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Kaffee rösten mit PV: Röstzeit, Lastgang und Leistungsspitze

Röstmaschine, Röstplan, Abluft: Loppokaffee, COFFEEHEROS und Giesen-Datenblatt gegen PVGIS gerechnet, 85 % Solardeckung nachgeprüft.

⏱️ 11 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 14. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 11 Abschnitte
  1. 1.Wie viel Energie eine Röstmaschine je Kilo braucht
  2. 2.Welcher Lastgang gilt für eine Kaffeerösterei?
  3. 3.Praxisbeispiel Niederbayern: 18 kWp für den Röster
  4. 4.Nachgerechnet: Tagesertrag von 18 kWp gegen PVGIS
  5. 5.Röstzeit entscheidet: der Lastgang der Röstmaschine gegen die Sonne
  6. 6.Winter und Sommer: 59,1 gegen 90,8 Prozent
  7. 7.Leistungsspitze: 32 kW beim Aufheizen, 16,3 kW vom Dach
  8. 8.Abluft, Filter und Nachverbrennung
  9. 9.So planst du Solarstrom für eine Kaffeerösterei
  10. 10.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  11. 11.Häufige Fragen zu PV in der Kaffeerösterei

Eine Röstmaschine braucht ihre Energie in wenigen Stunden am Stück, und der Röster entscheidet selbst, welche Stunden das sind. Damit ist eine Kaffeerösterei einer der wenigen Betriebe, die ihren Lastgang nach der Sonne legen können. Ob die Solaranlage die Röstung trägt, hängt deshalb weniger an der Dachgröße als an einer Frage: Wird um 7 oder um 11 Uhr geröstet?

Dieser Ratgeber sammelt die veröffentlichten Energiewerte elektrischer Röstmaschinen, prüft die Angaben einer Solar-Rösterei aus Niederbayern gegen die stündliche PVGIS-Ertragsreihe und zeigt, wo das Dach an seine Grenzen kommt.

Kurz gesagt: Eine Solaranlage mit 18 kWp deckt im Modell 77,6 % der Röstenergie, wenn werktags zwischen 10 und 14 Uhr geröstet wird, und nur 40,0 %, wenn die Röstung von 6 bis 10 Uhr läuft. Die Röstung selbst nimmt dabei höchstens 18,1 % des Solarertrags ab. Der Rest geht an andere Verbraucher oder ins Netz.

Wie viel Energie eine Röstmaschine je Kilo braucht

Die Angaben liegen weit auseinander. Die Kieler Rösterei Loppokaffee hat im September 2025 ihre mit Erdgas betriebene Röstmaschine durch eine elektrische ersetzt. Laut der Landeshauptstadt Kiel, die das Projekt als Klimaschutz-Vorbild vorstellt, braucht die neue Maschine 0,175 Kilowattstunden pro kg gerösteten Kaffee.

Die Rösterei COFFEEHEROS rechnet für ihren elektrischen Probat-Trommelröster mit 0,4 bis 0,6 kWh je Kilo Rohkaffee, bei 12 bis 18 Minuten je Charge. Gasröster brauchen nach derselben Quelle zwischen 0,8 und 1,2 kWh je Kilo. Beide Werte sind Betreiberangaben ohne veröffentlichte Messreihe, und sie beziehen sich auf unterschiedliche Mengen: Kiel auf gerösteten Kaffee, COFFEEHEROS auf Rohkaffee.

QuelleBeheizungEnergieBezug
Loppokaffee Kiel (Stadt Kiel)elektrisch0,175 kWh je kggerösteter Kaffee
COFFEEHEROS, Niederbayernelektrisch0,4 bis 0,6 kWh je kgRohkaffee
COFFEEHEROS, VergleichswertGas0,8 bis 1,2 kWh je kgRohkaffee
Giesen W15E, Datenblattelektrisch4,7 kW je Charge im Mittel, 32 kW max4 Röstungen je 12 Minuten 50 Sekunden

Quelle: Angaben der Betreiber und des Herstellers, Abruf 14.09.2026. Der Hersteller Giesen gibt für den vollelektrischen W15E an 400 Volt eine mittlere Leistung von 4,7 kW je Charge an, ermittelt aus 4 Röstungen von je 12 Minuten und 50 Sekunden bis 200 Grad Bohnentemperatur, und eine Spitze von 32 kW. Die Maschine schafft bis zu 24 kg in der Stunde.

