ohne Speicher; mehr dazu unter PV mit Wärmepumpe und Eigenverbrauch optimieren. Flache Hallendächer nach Ost und West verteilen den Ertrag über den Tag, siehe Ost-West-Ausrichtung. Andere Tierhaltungen mit eigenem Lastgang: Milchviehbetrieb, Schweinestall, Heutrocknung.

Vor der Anfrage klären
  • Wann laufen Laufband, Solarium und Führanlage?
  • Wie hoch ist der Nachtstrom im Sommer und im Winter?
  • Wie viele Tränken werden elektrisch beheizt?
  • Ist das Hallenlicht schon auf LED umgestellt?
  • Trägt das Reithallendach die Module?
  • Rechnet das Angebot mit Standardprofil oder mit Zählerwerten?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Einen gemessenen Lastgang oder eine gemessene Eigenverbrauchsquote eines Reitstalls haben wir nicht gefunden; Schrobenhausen ist eine Prognose von 2015, die FN-Angabe eine Faustzahl. Uhrzeiten, Hallengröße und Grundlast im Modell sind Annahmen, die Lichtleistung ist aus Herstellerangaben abgeleitet. Die Einsparung aus LED in Nordhorn war bei Veröffentlichung noch nicht gemessen. Stand und Abruf der Quellen: 14.09.2026.

Häufige Fragen zu PV im Reitstall

Wie viel Strom braucht ein Reitstall? +
Der RFV Nordhorn verbrauchte 2019 11.500 kWh. Für eine Reitanlage mit 12 Turnierpferden, Laufband und Solarium in Schrobenhausen waren 27.500 kWh im Jahr prognostiziert.
Wie viel Solarstrom kann ein Pferdebetrieb selbst nutzen? +
Die FN nennt rund 30 % für einen Pensionspferdebetrieb. Im Modell sind es mit 30 kWp 19,0 bis 38,7 %, je nachdem, wann Laufband und Solarium laufen.
Welches Lastprofil gilt für einen Reitstall? +
Die BDEW-Zuordnung nennt G2 oder G6 für Reitschulen und L1 oder L2 für Gestüte. Einen eigenen Eintrag für Pensionsställe gibt es nicht.
Bekommt das Hallenlicht Solarstrom? +
Kaum. Im Modell brennt es 1.715 Stunden im Jahr in der Dunkelheit, ohne nennenswerten Solarertrag. LED senkt diesen Netzbezug direkt.
Lohnt sich ein Batteriespeicher im Reitstall? +
Mit 30 kWh steigt die Autarkie im Modell von 49,5 auf 72,3 %. Bei 550 bis 800 Euro je kWh für die Nachrüstung ist das eine Einzelfallrechnung.
Was kostet eine Solaranlage für einen Reitbetrieb? +
Die FN nennt für 30 kWp im Münsterland 1.100 bis 1.300 Euro netto je kWp ohne Batterie.
Wie viel Strom brauchen beheizte Tränken? +
Eine Tränke mit Rohrbegleitheizung hat zum Beispiel 72 Watt. 12 Tränken kommen im Modell auf höchstens 3.239 kWh im Jahr, fast alles im Winter.