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Wirtschaftlichkeit

Feldberegnung mit PV-Anlage: Elektropumpe, Beregnungszeiten und Eigenverbrauch

Kanone, Kreisregner, Elektropumpe: Strombedarf je Millimeter, Diesel gegen Strom, Beregnungsverbote am Mittag und ein Ackerbaubetrieb mit 30 ha Beregnung gegen L0 und PVGIS gerechnet.

⏱️ 11 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 14. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 12 Abschnitte
  1. 1.Wie viel Strom die Feldberegnung braucht
  2. 2.Diesel oder Strom: ein Praxisbeispiel aus Niederösterreich
  3. 3.Warum die Mittagsberegnung eingeschränkt wird
  4. 4.Welches Lastprofil gilt: L0 für Beregnungsanlagen
  5. 5.Nachgerechnet: 30 ha Beregnung mit Elektropumpe
  6. 6.Was die Beregnung am Eigenverbrauch des Hofes ändert
  7. 7.Wie viel Leistung eine Pumpe am Mittag braucht
  8. 8.Verfahren schlägt Uhrzeit: Kreisregner und Düsenwagen
  9. 9.So planst du die Solaranlage für die Beregnung
  10. 10.Checkliste für Beregnungsbetriebe
  11. 11.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  12. 12.Häufige Fragen zu PV und Feldberegnung

Eine elektrische Beregnungspumpe zieht im Sommer über Tage hinweg Dauerleistung, und das in Wochen, in denen es kaum regnet und die Sonne lange scheint. Auf den ersten Blick ist das der ideale Verbraucher für eine Solaranlage. Ob der Solarstrom tatsächlich in der Pumpe landet, entscheidet aber die Uhrzeit, zu der beregnet werden darf und beregnet wird.

Dieser Ratgeber sammelt die veröffentlichten Kennzahlen zum Strombedarf der Feldberegnung aus Niedersachsen, Österreich und vom Thünen-Institut, erklärt, warum Behörden die Mittagsberegnung einschränken, und rechnet einen Ackerbaubetrieb mit 30 ha Beregnungsfläche gegen eine stündliche PVGIS-Reihe durch.

Kurz gesagt: Eine Elektropumpe braucht je nach Verfahren etwa 3 bis 6 kWh je Millimeter und Hektar. Beregnet der Betrieb rund um die Uhr, deckt eine 30-kWp-Anlage in unserem Modell 22,3 % des Pumpenstroms. Gilt ein Beregnungsverbot von 12 bis 18 Uhr, sind es 11,3 %, bei reiner Nachtberegnung 1,2 %. Wer tagsüber beregnen darf und will, kommt auf 38,7 %.

Wie viel Strom die Feldberegnung braucht

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen nennt in einem Beitrag vom 5. Mai 2022 für die Beregnung mit Strom etwa 6 kWh je Millimeter. Bei 0,25 Euro je kWh kostet ein Millimeter dann variabel 2,17 Euro, bei 0,40 Euro je kWh über 3 Euro. Die Kreisberegnungsanlage braucht nur etwa 3 kWh je Millimeter auf den Hektar. Die Energiekosten machen laut Kammer etwa drei Viertel der variablen Beregnungskosten aus.

Der Grund ist der Druck. Mobile Beregnungsmaschinen mit Starkregner, der „Kanone“, brauchen am Eingang 7 bis 9 bar. Im Kapitel „Wirtschaftlichkeit der Feldbewässerung“ von Thomas de Witte (Thünen-Institut für Betriebswirtschaft) führt der hohe Druck zu 0,4 kWh je Kubikmeter verregnetem Wasser. Weil ein Millimeter auf einem Hektar 10 m³ sind, entspricht das 4 kWh je Millimeter und Hektar.

Kreisregner arbeiten mit 4 bar, der Energiebedarf der Wasserzuleitung sinkt um etwa 40 %, der Antrieb der Kreisregner braucht zusätzlich nur 50 kWh je Hektar im Jahr.