Welcher Lastgang gilt für eine Kaffeerösterei?

Die BDEW-Zuordnung M-24/2000 ordnet die Großrösterei für Kaffee dem Profil G1 zu, also Gewerbe werktags von 8 bis 18 Uhr. Ebenso steht der Großhandel mit Genussmitteln wie Kaffee und Tee unter G1. Einen Eintrag für kleine Röstereien mit Laden oder Café gibt es nicht; für den Verkauf im Laden gilt eher der Lastgang aus dem Ratgeber Einzelhandel und Laden.

Ein Standardprofil verteilt den Strom aber gleichmäßig über den Arbeitstag. Eine Röstmaschine tut das nicht. Die Röstzeit liegt laut dem Hersteller PROBAT bei 10 bis 20 Minuten je Charge; der kleine Shop-Röster P05 schafft 17 kg in der Stunde und wird wahlweise mit Erdgas, Propan, Strom oder Wasserstoff beheizt. Wer 10 Tonnen im Jahr röstet, braucht damit an einem Röstag nur wenige Stunden. In welche Stunden sie fallen, ist die eigentliche Planungsfrage.

Balkendiagramm: Deckung der Röstenergie mit 18 kWp nach Röstzeit. 6 bis 10 Uhr: 40,0 Prozent. 13 bis 17 Uhr: 69,6 Prozent. 10 bis 14 Uhr: 77,6 Prozent. Angabe COFFEEHEROS: 85 Prozent.
Die Uhrzeit der Röstung entscheidet über die Solardeckung. · Foto: Eigene Grafik

Praxisbeispiel Niederbayern: 18 kWp für den Röster

COFFEEHEROS beschreibt im August 2026 seine Anlage: 18 kWp auf dem Röstereidach in Niederbayern, die an einem durchschnittlichen Sonnentag zwischen 60 und 120 kWh erzeuge. Das reiche für 150 bis 250 Kilo Rohkaffee am Tag. Im Jahresdurchschnitt decke die Rösterei rund 85 Prozent ihres Röstbedarfs direkt über die Sonne, den Rest über Ökostrom. Die Amortisation liege bei etwa 8 Jahren.

Ein zweites Beispiel kommt aus der Schweiz. Die Rösterei hinter dem Kaffeebrief schreibt im März 2026, ihre neue Röstmaschine arbeite seit einem Jahr vollständig elektrisch; vorher sei sie wie fast alle Kaffeeröstereien in der Schweiz auf Gas angewiesen gewesen. Einen Teil des Stroms liefert die Solaranlage des Gebäudes. Zahlen zu Leistung, Ertrag oder Deckung nennt der Beitrag nicht.

Vorsicht bei Tageswerten: 150 bis 250 Kilo bei 0,4 bis 0,6 kWh je Kilo sind 60 bis 150 kWh am Tag. Die Obergrenze erreicht eine 18-kWp-Anlage nie. Laut PVGIS liegt der beste Tag des Wetterjahres 2020 bei 121,1 kWh, und nur an 2 Tagen im Jahr kommen mehr als 120 kWh vom Dach.

Nachgerechnet: Tagesertrag von 18 kWp gegen PVGIS

COFFEEHEROS nennt keinen Ort. Wir haben Landshut als Standort in Niederbayern angenommen. Laut PVGIS 5.3 liefert ein kWp dort nach Süden mit 35 Grad im Wetterjahr 2020 1192,8 kWh, Ost-West mit 10 Grad 984,7 kWh. Die 18 kWp kommen damit auf 21.471 kWh im Jahr.

