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Hotel garni mit PV-Anlage: Lastprofil G2, Wäschezeiten und Eigenverbrauch

Frühstück, Wäsche, Abendlicht: Kennzahlen für Hotels, die Übernachtungen der Hotels garnis 2025 je Monat und ein Hotel garni mit drei Tagesverläufen gegen G2 und PVGIS gerechnet.

⏱️ 12 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 14. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 13 Abschnitte
  1. 1.Wie viel Strom ein Hotel braucht
  2. 2.Wofür der Strom im Hotel gebraucht wird
  3. 3.Welches Lastprofil gilt: G2 für Hotel und Hotel garni
  4. 4.Die Saison: Übernachtungen je Monat gegen Solarertrag
  5. 5.Nachgerechnet: Frühstück, Wäsche und Abend
  6. 6.Wäsche und Zimmerreinigung in die Mittagsstunden
  7. 7.Batteriespeicher: tagsüber laden, abends abgeben
  8. 8.Die Grundlast in der Nacht prüfen
  9. 9.Leistungsspitzen: Küche und Wäsche nicht gleichzeitig
  10. 10.So planst du die Solaranlage für das Hotel garni
  11. 11.Checkliste für Hotels und Pensionen
  12. 12.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  13. 13.Häufige Fragen zu PV im Hotel garni

Ein Hotel garni braucht Strom rund um die Uhr: für Lüftung, Kühlung, Aufzüge und Flurlicht in der Nacht, für Frühstück und Duschen am Morgen, für Zimmerreinigung und Wäsche am Vormittag und für Licht und Fernseher am Abend. Die Solaranlage liefert dagegen fast nur zwischen 10 und 17 Uhr. Wie viel davon im Haus bleibt, entscheidet sich weniger an der Saison als an der Uhrzeit, zu der gewaschen wird.

Dieser Ratgeber sammelt die veröffentlichten Kennzahlen für Hotels, legt die amtlichen Übernachtungszahlen der Hotels garnis für 2025 neben den Solarertrag und rechnet ein Hotel garni mit drei Tagesverläufen gegen eine PVGIS-Stundenreihe durch.

Kurz gesagt: Der BDEW ordnet Hotels und Hotels garnis dem Profil G2 zu, das 40,5 % des Verbrauchs zwischen 17 und 23 Uhr erwartet. In dieser Zeit erzeugt eine Solaranlage nur 4,2 % ihres Jahresertrags. Bei 30 kWp je 100.000 kWh nutzt ein Hotel garni in unserem Modell 79,5 % des Solarstroms selbst. Die Saison ändert daran nur 1,0 Punkte. Laufen Wäsche und Zimmerreinigung schwerpunktmäßig mittags, steigt der Wert auf 88,0 %.

Wie viel Strom ein Hotel braucht

Die ausführlichste frei zugängliche Auswertung stammt aus der Schweiz. Der Leitfaden Energiemanagement in der Hotellerie von EnergieSchweiz (PDF vom Januar 2011) stellt die RAVEL-Untersuchung von 22 Hotels mit 2.133 Betten vor. Strom machte dort 34 % der Energiemenge aus, 7.440 MWh im Jahr, aber 53 % der Energiekosten. Neuere Analysen der Energie-Agentur der Wirtschaft bestätigen nach dem Leitfaden diese Resultate, wenn man die Energiepreise anpasst.

Der durchschnittliche Stromverbrauch der 22 Hotels lag bei 103 kWh je m² beheizter Fläche im Jahr. Die Schweizer Norm SIA 380/4 setzt für ein Hotel mit kleinem Restaurant 42 kWh je m² an, für ein Hotel mit großem Restaurant 68 kWh je m². Für Deutschland nennt die Energiekampagne Gastgewerbe des DEHOGA, dass etwa zwei Drittel des Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Hotels auf die Wärmeerzeugung entfallen.

Eine ältere Richtzahl je Gast veröffentlichte energieverbraucher.de am 10. Februar 2004: 20 kWh je Übernachtung als Zielwert für Heizung, Strom und Warmwasser zusammen, davon etwa 4 kWh Warmwasser. Wie viel davon Strom ist, lässt die Seite offen.

Eigene Kennzahl ausrechnen: Teile den Jahresverbrauch von deiner Stromrechnung durch die beheizte Fläche in m². Liegst du nahe 103 kWh je m², bist du im Schnitt der Schweizer Studie; 42 kWh je m² ist der Normwert für einen Neu- oder Umbau mit kleinem Restaurant. Notiere außerdem die Übernachtungen des Jahres, damit du den Verbrauch je Gast verfolgen kannst.