QuelleVerfahrenStrombedarf
LWK Niedersachsen, 2022Beregnung mit Strom (Kanone)etwa 6 kWh je mm
LWK Niedersachsen, 2022Kreisberegnungetwa 3 kWh je mm und ha
Thünen-Institutmobile Maschine, 9 bar am Brunnen0,4 kWh je m³, also 4 kWh je mm und ha
Thünen-InstitutAntrieb Kreisregner50 kWh je ha und Jahr
LK NiederösterreichElektropumpe 70 m³/hetwa 28 kW, also 4 kWh je mm und ha
Balkendiagramm: Strombedarf je Millimeter und Hektar, Kanone 6 kWh, mobile Maschine nach Thünen 4 kWh, Elektropumpe 70 Kubikmeter je Stunde 4 kWh, Kreisberegnung 3 kWh.
Kreisregner brauchen halb so viel Strom wie die Kanone. · Foto: Eigene Grafik

Diesel oder Strom: ein Praxisbeispiel aus Niederösterreich

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich rechnet einen Betrieb mit rund 30 ha Beregnungsfläche und einem Brunnen mit 70 m³ je Stunde durch. Die Traktorpumpe mit 60 kW verbraucht etwa 7,9 Liter Diesel je Betriebsstunde; die variablen Kosten liegen bei etwa 3,15 Euro je Millimeter. Eine Elektropumpe mit gleicher Förderleistung nimmt etwa 28 kW auf und kostet bei 0,20 Euro je kWh netto 5,60 Euro Strom je Stunde. Mit Instandhaltung ergeben sich rund 1,57 Euro je Millimeter.

Dafür kostet die Elektrifizierung mehr: Brunnen, Elektrifizierung und E-Pumpenaggregat schlagen mit 47.000 Euro zu Buche, mit 40 % Förderung bleiben 29.200 Euro. Bei 100 mm im Jahr auf 30 ha kommt die Kammer auf 4,44 Euro je Millimeter mit Diesel, 3,74 Euro elektrisch ohne und 3,39 Euro mit Förderung. Mit Förderung gleichen sich die Kosten im Beispiel schon ab etwa 20 mm je Hektar im Jahr an.

Pumpenstrom je Millimeter messen: Notiere vor und nach einem Beregnungsgang den Zählerstand der Pumpe und die geförderte Wassermenge an der Wasseruhr. Teile die kWh durch die Kubikmeter und multipliziere mit 10: Das ist dein Strombedarf je Millimeter und Hektar. Liegst du deutlich über 4 kWh, prüfe Druck, Leitungen und den Betriebspunkt der Pumpe im Datenblatt.

Warum die Mittagsberegnung eingeschränkt wird

Nach der Erläuterung des Deutschen Wetterdienstes steigen die Verluste mit Wind und hoher Einstrahlung, und sie sind nachts sehr viel geringer als am Tag. Der DWD hat alle Stationen an Tagen mit mehr als 5 mm Verdunstung in den Jahren 2018 bis 2022 ausgewertet: Das Maximum liegt um 14 Uhr Sommerzeit mit knapp über 10 % der Tagesverdunstung. An Strahlungstagen kann die potenzielle Verdunstung über Gras 7 mm am Tag erreichen.

Mehrere untere Wasserbehörden schränken die Überkopfberegnung deshalb in den Mittags- und Nachmittagsstunden ein, teils von 12 bis 18 Uhr, unabhängig von Temperatur, Wind und Jahreszeit. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hält solche pauschalen Verbote in ihrem Grundsatzbeitrag vom 2. März 2022 für fachlich nicht gerechtfertigt: Der wichtigste Parameter sei der Wind, ein Grenzwert für die Windgeschwindigkeit hätte ausgereicht.

Ein Versuch von Kammer und DWD, über den die Bauernzeitung am 13. Mai 2026 berichtet, stützt das. Bei 24 bis 29 °C lagen die Verluste durch Verdunstung und feine Verwehung zwischen 4,2 und 21,0 %, im Mittel bei 11,3 %, ohne erkennbaren Zusammenhang mit der Temperatur. Über 7 m/s Wind wurde die Verteilung dagegen sehr ungleichmäßig; im Extremfall landeten 30 % des Wassers außerhalb der Beregnungsgasse.

Typischer Fehler: die Pumpe nach der Solaranlage takten, nicht nach dem Wind. Bei starkem Wind verliert die Kanone viel Wasser, auch wenn die Sonne gerade viel Strom liefert. Prüfe vor der Beregnung die Windgeschwindigkeit und die Allgemeinverfügung deines Landkreises.

