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Fitnessstudio mit PV: Lastgang, Stoßzeiten und Speicher im Studio

Licht, Lüftung, Laufband, Sauna: Stoßzeiten von 5.277 Studios gegen PVGIS gerechnet, G2 gegen einen Lastgang nach Öffnungszeit, Wallenhorst nachgeprüft.

⏱️ 12 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 14. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 11 Abschnitte
  1. 1.Wie viel Strom ein Fitnessstudio braucht
  2. 2.Welcher Lastgang gilt für ein Fitnessstudio: G1, G2 oder G6?
  3. 3.Fitnessstudio-Lastgang gegen PVGIS nachgerechnet
  4. 4.Gegenprobe: Die Stoßzeit bewegt den Eigenverbrauch kaum
  5. 5.Praxisbeispiel Wallenhorst: 99 kW auf dem Foliendach
  6. 6.Nachgerechnet: Was 60 % Autarkie in Wallenhorst voraussetzen
  7. 7.Batteriespeicher im Fitnessstudio: der Abend nach Sonnenuntergang
  8. 8.Sauna, Flachdach und Tarif: was im Studio noch zählt
  9. 9.So planst du Solarstrom für ein Fitnessstudio
  10. 10.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  11. 11.Häufige Fragen zu PV im Fitnessstudio

Ein Fitnessstudio hat seine vollste Stunde um 18 Uhr, wenn die Sonne im Winter längst weg ist. Das klingt nach einem schlechten Kunden für eine Solaranlage. Doch das Studio hat 17 Stunden am Tag geöffnet, und Licht, Lüftung und Displays laufen auch um 11 Uhr, wenn kaum jemand trainiert. Wie viel Solarstrom ein Studio selbst nutzt, hängt deshalb weniger an der Stoßzeit als an der Öffnungszeit.

Dieser Ratgeber sammelt die veröffentlichten Verbrauchszahlen, rechnet einen Studio-Lastgang nach den Stoßzeiten von 5.277 Studios gegen die stündliche PVGIS-Ertragsreihe und prüft die Angaben eines Sport- und Wellnessparks in Wallenhorst nach.

Kurz gesagt: Ein kleines Fitnessstudio mit 25.000 kWh im Jahr nutzt im Modell von 20 kWp nach Süden 51,0 % selbst und deckt damit 41,9 % seines Stroms. Das Standardprofil G2, das für Fitnessstudios gilt, kommt nur auf 44,1 %. Verschiebt sich die Stoßzeit in die Mittagspause, steigt der Eigenverbrauch lediglich auf 52,5 %.

Wie viel Strom ein Fitnessstudio braucht

Kleinere Studios kommen laut dem Vergleichsportal Verivox (Stand September 2025) mit 20.000 bis 30.000 kWh im Jahr aus, größere Fitnesscenter mit umfangreichem Wellnessbereich verbrauchen 50.000 kWh oder mehr.

Eine Messreihe oder Quelle nennt Verivox dafür nicht. In Deutschland gab es laut den Eckdaten 2026 des Arbeitgeberverbands DSSV vom März 2026 9.647 Fitness- und Gesundheitsanlagen mit 12,36 Millionen Mitgliedern.

Wo der Strom hingeht, beschreibt das Fachmagazin BODYMEDIA: Bei der Innen- und Außenbeleuchtung liegt nach Erfahrung der Redaktion das größte Einsparpotenzial, laut Deutscher Energie-Agentur bis zu 70 % der Ausgaben.

Auch Lüftungs- und Heizungsanlagen können viel Strom verbrauchen. Duschen und Heizung laufen dagegen meist über Gas: Ein Teaser auf einer weiteren BODYMEDIA-Seite behauptet, 90 % aller Fitnessstudios würden mit Erdgas versorgt, ohne eine Quelle zu nennen.

Ein Laufband für den Hausgebrauch wie das Life Fitness T5 ist laut Betriebsanleitung für den Privatgebrauch ausgelegt, hat einen 3 PS Gleichstrommotor und zieht an 230 Volt höchstens 10 Ampere, also rechnerisch bis zu 2,3 kW.

Das Studiogerät der Club Series hat laut Benutzerhandbuch einen Wechselstrommotor mit 4,0 PS Dauerbetrieb, das sind rund 2,9 kW Motorleistung. Wie viel davon im Mittel einer Trainingsstunde tatsächlich anliegt, steht in keinem der beiden Handbücher.