Wofür der Strom im Hotel gebraucht wird

Der Schweizer Leitfaden teilt den Stromverbrauch in Gästezimmer mit Beleuchtung und Klimakälte, Minibar, allgemeine Beleuchtung und Lüftung, Lift, Küche mit gewerblicher Kälte, Wäscherei mit Mange und Diverses. Er zeigt die Aufteilung für ein Stadthotel, ein Saisonhotel und ein Ganzjahres-Touristenhotel und hält fest, dass die Anteile sehr unterschiedlich ausfallen. Ein Hotel garni sei zudem schwer mit einem Hotel mit großem Restaurant zu vergleichen.

Als Großverbraucher nennt der Leitfaden die Geräte, die Strom in Wärme umwandeln: Geschirrspüler, Waschmaschinen, Tumbler, Mange, Backofen und Herd, dazu elektrische Warmwasserboiler. Genau diese Geräte lassen sich zeitlich verschieben, anders als Lüftung, Kühlung oder das Licht im Flur.

Wie ein Tag im Hotel verläuft, beschreibt der Softwareanbieter berta & rudi (Beitrag vom 18. September 2024) an einem Beispielhotel mit 105 Zimmern und 75 % Belegung: morgens Duschen, Frühstück, Aufzüge und Check-out, nachmittags Check-in und Klimatisierung, abends Licht, Fernseher und Duschen. Beim Warmwasser sieht das Beispiel eine klare Spitze zwischen 6 und 10 Uhr und eine weitere zwischen 19 und 22 Uhr. Es handelt sich um ein Simulationsbeispiel, nicht um eine Messung.

Welches Lastprofil gilt: G2 für Hotel und Hotel garni

Die BDEW-Zuordnung M-24/2000 führt Hotel, Hotel garni, Pension und Gasthof ohne Restauration unter G2, dem Profil mit Schwerpunkt in den Abendstunden. Mit Restauration sieht sie G2 oder G6 vor, G6 bei ausgeprägtem Wochenendbetrieb. Hallenbad und Saunabad stehen ebenfalls unter G2.

Wir haben G2 aus der Profildatei des BDEW über das Kalenderjahr 2020 ausgewertet: 10,8 % des Verbrauchs fallen zwischen 6 und 10 Uhr an, 37,7 % zwischen 10 und 17 Uhr, 40,5 % zwischen 17 und 23 Uhr und 11,0 % in der Nacht. Die Solaranlage erzeugt in denselben Zeitfenstern 16,9 %, 78,8 % und 4,2 % ihres Jahresertrags.

Unser Hotel garni hat einen anderen Tag als G2: 28,6 % des Verbrauchs am Morgen, 29,7 % zwischen 10 und 17 Uhr, 31,5 % am Abend. G2 legt mehr Verbrauch in den Tag (37,7 gegen 29,7 %), das Hotel garni mehr in den Morgen (28,6 gegen 10,8 %), in dem die Anlage immerhin 16,9 % ihres Ertrags liefert. Beim Eigenverbrauch gleicht sich das weitgehend aus. Den Abendschwerpunkt teilt das Hotel mit dem Restaurant; wie sich das dort auswirkt, zeigt der Ratgeber zur Gastronomie.

Die Saison: Übernachtungen je Monat gegen Solarertrag

Das Statistische Bundesamt weist im Statistischen Bericht Monatserhebung im Tourismus die Übernachtungen je Betriebsart aus. Für Hotels garnis ergeben sich 2025 insgesamt 78.575.326 Übernachtungen. Die Monatswerte von März bis Dezember stammen aus den Monatsberichten, Januar und Februar haben wir aus der Jahressumme abgeleitet:

Monat 2025Übernachtungen Hotels garnisAnteil am JahrAnteil PV-Ertrag
Januar4.454.272 *5,7 %3,5 %
Februar4.754.477 *6,1 %5,2 %
März5.787.5767,4 %9,7 %
April6.360.9508,1 %13,5 %
Mai7.407.5529,4 %12,8 %
Juni7.201.3359,2 %10,1 %
Juli7.871.85010,0 %12,6 %
August7.788.4919,9 %10,5 %
September7.506.6059,6 %9,9 %
Oktober7.439.3809,5 %5,1 %
November6.005.5957,6 %4,5 %
Dezember5.997.2437,6 %2,6 %

* Januar und Februar zusammen 9.208.749 Übernachtungen (Jahressumme minus März bis Dezember). Aufgeteilt haben wir sie nach den Übernachtungen aller Beherbergungsbetriebe laut der Pressemitteilung für Februar 2025: 26,9 Millionen im Februar, 52,1 Millionen im Januar und Februar zusammen. Daraus folgen 25,2 Millionen für Januar; die Januar-Meldung hatte vorläufig 25,9 Millionen genannt. Den PV-Ertrag liefert PVGIS für Würzburg, Wetterjahr 2020.

