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Autowaschanlage und PV: Lastgang, Eigenverbrauch und Speicher an der Waschstraße

Waschstraße und Portalanlage mit Solarstrom: Kelkheim und Karlsruhe gegen PVGIS zurückgerechnet, G4 gegen G6 gegen Öffnungszeiten, Ruhetag und Speicher.

⏱️ 11 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 14. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 12 Abschnitte
  1. 1.Autowäsche in Deutschland: 300 Millionen Wäschen im Jahr
  2. 2.Wie viel Strom eine Autowäsche braucht
  3. 3.Welcher Lastgang gilt für eine Autowaschanlage: G4 oder G6?
  4. 4.Praxisanlagen: Kelkheim, Karlsruhe und Rangendingen
  5. 5.Gegenprobe: Welcher Verbrauch passt zu 75 und 80 Prozent?
  6. 6.Nachgerechnet: Eigenverbrauch einer Portalanlage mit 800 Wäschen im Monat
  7. 7.Sonntag geschlossen: 16,6 Prozent des Solarertrags ohne Waschkunden
  8. 8.Batteriespeicher an der Waschstraße: 113 statt 200 Ladezyklen
  9. 9.Wetter: Waschkunden kommen, wenn die Sonne scheint
  10. 10.So planst du Solarstrom für eine Autowaschanlage
  11. 11.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  12. 12.Häufige Fragen zu PV an der Autowaschanlage

Eine Waschstraße braucht Strom, wenn Kundschaft da ist: werktags ab dem Vormittag, samstags bis in den Nachmittag, sonntags oft gar nicht. Das passt zur Solaranlage besser als bei vielen anderen Gewerben. Zwei Betreiber melden 75 und 80 % Eigenverbrauch. Die Standardlastprofile des BDEW sagen deutlich weniger voraus, und sie sind sich schon uneinig, welches Profil für eine Waschanlage überhaupt gilt.

Dieser Ratgeber sammelt die wenigen veröffentlichten Kennzahlen zur Autowäsche, rechnet die Anlagen in Kelkheim und Karlsruhe gegen die stündliche PVGIS-Ertragsreihe zurück und zeigt, wie viel Solarstrom eine Portalanlage an der Tankstelle selbst nutzen kann.

Kurz gesagt: Die BDEW-Zuordnung führt Autowaschanlagen unter G4, der Anwendungsleitfaden nennt Tankstellen mit Waschanlagen unter G6. Ein Lastgang nach Öffnungszeiten legt 63,9 % des Stroms zwischen 9 und 16 Uhr, G4 nur 41,6 % und G6 38,1 %. Deshalb unterschätzen beide Profile den Eigenverbrauch: Bei einer Portalanlage mit 28.800 kWh und 20 kWp sind es im Modell 65,2 % statt 52,7 oder 47,7 %. Den Batteriespeicher lassen sie dagegen nützlicher aussehen, als er ist.

Autowäsche in Deutschland: 300 Millionen Wäschen im Jahr

Für 2019 kam eine Befragung von BBE Automotive unter 2.000 wartungsverantwortlichen Personen auf 300 Millionen gewerbliche Pkw-Wäschen und 3,2 Milliarden Euro Ausgaben, berichtete Sprit+ im März 2020. Die Zahl der Wäschen ging im Jahr 2019 zurück.

Der Bundesverband Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche (BTG) bestätigte im Mai 2024 laut CarwashPro den Abwärtstrend: Seit 2020 erreiche die Branche das vieljährige Mittel nicht mehr, der Trend führe um bis zu 15 % bergab.

Ältere Zahlen zeigen die Größenordnung je Anlage. 2009 zählte kfz-betrieb rund 13.000 Portalwaschanlagen, vor allem an Tankstellen und in Kfz-Betrieben, bei 12 bis 14 Autowäschen je Pkw im Jahr. Eine damals neue Portalanlage von Christ war für 400 bis 1.200 Wäschen im Monat ausgelegt.

Die Waschstraßen-Kette Mr. Wash wusch im März 2022 laut CarwashPro knapp 1 Million Fahrzeuge an über 30 Standorten, angetrieben von Saharastaub.

Wie viel Strom eine Autowäsche braucht

Veröffentlichte Messwerte je Wäsche sind selten. Der Betreiber des Waschparks Wash Me in Rangendingen nannte 2013 gegenüber energie-experten.org bis zu drei Kilowattstunden Strom und 500 Liter Wasser je Wagenwäsche.