Welcher Lastgang gilt für ein Fitnessstudio: G1, G2 oder G6?

Das Standardlastprofil G2 steht für Gewerbe mit starkem bis überwiegendem Verbrauch in den Abendstunden; als Beispiele nennt die Übersicht der Standardlastprofile Sportvereine, Fitnessstudios, Abendgaststätten.

Die BDEW-Zuordnung M-24/2000 hat keinen eigenen Eintrag für Fitnessstudios. Eine Sporthalle steht dort unter G2 und G6, G6 bei dominierendem Wochenendbetrieb; ein Saunabad (nicht medizinisch) unter G2.

Wann trainiert wird, hat Fitness First in einem Rush-Hour-Report aus den Belegungsdaten der Google-Business-Profile von 5.277 Fitnessstudios in 701 deutschen Groß- und Mittelstädten ausgewertet. An Werktagen ist 18 Uhr der Spitzenreiter, zwischen 10 und 11 Uhr zeigt sich ein stabiler Besucherstrom.

Am Wochenende liegen die meisten Spitzen zwischen 11 und 12 Uhr, und der Sonntag ist in 486 von 701 Städten der schwächste Tag. In rund 23 % der Werktags-Datenpunkte lag die Haupttrainingszeit bis 16 Uhr. Auch der Stromhändler Stromify schreibt, am Wochenende liege die Verbrauchsspitze bereits am Vormittag.

Unser eigener Lastgang bildet das nach. Das Studio hat werktags von 6 bis 23 Uhr und am Wochenende von 8 bis 21 Uhr geöffnet. 25 % des Stroms fallen rund um die Uhr an (Kühlung, Server, Notlicht), 45 % gleichmäßig während der Öffnung (Licht, Lüftung, Displays) und 30 % nach der Belegung mit der Spitze um 18 Uhr. Öffnungszeiten und Aufteilung sind unsere Annahmen.

Anteil am Jahresverbrauch9 bis 16 Uhr17 bis 23 Uhr23 bis 6 UhrWochenende und Feiertag
eigener Lastgang, Spitze 18 Uhr40,8 %33,2 %7,3 %27,1 %
eigener Lastgang, Spitze mittags43,3 %31,1 %7,3 %26,6 %
Standardprofil G235,5 %40,5 %11,0 %28,3 %
Standardprofil G638,1 %38,1 %13,0 %36,9 %
Standardprofil G162,6 %10,3 %5,8 %7,4 %

Quelle: eigene Rechnung mit den BDEW-Profilen, Kalenderjahr 2020. G2 legt 40,5 % des Stroms in die Abendstunden, der eigene Lastgang nur 33,2 %, weil das Licht auch vormittags brennt.

Balkendiagramm: Eigenverbrauch 20 kWp im Fitnessstudio. Standardprofil G1: 56,1 Prozent. Spitze mittags: 52,5 Prozent. Spitze 18 Uhr: 51,0 Prozent. 40 Prozent Grundlast: 49,1 Prozent. Standardprofil G2: 44,1 Prozent.
Die Profilwahl bewegt den Eigenverbrauch stärker als die Stoßzeit. · Foto: Eigene Grafik

Fitnessstudio-Lastgang gegen PVGIS nachgerechnet

Die Solaranlage steht im Modell in Wallenhorst bei Osnabrück. Laut PVGIS 5.3 liefert dort ein kWp nach Süden mit 35 Grad im Wetterjahr 2020 1027,2 kWh, Ost-West mit 10 Grad 857,0 kWh und ein fast flaches Foliendach mit 5 Grad 901,8 kWh. Gerechnet ist ein kleines Studio mit 25.000 kWh, der Mitte der Verivox-Spanne.

25.000 kWh im JahrEigenverbrauch Süd 10 kWpSüd 20 kWpSüd 30 kWpOst-West 20 kWpAutarkie Süd 20 kWp
eigener Lastgang, Spitze 18 Uhr79,4 %51,0 %37,9 %60,2 %41,9 %
eigener Lastgang, Spitze mittags81,8 %52,5 %39,0 %61,7 %43,1 %
eigener Lastgang, 40 % Grundlast77,1 %49,1 %36,4 %58,2 %40,3 %
Standardprofil G270,0 %44,1 %32,5 %51,6 %36,2 %
Standardprofil G174,7 %56,1 %43,0 %61,1 %46,1 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3, ohne Speicher. Ost-West bringt weniger Ertrag, nutzt ihn aber zu einem größeren Anteil selbst: Mit 20 kWp sind es im eigenen Lastgang 60,2 % gegen 51,0 % nach Süden.