Von Mai bis September fallen 48,1 % der Übernachtungen an, aber 55,9 % des Solarertrags. Von November bis Februar sind es 27,0 % der Übernachtungen und 15,8 % des Ertrags. Die Hotelsaison läuft also in dieselbe Richtung wie die Sonne, nur viel flacher. Die Auslastung der Gästezimmer in Hotels garnis mit mindestens 25 Zimmern lag zwischen 57,8 % im Dezember und 70,7 % im September.

Balkendiagramm: Monatsanteil der Übernachtungen in Hotels garnis 2025, zwischen 5,7 und 10,0 Prozent je Monat.
Die Hotelsaison ist deutlich flacher als der Solarertrag. · Foto: Eigene Grafik

Nachgerechnet: Frühstück, Wäsche und Abend

Die Ertragsreihe stammt aus PVGIS 5.3 für Würzburg, Süd, 35 Grad, 14 Prozent Verluste, Wetterjahr 2020, 1.127,9 kWh je kWp, umgerechnet auf mitteleuropäische Zeit. Wir rechnen je 100.000 kWh Jahresverbrauch; das entspricht nach den Kennzahlen oben einem Haus mit rund 1.000 m² bei 103 kWh je m².

Unsere Annahmen für das Hotel garni: 35 % Grundlast rund um die Uhr für Lüftung, Kühlung, Aufzüge, Flurlicht und Technik. Die übrigen 65 % folgen der Belegung und verteilen sich an jedem Tag der Woche so: 35 % zwischen 6 und 10 Uhr, 30 % zwischen 10 und 15 Uhr, 35 % zwischen 17 und 23 Uhr. Die Variante mit Saison gewichtet jeden Tag mit den Übernachtungen je Tag des Monats.

Verlauf (100.000 kWh)10 kWp20 kWp30 kWp50 kWp
Standardprofil G2100,0 %96,2 %80,5 %58,9 %
Hotel garni ohne Saison98,2 %92,3 %78,5 %59,1 %
Hotel garni mit Saison98,2 %92,0 %79,5 %60,1 %
Wäsche und Reinigung mittags98,2 %93,1 %88,0 %67,8 %

Die Tabelle zeigt den selbst genutzten Anteil des Solarstroms. Bis 20 kWp nimmt das Haus fast alles selbst ab, weil die Grundlast allein schon rund 4 kW beträgt. Ab 30 kWp trennen sich die Verläufe. Die Saison hebt den Eigenverbrauch bei 30 kWp nur um 1,0 Punkte, obwohl im Sommer mehr Gäste im Haus sind. Das Standardprofil G2 liegt mit 80,5 % sogar leicht darüber.

Balkendiagramm: Selbst genutzter Solarstrom bei 30 kWp je 100.000 kWh: Wäsche und Reinigung mittags 88,0 Prozent, Standardprofil G2 80,5, Hotel garni mit Saison 79,5, ohne Saison 78,5 Prozent.
Die Uhrzeit der Wäsche zählt mehr als die Saison. · Foto: Eigene Grafik
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Wäsche und Zimmerreinigung in die Mittagsstunden

Der größte Hebel im Modell ist der Zeitplan. Verschiebt das Haus einen Teil der morgendlichen und abendlichen Last in die Zeit zwischen 10 und 15 Uhr, also Waschmaschinen, Trockner, Mange und Staubsauger der Zimmerreinigung, verteilt sich der belegungsabhängige Verbrauch zu 25 % auf den Morgen, 45 % auf den Mittag und 30 % auf den Abend. Bei 30 kWp steigt der Eigenverbrauch dann um 8,5 Punkte auf 88,0 %, bei 50 kWp von 60,1 auf 67,8 %. Der Netzbezug sinkt bei 30 kWp von 73.100 auf 70.200 kWh.