Welches Lastprofil gilt: L0 für Beregnungsanlagen

Die BDEW-Zuordnung M-24/2000 führt die Beregnungsanlage unter L0, dem allgemeinen Landwirtschaftsprofil. Das Profil verteilt den Verbrauch über das ganze Jahr; eine Pumpe, die nur an wenigen Wochen im Sommer läuft, bildet es nicht ab. Für den Hof ohne Beregnung verwenden wir L0 aus der Profildatei des BDEW.

Die Menge stammt aus dem Fachartikel von Neser, Neiber und Bonkoss (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, 2012): Spezialisierte Ackerbaubetriebe verbrauchten nach den Stromrechnungen von 3.229 Betrieben im Schnitt 10.929 kWh im Jahr. Ein solcher Hof nutzt von einer 30-kWp-Anlage in unserer Rechnung nur 15,5 % selbst, von 10 kWp 38,1 %.

Nachgerechnet: 30 ha Beregnung mit Elektropumpe

Die Ertragsreihe stammt aus PVGIS 5.3 für Würzburg, Süd, 35 Grad, 14 Prozent Verluste, Wetterjahr 2020, 1127,9 kWh je kWp, umgerechnet auf mitteleuropäische Zeit.

Unsere Annahmen folgen dem österreichischen Beispiel: 30 ha, Pumpe mit 28 kW und 70 m³ je Stunde, 100 mm im Jahr in vier Gängen zu je 25 mm. Ein Gang braucht damit 107,1 Pumpenstunden, das Jahr 12.000 kWh. Als Trockenphasen setzen wir in jedem Monat von Mai bis August den sonnigsten Zehn-Tage-Block des Wetterjahrs; die Gänge beginnen am 25. Mai, 22. Juni, 21. Juli und 3. August jeweils um 6 Uhr.

Die Pumpe hängt in der Rechnung am selben Netzanschluss wie die Solaranlage und der Hof.

Beregnungszeitenaus 10 kWp gedecktaus 30 kWp gedecktaus 60 kWp gedecktBeregnungstage im Jahr
rund um die Uhr5,8 %22,3 %38,8 %20
Verbot von 12 bis 18 Uhr2,7 %11,3 %21,1 %28
nur nachts, 20 bis 8 Uhr0,1 %1,2 %3,0 %40
nur tagsüber, 8 bis 20 Uhr10,2 %38,7 %67,7 %36

„Gedeckt“ heißt: Anteil des Pumpenstroms aus der Anlage, nachdem der Hof versorgt ist. Das Verbot von 12 bis 18 Uhr halbiert den Solaranteil bei 30 kWp fast, weil von Mai bis August 53,9 % des Solarertrags genau in diesen sechs Stunden anfallen. Zwischen 20 und 8 Uhr sind es nur 4,2 %. Wer mit Verbot beregnet, braucht außerdem länger: 28 statt 20 Beregnungstage.

Balkendiagramm: Pumpenstrom aus 30 kWp, nur tagsüber 38,7 Prozent, rund um die Uhr 22,3, Verbot von 12 bis 18 Uhr 11,3, nur nachts 1,2 Prozent.
Die erlaubte Uhrzeit entscheidet über den Solaranteil. · Foto: Eigene Grafik
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Was die Beregnung am Eigenverbrauch des Hofes ändert

Die Pumpe hebt den selbst genutzten Anteil des Solarstroms, weil sie im Sommer zusätzliche Last bringt. Wie stark, hängt wieder an der Uhrzeit:

Hof 10.929 kWh plus Beregnungselbst genutzt, 30 kWpAutarkie, 30 kWpselbst genutzt, 60 kWpAutarkie, 60 kWp
nur Hof (L0)15,5 %48,0 %8,2 %51,1 %
Beregnung rund um die Uhr23,4 %34,5 %15,1 %44,7 %
Beregnung mit Verbot 12 bis 18 Uhr19,5 %28,8 %12,0 %35,4 %
Beregnung nur nachts15,9 %23,5 %8,8 %25,9 %
Beregnung nur tagsüber29,2 %43,1 %20,3 %59,8 %

Bei 30 kWp steigt der selbst genutzte Anteil von 15,5 % auf 23,4 % mit Beregnung rund um die Uhr und auf 29,2 % mit Beregnung nur am Tag. Mit Nachtberegnung bleibt er fast unverändert bei 15,9 %. Die Autarkie, der Anteil des gesamten Stromverbrauchs aus der eigenen Anlage, sinkt mit jeder Nachtstunde, weil die Pumpe dann aus dem Netz läuft.