Gegenprobe: Die Stoßzeit bewegt den Eigenverbrauch kaum

Die naheliegende Idee lautet: Wer die Kundschaft in die Mittagssonne lockt, nutzt mehr Solarstrom. Im Modell stimmt das, aber nur knapp. Legt man die Spitze auf 11 bis 14 Uhr und senkt die Abendstunden, steigt der Eigenverbrauch mit 20 kWp von 51,0 auf 52,5 %. Das sind 1,5 Prozentpunkte.

Der Grund: Nur 30 % des Stroms hängen im Modell an der Belegung. Den Rest verbrauchen Licht und Lüftung, solange das Studio offen ist, und die Geräte, die nachts weiterlaufen. Eine höhere Grundlast von 40 % senkt den Eigenverbrauch auf 49,1 %. Die Wahl des Standardprofils wirkt dagegen stärker: G2 liegt 6,9 Prozentpunkte unter dem eigenen Lastgang, G1 5,1 Prozentpunkte darüber.

Typischer Fehler: Das Angebot rechnet mit G2, weil Fitnessstudios dort als Beispiel stehen. G2 unterstellt aber 11,0 % Verbrauch zwischen 23 und 6 Uhr, obwohl ein Studio dann geschlossen ist. In der Praxis unterschätzt G2 deshalb den Eigenverbrauch eines Studios, das von früh bis spät offen hat. Prüfe, mit welchem Profil das Angebot rechnet.
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Praxisbeispiel Wallenhorst: 99 kW auf dem Foliendach

Das Flachdach des FFS Sport- und Wellnessparks in Wallenhorst trug keine Glasmodule. Inhaber Sebastian Berner ließ deshalb laut photovoltaik.eu vom 16.08.2022 insgesamt 230 der zwei Millimeter dünnen, flexiblen Kunststoffmodule je 430 Watt verlegen, zusammen eine Gesamtleistung von 99 Kilowatt. Dazu kam ein Batteriespeicher, im Text als 22 Kilowatt starker Batteriespeicher beschrieben.

Der Bericht nennt zwei Zahlen: Berner rechne damit, bis zu 60 Prozent seines Energiebedarfs zu decken, auf ein Jahr gerechnet etwa 80.000 Kilowattstunden selbst produzierten Strom für Licht, Laufbänder, Ergotrainer und die Sauna im Garten. In der Einleitung heißt es, das Studio gewinne seit einigen Wochen mehr als die Hälfte seiner Energie selbst.

Ein zweites Studio mit großer Anlage steht in Nottuln: Laut der Referenzseite des Dachherstellers Bauder liefern dort 2.000 qm Leichtdach mit 162 kWp Strom für den Eigenverbrauch bzw. zum Verkauf an Mieter. Verbrauchs- oder Eigenverbrauchszahlen nennt die Seite nicht.

Nachgerechnet: Was 60 % Autarkie in Wallenhorst voraussetzen

99 kWp auf einem fast flachen Dach liefern laut PVGIS in Wallenhorst 89.277 kWh im Jahr. Die 80.000 kWh passen damit gut als Jahresertrag der Anlage. Als selbst genutzter Strom passen sie nicht: Damit ein Studio 80.000 kWh selbst verbraucht, müsste es im Modell mit 22 kWh Speicher 230.718 bis 314.661 kWh im Jahr brauchen, und dann läge die Autarkie nur noch bei rund einem Drittel.

Umgekehrt gerechnet: 60 % Autarkie erreicht die Anlage im eigenen Lastgang nur bis zu einem Jahresverbrauch von 63.619 kWh, mit der Spitze mittags bis 67.145 kWh, mit 40 % Grundlast bis 58.252 kWh, mit G6 bis 47.892 kWh und mit G2 nur bis 45.565 kWh. Rechnet man die 60 % auf 80.000 kWh hoch, ergibt sich ein Bedarf von 133.333 kWh; dann deckt die Anlage im eigenen Lastgang 44,5 % und mit G2 38,9 %.