Die Anschlusswerte zeigen, woher das kommt: Die Betriebsanleitung der Kärcher-Portalanlage CWP 8000 von 2004 nennt 11,5 bis 13,5 kW für den Steuerschrank und 22 bis 32 kW für den Pumpenschrank.

In Kfz-Betrieben mit eigener Waschanlage entfallen nach der Auswertung der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz rund 15 % des Stroms auf Waschstraßen oder Portalanlagen; nur die Beleuchtung braucht dort mit 25 % mehr. Für unsere Rechnungen setzen wir 2 und 3 kWh je Wäsche an. Das ist eine Annahme, die sich an der Rangendinger Obergrenze orientiert.

Eigene Kennzahl ermitteln: Notiere eine Woche lang jeden Abend den Zählerstand und die Zahl der Wäschen aus der Waschsteuerung. Strom geteilt durch Wäschen ergibt deine kWh je Wäsche. Der Vergleich der Zählerstände von Samstagabend und Montagmorgen zeigt, was am Ruhetag durchläuft.

Welcher Lastgang gilt für eine Autowaschanlage: G4 oder G6?

Die BDEW-Zuordnung M-24/2000 ordnet Autowaschanlagen dem Profil G4 zu, dem Profil für Läden und Friseure; Tankstellen ebenfalls. Der Anwendungsleitfaden des BDEW beschreibt dagegen G6 als Wochenendbetrieb und nennt dort ausdrücklich Tankstellen mit Waschanlagen. Die M-24 trägt den Stand 16. August 2000.

Wir haben deshalb einen dritten Lastgang gerechnet. Er legt 90 % des Jahresverbrauchs in die Öffnungszeiten, die Mr. Wash für den Standort Dortmund Mitte angibt: werktags ab 08:30 bis 19:00 Uhr, samstags bis 18:00 Uhr. Die übrigen 10 % laufen als Grundlast rund um die Uhr, sonntags und an Feiertagen ist geschlossen. Aufteilung und Grundlast sind unsere Annahmen.

Anteil am Jahresverbrauch9 bis 16 Uhrab 17 UhrSamstagSonn- und Feiertage
eigener Lastgang (Öffnungszeiten)63,9 %18,9 %15,6 %1,7 %
Standardprofil G441,6 %27,5 %13,5 %9,8 %
Standardprofil G638,1 %41,2 %16,6 %20,3 %

Quelle: eigene Rechnung mit den BDEW-Profilen, Kalenderjahr 2020.

G6 legt 20,3 % des Stroms auf Sonn- und Feiertage und 41,2 % in die Zeit ab 17 Uhr. Für eine Waschstraße, die sonntags schließt, passt das nicht. G4 liegt näher, verteilt aber immer noch 27,5 % auf den Abend.

Balkendiagramm: Stromanteil zwischen 9 und 16 Uhr. eigener Lastgang: 63,9 Prozent. Standardprofil G4: 41,6 Prozent. Standardprofil G6: 38,1 Prozent.
Ein Lastgang nach Öffnungszeiten legt deutlich mehr Strom in die Sonnenstunden als G4 und G6. · Foto: Eigene Grafik

Praxisanlagen: Kelkheim, Karlsruhe und Rangendingen

AnlageLeistungJahresertrag laut AngabeEigenverbrauch oder DeckungQuelle
Waschpark Kelkheim78 kWca. 66.000 kWhca. 75 % EigenverbrauchESWE-Referenzblatt (2020)
EFA-LEY Carwash Karlsruhe136 kWp Ost-West, 368 Solarmodule130.000 bzw. 140.000 kWhca. 80 % Eigenverbrauchmeinsolarstrom
Wash Me Rangendingen151 Module30.000 bis 40.000 kWh60 bis 70 % Deckung erwartetenergie-experten.org (2013)

Karlsruhe vermarktet die übrigen 20 % direkt an der Strombörse und nennt eine Amortisationszeit von fünf Jahren; wie das bei kleineren Anlagen geht, steht im Ratgeber Direktvermarktung. In Rangendingen entspricht der Solarstrom nach Angabe des Betreibers fast dem gesamten Strombedarf.

In der Praxis rechnete er trotzdem nur mit 60 bis 70 % Deckung, weil Erzeugung und Waschbetrieb nicht immer zusammenfallen; am Sonntag, wenn die Anlage steht, geht der Überschuss ins Netz.