18 kWp Süd, Landshutmittlerer Tagesertragbester TagTage mit mindestens 60 kWh
Januar35,2 kWh66,1 kWh4 von 31
Februar43,2 kWh84,6 kWh7 von 29
März67,7 kWh119,0 kWh17 von 31
April96,8 kWh121,1 kWh27 von 30
Mai74,7 kWh118,5 kWh20 von 31
Juni68,6 kWh115,6 kWh17 von 30
Juli85,3 kWh113,5 kWh27 von 31
August73,8 kWh107,9 kWh22 von 31
September70,6 kWh101,9 kWh19 von 30
Oktober37,7 kWh89,4 kWh5 von 31
November32,7 kWh81,0 kWh8 von 30
Dezember17,9 kWh63,2 kWh1 von 31

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3, Wetterjahr 2020. An 174 von 366 Tagen liefert die Anlage mindestens 60 kWh. Die Spanne von 60 bis 120 kWh passt also zu einem sonnigen Tag zwischen März und September. Im Dezember liegt das Mittel bei 17,9 kWh.

Balkendiagramm: mittlerer Tagesertrag von 18 kWp je Monat. Januar: 35,2 kWh. Februar: 43,2 kWh. März: 67,7 kWh. April: 96,8 kWh. Mai: 74,7 kWh. Juni: 68,6 kWh. Juli: 85,3 kWh. August: 73,8 kWh. September: 70,6 kWh. Oktober: 37,7 kWh. November: 32,7 kWh. Dezember: 17,9 kWh.
Im Dezember liefert das Dach im Mittel nur ein Fünftel des Aprils. · Foto: Eigene Grafik

Röstzeit entscheidet: der Lastgang der Röstmaschine gegen die Sonne

Für die Gegenprobe rösten wir im Modell 10 Tonnen im Jahr, die Menge aus dem Rechenbeispiel von COFFEEHEROS. Mit 0,5 kWh je kg sind das 5.000 kWh, mit dem Kieler Wert von 0,175 kWh je kg 1.750 kWh. Die Energie verteilt sich gleichmäßig auf die Röststunden; Uhrzeiten und Rösttage sind unsere Annahmen.

Röstzeit, 18 kWp, 10 TonnenDeckung bei 0,175 kWh je kgDeckung bei 0,5 kWh je kg0,5 kWh je kg, Ost-WestAnteil des Solarertrags
Montag bis Freitag, 6 bis 10 Uhr56,1 %40,0 %39,3 %9,3 %
Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr92,7 %77,6 %75,4 %18,1 %
Montag bis Freitag, 13 bis 17 Uhr84,7 %69,6 %64,8 %16,2 %
Montag und Mittwoch, 6 bis 12 Uhr60,1 %40,6 %37,6 %9,5 %
Montag und Mittwoch, 9 bis 15 Uhr83,0 %63,5 %57,5 %14,8 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3 Landshut, stundengenau, ohne Speicher. Die 85 % von COFFEEHEROS erreicht das Modell mit 0,5 kWh je kg nicht ganz, mit dem sparsameren Kieler Wert schon: 92,7 % bei Röstung um die Mittagszeit. Wer dieselbe Menge frühmorgens röstet, kommt auf 40,0 bis 56,1 %.

Zwei lange Rösttage statt fünf kurzer kosten ebenfalls Deckung: Montag und Mittwoch von 9 bis 15 Uhr bringen 63,5 % statt 77,6 %, weil an einem trüben Rösttag mehr Energie auf einmal aus dem Netz kommt.

Röstplan in die Mittagssonne legen: Notiere eine Woche lang, wann die Maschine vorheizt und wann die letzte Charge fällt. Lässt sich die Röstung von 6 bis 10 Uhr auf 10 bis 14 Uhr verschieben, steigt die Deckung im Modell von 40,0 auf 77,6 %. Das kostet nichts und wirkt stärker als jede Änderung am Dach.
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Winter und Sommer: 59,1 gegen 90,8 Prozent

Die Jahresdeckung verdeckt die Jahreszeiten. Bei Röstung von 10 bis 14 Uhr und 0,5 kWh je kg deckt die Anlage von Mai bis August 90,8 % der Röstenergie, von November bis Februar 59,1 %. COFFEEHEROS schreibt selbst, an bewölkten Tagen und im Winter ziehe die Rösterei Strom aus dem Netz nach.