Wird die Wäsche außer Haus gegeben, fällt dieser Hebel weg; der Stromverbrauch wandert dann in die Wäscherei, deren Lastprofil der Ratgeber zur Textilreinigung beschreibt. Nach dem Schweizer Leitfaden kann eine hotelinterne Wäscherei durchaus energieeffizienter waschen als eine durchschnittliche Kundenwäscherei.

Waschplan an die Sonne legen: Notiere eine Woche lang, wann Waschmaschinen, Trockner und Mange laufen. Prüfe, ob sich die großen Waschgänge nach dem Frühstück bündeln lassen, und stelle Trockner mit Zeitvorwahl auf den Mittag. In der Praxis hilft eine feste Absprache zwischen Küche und Wäscherei, wer wann Vorrang hat.

Batteriespeicher: tagsüber laden, abends abgeben

Ein Speicher verschiebt Solarstrom in die Abendstunden. Wir haben ohne Lade- und Entladeverluste gerechnet, jeweils mit 30 kWp je 100.000 kWh.

30 kWpSpeicherselbst genutztAutarkievolle Ladezyklen
Hotel garni mit Saisonohne79,5 %26,9 %0
Hotel garni mit Saison20 kWh91,3 %30,9 %200
Standardprofil G220 kWh90,4 %30,6 %167
Wäsche und Reinigung mittags20 kWh97,5 %33,0 %161
Hotel garni mit Saison50 kWh98,4 %33,3 %128

Mit 20 kWh kommt der Speicher im Hotel garni auf 200 volle Zyklen, im Standardprofil G2 auf 167. Wer die Wäsche mittags erledigt, braucht den Speicher weniger, 161 Zyklen, und erreicht trotzdem mehr Autarkie als das Haus ohne Zeitplan (33,0 gegen 30,9 %). Schon ohne Speicher kommt der Mittagsbetrieb auf 29,8 % Autarkie, fast so viel wie das Haus ohne Zeitplan mit 20-kWh-Speicher. Wie du die Größe bestimmst, steht im Ratgeber Speichergröße berechnen.

Balkendiagramm: Volle Ladezyklen eines 20-kWh-Speichers an 30 kWp: Hotel garni mit Saison 200, Standardprofil G2 167, Wäsche und Reinigung mittags 161.
Wer mittags wäscht, braucht den Speicher weniger. · Foto: Eigene Grafik
Vorsicht bei Speicherzahlen ohne Verluste: Unsere Rechnung setzt einen verlustfreien Speicher an. Prüfe im Datenblatt den Systemwirkungsgrad von Speicher und Wechselrichter und rechne die Werte damit nach.

Die Grundlast in der Nacht prüfen

Der Schweizer Leitfaden empfiehlt einen einfachen Test: Der Verbrauch um 4 Uhr morgens zeigt die Grundlast. Liegt er über 30 % der durchschnittlichen Tageslast, sollte geprüft werden, ob wirklich alle eingeschalteten Geräte nötig sind. Warmwasser-Zirkulationspumpen sollen danach zumindest von 22 bis 6 Uhr ausgeschaltet sein, Gästezimmer lassen sich mit einem Zentralschalter an der Tür stromlos schalten.

Für die Solaranlage ist eine hohe Grundlast weniger wichtig, als man denkt: Mit 50 statt 35 % Grundlast ändert sich der Eigenverbrauch bei 30 kWp in unserem Modell von 79,5 auf 79,6 %. Eine niedrigere Grundlast spart dagegen jede Nacht Netzstrom, den keine Solaranlage liefern kann.

Typischer Fehler: die Nachtlast mit Modulen bekämpfen wollen. Zwischen 23 und 6 Uhr erzeugt die Anlage nichts. Was dort läuft, senkt nur Abschalten, Zeitschaltuhr oder ein Speicher.

Leistungsspitzen: Küche und Wäsche nicht gleichzeitig

Gewerbliche Kunden zahlen oft auch für die höchste Leistung. Nach dem Schweizer Leitfaden wird dafür in jeder 15-Minuten-Periode die mittlere Leistung ermittelt und das höchste Monatsmittel berechnet. Als Richtwert nennt er Leistungskosten von 20 %, höchstens 25 % der Stromkosten; darüber seien Maßnahmen angesagt.