Vorsicht bei Referenzblättern: Die Karlsruher Seite nennt für dieselbe Anlage einmal 130.000 und einmal 140.000 kWh Jahresertrag. Kelkheim gibt 66.000 kWh aus 78 kW an, das sind 846 kWh je kW; PVGIS rechnet am Standort je nach Ausrichtung mit 947,1 bis 1128,2 kWh je kWp. Keine der drei Angaben ist eine veröffentlichte Messreihe. Prüfe bei Referenzen, ob Ertrag und Eigenverbrauch gemessen oder geplant sind.

Gegenprobe: Welcher Verbrauch passt zu 75 und 80 Prozent?

Die Referenzen nennen Ertrag und Eigenverbrauch, aber nicht den Stromverbrauch der Waschanlage. Wir haben ihn zurückgerechnet: Welcher Jahresverbrauch ergibt mit der stündlichen Ertragsreihe aus PVGIS 5.3 (Wetterjahr 2020) genau die gemeldete Quote? Für Kelkheim ist die Ausrichtung unbekannt; wir haben Süd mit 35 Grad und Ost-West mit 10 Grad jeweils auf 66.000 kWh skaliert. Karlsruhe steht auf Ost-West, skaliert auf 130.000 und 140.000 kWh.

Nötiger Jahresverbraucheigener LastgangG4G6
Kelkheim, 75 % Eigenverbrauch108.400 bis 112.800 kWh142.100 bis 146.600 kWh161.400 bis 162.000 kWh
Karlsruhe, 80 % Eigenverbrauch258.800 bis 278.700 kWh309.700 bis 333.500 kWh346.100 bis 372.700 kWh

Quelle: eigene Rechnung, gerundet auf 100 kWh.

Mit G4 oder G6 müsste die Karlsruher Waschstraße deutlich mehr Strom verbrauchen, um auf 80 % zu kommen. Mit dem eigenen Lastgang reichen 258.800 bis 278.700 kWh. Bei 3 kWh je Wäsche wären das rund 86.267 Wäschen im Jahr, bei 2 kWh rund 139.350; an 304 Öffnungstagen 284 bis 458 Wäschen am Tag.

Zum Vergleich: Mr. Wash kam im März 2022 auf knapp 1 Million Wäschen an über 30 Standorten, im Schnitt also höchstens rund 33.000 je Standort in einem starken Monat. Karlsruhe läge mit rund 7.189 Wäschen im Monat bei 3 kWh deutlich darunter. Das ist plausibel, gemessen ist es nicht.

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Nachgerechnet: Eigenverbrauch einer Portalanlage mit 800 Wäschen im Monat

Für eine Portalanlage setzen wir 800 Wäschen im Monat an, mitten in der Spanne der Christ-Anlage von 2009. Bei 3 kWh je Wäsche sind das 28.800 kWh im Jahr. Die Solaranlage steht im Modell in Kelkheim, nach Süden mit 35 Grad Neigung.

28.800 kWh, SüdEigenverbrauch, eigener LastgangAutarkie, eigener LastgangEigenverbrauch G4Eigenverbrauch G6
10 kWp83,8 %32,8 %80,4 %76,8 %
20 kWp65,2 %51,1 %52,7 %47,7 %
30 kWp49,8 %58,5 %39,1 %35,0 %
50 kWp33,9 %66,4 %26,1 %23,2 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3, ohne Speicher.

Bei 20 kWp liegt das Standardprofil G4 12,5 Prozentpunkte unter dem eigenen Lastgang, G6 sogar 17,5 Punkte. Bei 2 kWh je Wäsche, also 19.200 kWh, erreicht eine Anlage mit 10 kWp im eigenen Lastgang 76,2 % Eigenverbrauch und 44,8 % Autarkie, mit G4 gerechnet nur 63,9 % Eigenverbrauch.

Ein Nachteil des Portals kann die kleine Dachfläche der Waschhalle sein. Prüfe außerdem, wem Dach und Gebäude gehören, bevor du eine Anlage planst.

Balkendiagramm: Eigenverbrauch 20 kWp an einer Portalanlage mit 28.800 kWh. eigener Lastgang: 65,2 Prozent. Standardprofil G4: 52,7 Prozent. Standardprofil G6: 47,7 Prozent.
Mit Standardprofil gerechnet sieht die Solaranlage schlechter aus, als sie ist. · Foto: Eigene Grafik

Sonntag geschlossen: 16,6 Prozent des Solarertrags ohne Waschkunden

Mr. Wash hat Ende 2022 entschieden, alle Standorte an Sonntagen nicht mehr zu öffnen; das spare Strom und Wasser, berichtete CarwashPro. Für die Solaranlage bedeutet ein Ruhetag: An den 62 Sonn- und Feiertagen des Jahres 2020 fallen im Modell 16,6 % des Jahresertrags an, ohne dass gewaschen wird.