Jahresverbrauch, 99 kWp Süd 5 Grad, 22 kWhAutarkie eigener LastgangEigenverbrauch eigener LastgangAutarkie G2Eigenverbrauch G2
60.000 kWh61,3 %41,2 %53,8 %36,1 %
90.000 kWh52,4 %52,9 %45,8 %46,2 %
133.333 kWh44,5 %66,5 %38,9 %58,2 %
200.000 kWh36,7 %82,2 %32,4 %72,5 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3 Wallenhorst, Speicher ohne Verluste. Beide Angaben zugleich sind nur erfüllbar, wenn mit „Energiebedarf“ etwas anderes gemeint ist als der Stromverbrauch, oder wenn der Speicher deutlich größer ist. Der Bericht klärt das nicht, und eine Messung nach dem ersten Betriebsjahr haben wir nicht gefunden.

Vorsicht bei Autarkie-Versprechen: Autarkie und Eigenverbrauch sind zwei verschiedene Quoten. Eine hohe Autarkie gibt es bei einem großen Dach nur, wenn der Verbrauch klein ist, und dann fließt der meiste Strom ins Netz: Bei 60.000 kWh deckt die Wallenhorster Anlage im Modell 61,3 %, nutzt aber nur 41,2 % ihres Stroms selbst.
Balkendiagramm: Höchster Jahresverbrauch für 60 Prozent Autarkie mit 99 kWp und 22 kWh. Standardprofil G2: 45.565 kWh. Standardprofil G6: 47.892 kWh. 40 Prozent Grundlast: 58.252 kWh. Spitze 18 Uhr: 63.619 kWh. Spitze mittags: 67.145 kWh.
60 % Autarkie mit 99 kWp gelingen nur bei kleinem Verbrauch. · Foto: Eigene Grafik

Batteriespeicher im Fitnessstudio: der Abend nach Sonnenuntergang

Ein Speicher verschiebt Mittagsstrom in die Abendspitze. Weil das Studio bis 23 Uhr offen hat, findet er fast jeden Abend Abnehmer. Im Modell mit 25.000 kWh und 20 kWp nach Süden sieht das so aus:

20 kWp Süd, 25.000 kWhAutarkie eigener LastgangEigenverbrauch eigener LastgangAutarkie G2Eigenverbrauch G2
ohne Speicher41,9 %51,0 %36,2 %44,1 %
10 kWh Kapazität52,1 %63,4 %46,7 %56,8 %
20 kWh Kapazität59,3 %72,2 %54,7 %66,6 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3 Wallenhorst, Speicher ohne Lade- und Entladeverluste. Die ersten 10 kWh heben die Autarkie um 10,2 Prozentpunkte, die zweiten 10 kWh nur noch um 7,2. Wie du die Größe bestimmst, steht im Ratgeber Speichergröße berechnen; ob ein Speicher zusätzlich Lastspitzen kappen soll, unter Lastspitzenkappung im Gewerbe.

Erst Licht, dann Anlagengröße: Licht brennt im Studio von der ersten bis zur letzten Stunde. Jede Kilowattstunde, die LED und Präsenzmelder abends sparen, ist Netzstrom, den keine Solaranlage ersetzt. Klär die Beleuchtung deshalb vor der Auslegung.
Balkendiagramm: Autarkie mit 20 kWp. ohne Speicher: 41,9 Prozent. 10 kWh: 52,1 Prozent. 20 kWh: 59,3 Prozent.
Die ersten 10 kWh Speicher bringen mehr als die zweiten. · Foto: Eigene Grafik

Sauna, Flachdach und Tarif: was im Studio noch zählt

Viele Studios haben eine Sauna. Ein Saunaofen zieht mehrere Kilowatt und läuft vor allem abends; wann ein Dach einen Saunagang tatsächlich liefert, rechnet der Ratgeber Sauna mit Solarstrom Stunde für Stunde durch. Ein Nachteil für die Solaranlage: Die Saunazeit fällt in dieselben Abendstunden wie die Trainingsspitze.

Studios liegen oft in Gewerbehallen mit Flachdach. Wie Ballast und Aufständerung auf das Dach wirken, steht unter Flachdach: Aufständerung und Ballast; flache Ost-West-Felder verteilen den Ertrag über den Tag, siehe Ost-West-Ausrichtung.

Eine BODYMEDIA-Schätzung nennt für eine durchschnittliche Anlage von rund 500 qm mehr als 100.000 Euro Investition. Abends kann ein dynamischer Stromtarif günstiger sein als jeder Speicher. Andere Betriebe mit Abendlast: Restaurant und Kino.