Ein Nachteil für die Röstung: Das Weihnachtsgeschäft fällt in die Monate mit dem geringsten Ertrag. Wer im November und Dezember mehr röstet als im Sommer, landet unter der Jahresdeckung aus der Tabelle. In der Praxis lohnt es sich deshalb, Röstmengen und Stromrechnung monatsweise nebeneinanderzulegen.

Balkendiagramm: Deckung der Röstenergie nach Jahreszeit. November bis Februar: 59,1 Prozent. ganzes Jahr: 77,6 Prozent. Mai bis August: 90,8 Prozent.
Im Winter kommt deutlich mehr Röstenergie aus dem Netz. · Foto: Eigene Grafik

Leistungsspitze: 32 kW beim Aufheizen, 16,3 kW vom Dach

Stundenwerte glätten die Röstung. Tatsächlich zieht der Giesen W15E laut Datenblatt bis zu 32 kW und ist extern mit 3 x 63A abgesichert. Das sind an 400 Volt rechnerisch rund 43,6 kW Anschlusswert. Die 18-kWp-Anlage liefert in der besten Stunde des Wetterjahres 2020 16,3 kW. Die Spitze beim Aufheizen kommt damit immer zum Teil aus dem Netz, auch mittags im Juli.

Die mittlere Leistung von 4,7 kW je Charge liefert das Dach dagegen oft: In 62,2 % der 1.012 Röststunden werktags zwischen 10 und 14 Uhr erzeugt die Anlage mindestens so viel. Wie sich Spitzen mit einem Speicher kappen lassen, steht unter Lastspitzenkappung im Gewerbe; ob der Hausanschluss eine Maschine mit dieser Absicherung trägt, klärt der Elektriker, siehe Zählerschrank erneuern.

Typischer Fehler: Die Röstmaschine wird auf Strom umgestellt und erst danach der Netzanschluss geprüft. Eine Absicherung mit 3 x 63A übersteigt viele kleine Gewerbeanschlüsse. Prüfe vor dem Kauf mit dem Netzbetreiber, welche Leistung am Standort anliegt.

Abluft, Filter und Nachverbrennung

Röstabluft ist nach Angaben des Anlagenbauers oxytec sehr heiß, bis 400 °C, und riecht stark.

Ein Forschungsbericht für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt vom Januar 2015 beschreibt den Normalfall: Entstaubung per Zyklon, bei Großanlagen mit einer Tagesproduktion von mehr als 500 kg zusätzlich eine katalytische Nachverbrennung bei 300 bis 400 Grad. Thermische Anlagen arbeiten bei 700 bis 750 Grad und brauchen etwa doppelt so viel Brennstoff.

Diese Nachverbrennung läuft in der Regel mit Gas. Eine kleine elektrische Rösterei unter 500 kg am Tag braucht sie dem Bericht zufolge meist nicht. Die Schweizer Rösterei aus dem Kaffeebrief filtert stattdessen mit UV-Filter, elektrostatischem Filter und Aktivkohle; deren Lüfter und Filter sind zusätzliche Stromverbraucher, die mit der Röstung laufen. Ihren Verbrauch nennt keine der Quellen.

Wärme nicht wegblasen: Die heiße Röstabluft kann Frischluft oder Heizung vorwärmen. Kläre mit dem Filterhersteller, ob sich ein Wärmetauscher lohnt, bevor du den Rest des Solarstroms in eine Wärmepumpe steckst.
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So planst du Solarstrom für eine Kaffeerösterei

1 Schritt für Schritt
  1. Röstmenge notieren: Kilo je Monat aus dem Röstprotokoll der letzten 12 Monate.
  2. Energie je Kilo messen: Zählerstand vor dem Vorheizen und nach der letzten Charge ablesen, durch die Röstmenge teilen.
  3. Im Datenblatt nachsehen: Anschlusswert, Absicherung und Spitzenleistung der Maschine.
  4. Röstzeiten festlegen: Welche Stunden lassen sich in die Mittagszeit legen?
  5. Andere Verbraucher erfassen: Abluft, Kühlung, Verpackung, Espressomaschine im Café.
  6. Anschluss prüfen: Netzbetreiber nach der verfügbaren Leistung fragen.