Balkendiagramm: Selbst genutzter Solarstrom bei 30 kWp, Beregnung nur tagsüber 29,2 Prozent, rund um die Uhr 23,4, mit Verbot 19,5, nur nachts 15,9, nur Hof 15,5 Prozent.
Nachtberegnung lässt den Eigenverbrauch fast unverändert. · Foto: Eigene Grafik

Wie viel Leistung eine Pumpe am Mittag braucht

Am 21. Juli lieferte die PVGIS-Reihe zwischen 11 und 15 Uhr so viel, dass eine Pumpe mit 28 kW ab rund 38,9 kWp allein aus der Anlage laufen könnte, zusätzlich zum Hof. Morgens, abends und bei Wolken reicht das nicht; dann kommt der Rest aus dem Netz.

Ein Batteriespeicher hilft bei dieser Last wenig: Zehn Nachtstunden mit 28 kW sind 280 kWh in einer einzigen Nacht, und die Pumpe läuft nur an 20 bis 40 Tagen im Jahr. In der Praxis zählt deshalb vor allem, ob die Pumpe überhaupt am Hofanschluss hängt. Brunnen liegen oft am Feld, mit eigenem Anschluss; dort kann eine Solaranlage auf dem Hofdach die Pumpe nicht direkt versorgen.

Vorsicht bei der Anschlussfrage: Selbst genutzt werden kann nur Strom, der hinter demselben Netzanschluss verbraucht wird. Prüfe, wo dein Brunnen angeschlossen ist, bevor du die Anlagengröße nach dem Pumpenverbrauch wählst.

Verfahren schlägt Uhrzeit: Kreisregner und Düsenwagen

Der größte Hebel liegt nicht in der Solaranlage, sondern im Verfahren. Kreisberegnung braucht laut Kammer mit etwa 3 kWh je Millimeter und Hektar nur halb so viel Strom wie die Kanone mit 6 kWh. Das Thünen-Institut kommt für einen 72-ha-Schlag auf Vollkosten von 3,17 Euro je Millimeter mit Kreisregnern gegenüber 4 Euro mit mobilen Maschinen und 18 Euro mit Tropfbewässerung; mit Kreisregnern werden allerdings nur 85 % der Fläche beregnet.

Die Kanone nennt die Kammer zugleich die potenziell verlustreichste Technik, und sie ist die Regel: Weit über 90 % der Beregnungsfläche Niedersachsens wird mit Großregnern beregnet. Beim Düsenwagen lagen die Verdunstungs- und Abdriftverluste im Versuch auf deutlich niedrigerem Niveau.

Erst das Verfahren, dann die Module: Prüfe, ob sich einzelne Schläge auf Kreis- oder Linearregner umstellen lassen. Jede Kilowattstunde, die die Pumpe weniger braucht, spart auch nachts und bei Wolken Netzstrom.
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So planst du die Solaranlage für die Beregnung

1 Schritt für Schritt
  1. Anschluss klären: Hängt die Pumpe am Hofanschluss oder am Feld?
  2. Pumpenstrom messen: kWh je Beregnungsgang und je Kubikmeter erfassen.
  3. Beregnungszeiten prüfen: Allgemeinverfügung des Landkreises und Wasserrecht lesen.
  4. Wassermenge ansetzen: genehmigte Menge je Jahr, laut Kammer häufig 60 bis 80 mm.
  5. Größe wählen: mit Hofverbrauch und Pumpenstunden rechnen, nicht mit L0.
  6. Verfahren vergleichen: Kreisregner und Düsenwagen gegen Kanone, vor der Modulzahl.

Wie Solarstrom eine kleine Pumpe im Hausgarten versorgt, zeigt der Ratgeber zur Gartenbewässerung. Für Solarmodule über dem Acker gilt der Ratgeber zu Agri-PV und Direktzahlungen.

