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Volleinspeisung

Bei der Volleinspeisung fließt der komplette von der PV-Anlage erzeugte Strom ins öffentliche Netz, ohne dass davon etwas im Haus verbraucht wird; dafür erhält der Betreiber die höhere EEG-Vergütung für Volleinspeisung statt der niedrigeren Teileinspeisung-Vergütung.

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Bei der Volleinspeisung wird die gesamte von der Photovoltaikanlage erzeugte Strommenge ins öffentliche Netz eingespeist – kein einziges Kilowatt fließt vorher ins Hausnetz oder wird selbst verbraucht. Das ist das Gegenmodell zur Teileinspeisung, bei der zuerst der eigene Bedarf gedeckt wird und nur der Überschuss ins Netz geht. Technisch wird das bei der Anmeldung im Marktstammdatenregister festgelegt und meist über einen eigenen Erzeugungszähler oder eine separate Messeinrichtung abgebildet, die unabhängig vom Hausanschluss zählt.

Der Anreiz für Volleinspeisung ist die höhere EEG-Einspeisevergütung: Aktuell liegt sie für kleine Dachanlagen bei rund 12 Cent pro Kilowattstunde, während Teileinspeisung nur rund 8 Cent bringt – beide Sätze sinken alle sechs Monate um ein Prozent für neu angemeldete Anlagen. Wer aus dieser Differenz aber automatisch schließt, Volleinspeisung sei die lukrativere Wahl, liegt in den meisten Fällen falsch. Wer den Strom selbst verbraucht, spart sich den Bezug vom Energieversorger zu deutlich mehr als 12 Cent pro Kilowattstunde – der Eigenverbrauch ist wirtschaftlich fast immer stärker als die reine Einspeisevergütung. Volleinspeisung lohnt sich vor allem dort, wo tagsüber kaum oder kein Strom im Gebäude gebraucht wird: bei verpachteten Dachflächen, landwirtschaftlichen Nebengebäuden ohne Dauerverbrauch oder größeren gewerblichen Dächern, die separat vermarktet werden.

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass man jederzeit zwischen beiden Modellen wechseln kann. Tatsächlich wird das Modell bei der Anmeldung festgelegt und ein späterer Wechsel ist mit Aufwand verbunden, unter anderem weil sich Zählerkonzept und Vergütungssatz ändern. Wer unsicher ist, sollte vor der Inbetriebnahme durchrechnen, welches Modell zur eigenen Verbrauchssituation passt – ein Vergleich beider Varianten inklusive Beispielrechnung findet sich im Ratgeber Eigenverbrauch oder Volleinspeisung.

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