Spitzen entstehen, wenn große Wärmeverbraucher gleichzeitig laufen. Der Leitfaden empfiehlt, sie gestaffelt einzuschalten, und bei Bedarf ein Lastmanagementsystem, das zuerst nur die Heizstäbe von Waschmaschine oder Geschirrspüler kurz unterbricht. Ob ein Speicher Spitzen wirtschaftlich kappt, zeigt der Ratgeber zur Lastspitzenkappung im Gewerbe. Selbst verbrauchter Solarstrom trägt keine Umlagen nach dem Energiefinanzierungsgesetz; Einzelheiten stehen im Ratgeber zu Umlagen und Eigenverbrauch.

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So planst du die Solaranlage für das Hotel garni

1 Schritt für Schritt
  1. Lastgang anfordern: Viertelstundenwerte der letzten zwölf Monate beim Messstellenbetreiber.
  2. Grundlast lesen: Verbrauch um 4 Uhr morgens mit der mittleren Tageslast vergleichen.
  3. Waschzeiten festlegen: große Waschgänge, Trockner und Mange zwischen 10 und 15 Uhr bündeln.
  4. Belegung eintragen: Übernachtungen je Monat aus dem eigenen Buchungssystem.
  5. Größe wählen: mit dem eigenen Lastgang rechnen, nicht mit G2.
  6. Speicher prüfen: erst nach dem Waschplan, mit Systemwirkungsgrad aus dem Datenblatt.

Checkliste für Hotels und Pensionen

Vor der Anfrage klären
  • Wie viele kWh Strom stehen auf den Rechnungen der letzten zwölf Monate?
  • Wie viele Übernachtungen hatte das Haus in jedem Monat?
  • Wird im Haus gewaschen, oder geht die Wäsche außer Haus?
  • Wird Warmwasser elektrisch erzeugt?
  • Gibt es Klimaanlage, Sauna oder Hallenbad?
  • Wird die Leistung abgerechnet, und wie hoch ist die Jahreshöchstlast?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Einen veröffentlichten Stunden-Lastgang eines deutschen Hotel garni haben wir nicht gefunden. Unsere Verläufe sind Annahmen, keine Messung; die Aufteilung 35 zu 65 % und die Zeitfenster sind gesetzt. Die Kennzahlen des Schweizer Leitfadens beruhen zum Teil auf der RAVEL-Untersuchung von 1993. Das Standardprofil G2 beruht auf Messungen von 1999.

Die Monatsberichte für Januar und Februar 2025 ließen sich nicht abrufen; beide Monate sind aus der Jahressumme abgeleitet und nach den Pressemitteilungen aufgeteilt. Eine in Suchvorschauen genannte Zahl von 75,6 kWh je Übernachtung haben wir nicht in einer gelesenen Quelle gefunden und deshalb nicht übernommen. Alle verlinkten Quellen: Abruf am 14.09.2026.

Häufige Fragen zu PV im Hotel garni

Welches Lastprofil hat ein Hotel? +
Nach der BDEW-Zuordnung G2, das Profil mit Schwerpunkt in den Abendstunden; mit Restaurant G2 oder G6.
Wie viel Strom verbraucht ein Hotel je Quadratmeter? +
Die 22 Hotels der Schweizer RAVEL-Untersuchung im Schnitt 103 kWh je m² im Jahr; die Norm SIA 380/4 setzt für ein Hotel mit kleinem Restaurant 42 kWh je m² an.
Wie viel Solarstrom nutzt ein Hotel garni selbst? +
In unserem Modell bei 30 kWp je 100.000 kWh 79,5 %, mit Wäsche und Reinigung am Mittag 88,0 %.
Hilft die Sommersaison dem Eigenverbrauch? +
Kaum. Von Mai bis September fallen 48,1 % der Übernachtungen an, der Eigenverbrauch steigt bei 30 kWp nur um 1,0 Punkte.
Wann sollte im Hotel gewaschen werden? +
Zwischen 10 und 15 Uhr, wenn die Anlage am meisten erzeugt. Das brachte im Modell bei 30 kWp 8,5 Punkte mehr Eigenverbrauch.
Lohnt sich ein Speicher im Hotel? +
Ein 20-kWh-Speicher an 30 kWp kommt im Modell auf 200 volle Zyklen und hebt die Autarkie von 26,9 auf 30,9 %.
Wie erkenne ich eine zu hohe Grundlast? +
Am Verbrauch um 4 Uhr morgens: Liegt er über 30 % der durchschnittlichen Tageslast, lohnt die Suche nach unnötigen Dauerverbrauchern.
Wie viel Energie braucht ein Hotel je Übernachtung? +
Als Zielwert für Heizung, Strom und Warmwasser zusammen nannte energieverbraucher.de 2004 rund 20 kWh je Übernachtung.