Bei einer Waschstraße mit 120.000 kWh und 100 kWp Ost-West in Karlsruhe sinkt der Eigenverbrauch durch den Ruhetag von 68,9 auf 64,1 %, die Autarkie von 57,0 auf 53,0 %. Beide Varianten rechnen mit demselben Jahresverbrauch. Spart der Ruhetag tatsächlich Strom, wie Mr. Wash angibt, sinkt der Netzbezug zusätzlich.

Ruhetag nutzen: Prüfe, welche Verbraucher sich auf den Sonntagmittag legen lassen, etwa das Nachfüllen des Brauchwassertanks oder das Laden eines Druckluftspeichers. Jede Kilowattstunde, die vom Montagmorgen in die Sonntagssonne wandert, ersetzt Netzstrom. Weitere Hebel stehen unter Eigenverbrauch optimieren.

Batteriespeicher an der Waschstraße: 113 statt 200 Ladezyklen

Ein Batteriespeicher verschiebt Mittagsstrom in den späten Nachmittag. Für die Waschstraße mit 120.000 kWh und 100 kWp Ost-West zeigt das Modell:

100 kWp, 120.000 kWhAutarkie, eigener LastgangLadezyklen, eigener LastgangAutarkie G4Ladezyklen G4
ohne Speicher53,0 %44,1 %
50 kWh Kapazität60,1 %17153,7 %231
100 kWh Kapazität62,4 %11360,8 %200

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3 Karlsruhe, Speicher ohne Verluste.

Im eigenen Lastgang wird der Solarstrom schon tagsüber verbraucht. Ein Batteriespeicher mit 100 kWh Kapazität kommt dort nur auf 113 volle Ladezyklen im Jahr und hebt die Autarkie um 9,4 Punkte; mit G4 gerechnet sind es 200 Zyklen.

Der Wechselrichter muss außerdem die Leistung tragen, wenn Pumpen, Bürsten und Trockner gleichzeitig laufen; schon die Kärcher-Portalanlage nennt Anschlusswerte von zusammen mehr als 30 kW. Wie du die Größe bestimmst, steht im Ratgeber Speichergröße berechnen, für Leistungsspitzen unter Lastspitzenkappung im Gewerbe.

Typischer Fehler: Ein Angebot rechnet den Speicher mit G4 oder G6 und kommt nach unserer Rechnung auf fast doppelt so viele Ladezyklen wie ein Lastgang nach Öffnungszeiten. Die tatsächliche Amortisation fällt dann länger aus als kalkuliert. Lass dir die Rechnung mit den Zählerwerten eines ganzen Jahres zeigen.
Balkendiagramm: Ladezyklen im Jahr bei 100 kWp und 120.000 kWh. eigener Lastgang, 100 kWh: 113 Zyklen. Standardprofil G4, 100 kWh: 200 Zyklen. eigener Lastgang, 50 kWh: 171 Zyklen. Standardprofil G4, 50 kWh: 231 Zyklen.
G4 verspricht dem Speicher fast doppelt so viele Zyklen wie ein Lastgang nach Öffnungszeiten. · Foto: Eigene Grafik
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Wetter: Waschkunden kommen, wenn die Sonne scheint

Ein großer Einflussfaktor ist das Wetter, sagte der BTG-Vorsitzende laut CarwashPro; 2022 fiel nahezu die gesamte jährliche Menge Saharastaub im März, die Waschstraßen waren voll. Umgekehrt meldete CarwashPro im August 2023, dass im Juli 2023 bei 100 Liter pro Quadratmeter Niederschlag, knapp 30 Prozent mehr als im Mittel 1961 bis 1990, die Warteschlangen an Waschanlagen fehlten.

Für die Solaranlage ist das ein Vorteil, den unser Modell nicht enthält: Es verteilt die Wäschen gleichmäßig auf alle Öffnungsstunden. Wird an Sonnentagen mehr gewaschen, liegt der tatsächliche Eigenverbrauch eher höher.

Im Winter bleibt die Last dagegen bestehen. Der ADAC rät laut ÖKO-TEST, im Winter genauso oft zu waschen wie im Sommer, nur unter -10 Grad Celsius nicht. Von Dezember bis Februar liefert die Solaranlage in Kelkheim im Modell nur 9,8 % ihres Jahresertrags.

