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kWp (Kilowatt Peak)

kWp (Kilowatt Peak) gibt die theoretische Höchstleistung einer PV-Anlage unter genormten Testbedingungen im Labor an und ist die Standardeinheit zur Angabe der Anlagengröße.

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kWp steht für Kilowatt Peak, zu Deutsch "Kilowatt Spitzenleistung". Der Wert gibt an, wie viel Leistung eine Solaranlage unter genormten Standardtestbedingungen (STC) maximal erzeugen kann: bei einer Einstrahlung von 1.000 Watt pro Quadratmeter, einer Zelltemperatur von 25 Grad Celsius und einem festgelegten Lichtspektrum. Diese Laborbedingungen erlauben es, Module unterschiedlicher Hersteller objektiv miteinander zu vergleichen – vergleichbar mit dem Normverbrauch eines Autos, der ebenfalls unter Idealbedingungen ermittelt wird und in der Praxis selten exakt erreicht wird.

Wichtig ist die klare Abgrenzung zu kWh (Kilowattstunde): kWp ist eine Leistungsangabe, also die installierte Kapazität der Anlage, während kWh die tatsächlich über einen Zeitraum erzeugte oder verbrauchte Energiemenge beschreibt. Eine 10-kWp-Anlage in Deutschland erzeugt je nach Standort, Dachausrichtung und Verschattung in der Praxis meist zwischen 850 und 1.050 kWh pro kWp und Jahr – nie aber durchgehend die vollen 10 kW, weil die realen Wetter- und Einstrahlungsbedingungen fast nie den Laborbedingungen entsprechen.

Für die Praxis lohnt sich eine grobe Faustregel: Ein kWp benötigt heute je nach Modultyp etwa 4 bis 5 Quadratmeter Dachfläche. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit ausreichend Dachfläche wird häufig mit Anlagen zwischen 8 und 12 kWp ausgestattet, wobei die konkrete Dimensionierung immer vom Stromverbrauch des Haushalts, dem geplanten Eigenverbrauch und der verfügbaren Dachfläche abhängt – nicht davon, möglichst viele kWp auf das Dach zu bringen. Wie sich die Anlagengröße auf die Kosten auswirkt, zeigt der Ratgeber zu PV-Kosten.

In der Beratung erlebe ich häufig, dass Kunden kWp mit der tatsächlichen Jahresstromerzeugung verwechseln und sich an einer möglichst hohen Zahl auf dem Papier orientieren. Sinnvoller ist es, die Anlagengröße konsequent vom eigenen Stromverbrauch her zu denken: Wer viel Eigenverbrauch durch Wärmepumpe, E-Auto oder Speicher plant, profitiert von einer großzügigeren Auslegung, während eine überdimensionierte Anlage ohne passenden Verbrauch vor allem zu mehr Einspeisung bei niedrigeren Erlösen führt. Die kWp-Angabe bleibt damit der Ausgangspunkt der Planung, nicht das eigentliche Ziel.

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