Einen anderen Sommerverbraucher mit kurzer Saison beschreibt der Ratgeber zur Heutrocknung; ob Eigenverbrauch oder Volleinspeisung mehr bringt, der Vergleich Eigenverbrauch gegen Volleinspeisung. Hohe Anlaufspitzen großer Pumpen behandelt der Ratgeber zur Lastspitzenkappung.

Checkliste für Beregnungsbetriebe

Vor der Anfrage klären
  • Wo ist der Brunnen angeschlossen, und wie hoch ist die Anschlussleistung?
  • Welche Leistung hat die Pumpe, und wie viele Kubikmeter fördert sie je Stunde?
  • Wie viele Millimeter sind wasserrechtlich je Jahr erlaubt?
  • Gibt es eine Allgemeinverfügung mit Beregnungszeiten?
  • Kanone, Düsenwagen, Kreis- oder Linearregner?
  • Wie viel Strom braucht der Hof ohne Beregnung im Jahr?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Einen veröffentlichten Stunden-Lastgang einer Beregnungspumpe haben wir nicht gefunden. Unser Modell setzt die Trockenphasen auf die sonnigsten Zehn-Tage-Blöcke des Wetterjahrs, eine Pumpe mit fester Leistung und vier gleiche Gänge; in der Praxis bestimmen Bodenfeuchte, Kultur und Wetter den Takt. Die Kammer nennt 6 kWh je Millimeter, wir rechnen mit 4 kWh nach dem österreichischen Beispiel; mit 6 kWh wären es 18.000 statt 12.000 kWh im Jahr.

Wie viele Landkreise Beregnungszeiten vorschreiben und in welchem Umfang, haben wir nicht erhoben. Das Erscheinungsjahr des Thünen-Kapitels ist im abgerufenen Auszug nicht genannt. Alle verlinkten Quellen: Abruf am 14.09.2026.

Häufige Fragen zu PV und Feldberegnung

Wie viel Strom braucht die Feldberegnung je Millimeter? +
Laut Landwirtschaftskammer Niedersachsen etwa 6 kWh je Millimeter mit Kanone und etwa 3 kWh je Millimeter und Hektar mit Kreisregnern; das Thünen-Institut rechnet 0,4 kWh je Kubikmeter.
Ist eine Elektropumpe günstiger als Diesel? +
Im Beispiel der LK Niederösterreich kostet der Millimeter variabel rund 1,57 Euro elektrisch und 3,15 Euro mit Diesel; mit Fixkosten und Förderung gleichen sich die Kosten ab etwa 20 mm je Hektar im Jahr an.
Wie viel Pumpenstrom deckt eine 30-kWp-Anlage? +
In unserem Modell 22,3 % bei Beregnung rund um die Uhr, 38,7 % bei Beregnung nur tagsüber und 1,2 % bei reiner Nachtberegnung.
Warum darf mittags manchmal nicht beregnet werden? +
Weil Verdunstung und Verluste am Tag höher sind; manche Wasserbehörden verbieten die Überkopfberegnung von 12 bis 18 Uhr. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hält Windgrenzwerte für fachlich besser.
Was kostet ein Beregnungsverbot von 12 bis 18 Uhr beim Solarstrom? +
Von Mai bis August fallen 53,9 % des Solarertrags in diese Stunden. In unserem Modell sinkt der Solaranteil am Pumpenstrom bei 30 kWp von 22,3 auf 11,3 %.
Lohnt sich ein Speicher für die Beregnungspumpe? +
Kaum. Zehn Nachtstunden mit 28 kW sind 280 kWh, und die Pumpe läuft nur an wenigen Wochen im Jahr.
Welches Lastprofil hat eine Beregnungsanlage? +
Nach der BDEW-Zuordnung L0, das allgemeine Landwirtschaftsprofil. Die Sommerlast der Pumpe ist darin nicht abgebildet.
Wie groß sind die Wasserverluste bei der Kanone? +
Im Versuch von Kammer und DWD verdunsteten im Mittel 11,3 %; bei über 7 m/s Wind landeten im Extremfall 30 % außerhalb der Beregnungsgasse.