So planst du Solarstrom für eine Autowaschanlage

1 Schritt für Schritt
  1. Zählerstand und Wäschen notieren: eine Woche täglich, dazu Monatswerte der letzten zwei Jahre.
  2. Grundlast messen: Zählerstand bei Ladenschluss und vor der Öffnung ablesen.
  3. Öffnungszeiten festhalten: Werktage, Samstag, Ruhetag, Winterzeiten.
  4. Dachflächen prüfen: Waschhalle, Staubsaugerplätze, Überdachungen; Ausrichtung und Statik.
  5. Lastgang statt Standardprofil verlangen: Angebot mit eigenen Zählerwerten rechnen lassen.
  6. Im Datenblatt nachsehen: Anschlusswerte der Waschtechnik gegen die Dauerleistung eines Speicher-Wechselrichters.

Flache Ost-West-Dächer wie in Karlsruhe verbreitern die Erzeugung über den Tag; was das beim Ertrag kostet, zeigt der Ratgeber Ost-West-Ausrichtung. Verwandte Betriebe mit anderen Lastprofilen sind die Kfz-Werkstatt und der Einzelhandel.

Vor der Anfrage klären
  • Wie viele Wäschen laufen im Monat, und wie viel Strom braucht eine Wäsche?
  • Wie hoch ist die Grundlast am Ruhetag?
  • Wird das Waschwasser elektrisch erwärmt?
  • Wem gehören Dach und Gebäude, wer zahlt die Stromrechnung?
  • Soll der Überschuss eingespeist oder direkt vermarktet werden?
  • Rechnet das Angebot mit Standardprofil oder mit eigenen Zählerwerten?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Einen gemessenen Stunden- oder Monatslastgang einer Autowaschanlage haben wir nicht gefunden; der eigene Lastgang im Modell ist eine Annahme. Die einzige Stromzahl je Wäsche stammt von 2013, die Anschlusswerte von 2004. Den Strom für Frostschutz und Hallenheizung im Winter konnten wir nicht belegen. Kelkheim nennt keine Ausrichtung, Karlsruhe zwei verschiedene Jahreserträge, und für Rangendingen gibt es nur die Erwartung zur Inbetriebnahme. Stand und Abruf der Quellen: 14.09.2026.

Häufige Fragen zu PV an der Autowaschanlage

Wie viel Strom braucht eine Autowäsche? +
Der Betreiber des Waschparks in Rangendingen nannte 2013 bis zu drei Kilowattstunden je Wäsche. Eine Kärcher-Portalanlage von 2004 hat Anschlusswerte von 11,5 bis 13,5 kW plus 22 bis 32 kW.
Welches Lastprofil gilt für eine Autowaschanlage? +
Laut BDEW-Zuordnung M-24 G4, laut Anwendungsleitfaden G6 für Tankstellen mit Waschanlagen. Beide unterschätzen im Modell den Eigenverbrauch einer Waschanlage mit Öffnungszeiten.
Wie viel Solarstrom nutzt eine Waschanlage selbst? +
Der Waschpark Kelkheim nennt ca. 75 %, der EFA-LEY Carwash in Karlsruhe ca. 80 % Eigenverbrauch. Messreihen dazu sind nicht veröffentlicht.
Wie groß sollte die Solaranlage für eine Portalanlage sein? +
Bei 28.800 kWh im Jahr nutzt eine Anlage mit 20 kWp im Modell 65,2 % ihres Stroms selbst, mit 30 kWp 49,8 % bei 58,5 % Autarkie.
Lohnt sich ein Batteriespeicher an der Waschstraße? +
Weniger, als ein Standardprofil verspricht: 100 kWh kommen im eigenen Lastgang auf 113 Ladezyklen im Jahr, mit G4 gerechnet auf 200.
Was bedeutet ein Ruhetag am Sonntag für die Solaranlage? +
An Sonn- und Feiertagen fallen im Modell 16,6 % des Jahresertrags an. Der Eigenverbrauch einer Waschstraße mit 100 kWp sinkt dadurch um 4,8 Punkte.
Wird bei Sonne mehr gewaschen? +
Laut BTG ist das Wetter ein großer Einflussfaktor für die Waschzahlen. Mehr Wäschen an Sonnentagen würden den Eigenverbrauch erhöhen; unser Modell rechnet das nicht mit.