Lastgang beim Netzbetreiber anfragen: Hat das Studio einen Zähler mit Viertelstundenwerten, liegt der echte Lastgang schon vor. Frag beim Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber nach den Daten der letzten zwölf Monate. Dann rechnet der Fachbetrieb mit deinen Werten statt mit G2.
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So planst du Solarstrom für ein Fitnessstudio

1 Schritt für Schritt
  1. Jahresverbrauch notieren: Schau auf der Stromrechnung der letzten 12 Monate nach.
  2. Lastgang besorgen: Viertelstundenwerte beim Messstellenbetreiber anfragen, sonst eine Woche lang stündlich den Zähler ablesen.
  3. Nachtstrom messen: Zählerstand bei Schließung und bei Öffnung notieren.
  4. Großverbraucher erfassen: Laufbänder, Lüftung, Klimaanlage, Sauna, Beleuchtung mit Leistung und Laufzeit.
  5. Dach prüfen: Dachlast, Ausrichtung und Verschattung klären, bei Leichtdächern früh den Statiker fragen.
  6. Profil im Angebot prüfen: Rechnet der Anbieter mit G2, G1 oder mit deinen Zählerwerten?

Wie sich der Eigenverbrauch über Verbraucher und Tageszeiten steuern lässt, steht im Ratgeber Eigenverbrauch optimieren.

Vor der Anfrage klären
  • Wie hoch ist der Jahresverbrauch laut Rechnung?
  • Wie lange ist das Studio werktags und am Wochenende offen?
  • Wie viel Strom läuft nachts bei geschlossenem Studio?
  • Werden Duschwasser und Sauna mit Strom oder Gas erwärmt?
  • Ist die Beleuchtung schon auf LED umgestellt?
  • Trägt das Dach Glasmodule oder nur leichte Module?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Einen gemessenen Lastgang eines Fitnessstudios haben wir nicht gefunden, ebenso wenig eine gemessene Eigenverbrauchsquote. Wallenhorst ist eine Berechnung des Betreibers aus den ersten Wochen, die Verivox-Spanne ist eine Faustzahl ohne Quelle. Öffnungszeiten, Aufteilung in Grund-, Öffnungs- und Belegungslast und die Deutung des 22-Kilowatt-Speichers als 22 kWh sind Annahmen. Die tatsächliche Leistungsaufnahme eines Studio-Laufbands im Training nennt keines der Handbücher. Quelle und Abruf aller Angaben: 14.09.2026.

Häufige Fragen zu PV im Fitnessstudio

Wie viel Strom braucht ein Fitnessstudio im Jahr? +
Laut Verivox kommen kleinere Studios mit 20.000 bis 30.000 kWh aus, größere mit Wellnessbereich brauchen 50.000 kWh oder mehr.
Wie viel Solarstrom kann ein Fitnessstudio selbst nutzen? +
Im Modell mit 25.000 kWh sind es mit 20 kWp nach Süden 51,0 %, mit 30 kWp 37,9 %. Die Autarkie liegt dann bei 41,9 bis 46,7 %.
Welches Lastprofil gilt für ein Fitnessstudio? +
Üblich ist G2, das Profil für Gewerbe mit Abendverbrauch. Es unterschätzt im Modell den Eigenverbrauch eines Studios mit langen Öffnungszeiten um 6,9 Prozentpunkte.
Lohnt es sich, Kunden in die Mittagszeit zu locken? +
Für die Solaranlage kaum. Die Mittagsspitze bringt im Modell 1,5 Prozentpunkte mehr Eigenverbrauch, weil Licht und Lüftung ohnehin den ganzen Tag laufen.
Wie viel Strom braucht ein Laufband im Studio? +
Das Studiogerät der Life Fitness Club Series hat einen Motor mit 4,0 PS, rund 2,9 kW. Der mittlere Verbrauch im Training ist nicht dokumentiert.
Lohnt sich ein Batteriespeicher im Fitnessstudio? +
Er findet abends fast immer Abnehmer. Mit 10 kWh steigt die Autarkie im Modell von 41,9 auf 52,1 %, mit 20 kWh auf 59,3 %.
Kann ein Studio 60 % seines Stroms mit PV decken? +
Mit 99 kWp und 22 kWh Speicher im Modell nur bis zu einem Jahresverbrauch von 63.619 kWh. Dann fließt mehr als die Hälfte des Solarstroms ins Netz.