Die Röstung nimmt im Modell nur 9,3 bis 18,1 % des Solarertrags ab. Wie sich der Rest im Betrieb nutzen lässt, steht unter Eigenverbrauch optimieren; Ost-West-Dächer verteilen den Ertrag über den Tag, siehe Ost-West-Ausrichtung.

Ob ein Speicher die Frühröstung trägt, rechnet Speichergröße berechnen vor. Andere Lebensmittelbetriebe mit eigenem Lastgang: Bäckerei, Brauerei, Imbiss.

Vor der Anfrage klären
  • Wie viele Kilo werden im Monat geröstet, auch im Dezember?
  • Wie viel kWh braucht die Maschine je Kilo laut Zähler?
  • Zu welchen Uhrzeiten wird geröstet?
  • Welche Spitzenleistung und Absicherung hat die Maschine?
  • Läuft die Abluftreinigung mit Gas oder Strom?
  • Rechnet das Angebot mit G1 oder mit dem Röstplan?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Einen gemessenen Lastgang einer Kaffeerösterei haben wir nicht gefunden. Die Energiewerte je Kilo stammen von Betreibern und einem Hersteller, die 85 % Deckung sind eine Angabe von COFFEEHEROS ohne Messreihe, und der Standort Landshut ist eine Annahme für „Niederbayern“. Kiel bezieht den Wert auf gerösteten Kaffee, COFFEEHEROS auf Rohkaffee; wie viel Gewicht beim Rösten verloren geht, haben wir nicht belegt und im Modell nicht umgerechnet. Den Stromverbrauch von Filter, Abluft und Kühlung nennt keine Quelle. Quelle und Abruf aller Angaben: 14.09.2026.

Häufige Fragen zu PV in der Kaffeerösterei

Wie viel Strom braucht eine Röstmaschine je Kilo Kaffee? +
Loppokaffee in Kiel nennt 0,175 kWh je kg gerösteten Kaffee, COFFEEHEROS 0,4 bis 0,6 kWh je Kilo Rohkaffee. Gasröster liegen nach COFFEEHEROS bei 0,8 bis 1,2 kWh je Kilo.
Kann eine Rösterei überwiegend mit Solarstrom rösten? +
Im Modell mit 18 kWp und 10 Tonnen im Jahr deckt das Dach 77,6 bis 92,7 % der Röstenergie, wenn mittags geröstet wird. Frühmorgens sind es 40,0 bis 56,1 %.
Welches Lastprofil gilt für eine Kaffeerösterei? +
Die BDEW-Zuordnung nennt G1 für die Großrösterei für Kaffee. Für kleine Röstereien mit Laden gibt es keinen eigenen Eintrag.
Reichen 18 kWp für 250 Kilo Kaffee am Tag? +
Bei 0,6 kWh je Kilo nicht. Das wären 150 kWh, der beste Tag liefert im Modell 121,1 kWh.
Was bedeutet 32 kW max im Datenblatt? +
Das ist die Spitzenleistung beim Aufheizen. Eine 18-kWp-Anlage liefert höchstens 16,3 kW, die Spitze kommt also teilweise aus dem Netz.
Braucht eine kleine Rösterei eine Nachverbrennung? +
Laut dem DBU-Bericht von 2015 wird sie bei Großanlagen mit mehr als 500 kg Tagesproduktion zusätzlich zum Zyklon eingesetzt. Kleine Röstereien filtern oft anders, etwa mit Aktivkohle.
Wie viel Kaffee röstet ein kWp rechnerisch? +
Ein kWp in Kiel liefert im Jahr Energie für rund 5.853 kg bei 0,175 kWh je kg, eines in Landshut für rund 2.386 kg bei 0,5 kWh je kg. Ob die Energie zur Röstzeit anfällt, ist damit nicht gesagt.