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Sägewerk und PV: Trockenkammer, Sägelinie und Eigenverbrauch im Holzbetrieb

Trockenkammer, Sägelinie, Speicher: RAVEL-Messungen, Kennzahlen aus Oberösterreich und energie.ch, gegen die PVGIS-Reihe von Freudenstadt gerechnet.

⏱️ 10 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 14. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 11 Abschnitte
  1. 1.Sägeindustrie in Deutschland: rund 28 Millionen Festmeter Einschnitt
  2. 2.Wofür ein Sägewerk Strom braucht: 6 bis 21 kWh je Festmeter
  3. 3.Die Trockenkammer: 8.000 Stunden Ventilatorbetrieb im Jahr
  4. 4.Welches Lastprofil gilt für ein Sägewerk?
  5. 5.Nachgerechnet: Sägewerk mit 270.000 kWh
  6. 6.Das Wochenende: die Trockenkammer nimmt den Solarstrom ab
  7. 7.Trocknungslastig oder sägelastig: drei Betriebe im Vergleich
  8. 8.Speicher im Sägewerk: 100 kWh an 100 kWp
  9. 9.So planst du die Solaranlage für das Sägewerk
  10. 10.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  11. 11.Häufige Fragen zu PV im Sägewerk

Ein Sägewerk hat zwei Stromverbraucher, die sich kaum ähnlicher sein könnten: die Sägelinie, die werktags in einer Schicht läuft und hohe Spitzen zieht, und die Trockenkammer, deren Ventilatoren Tag und Nacht, werktags wie sonntags, Luft durch die Holzstapel drücken. Für eine Solaranlage auf der Hallendachfläche ist die Trockenkammer der interessantere Abnehmer, weil sie auch den Solarstrom vom Samstag und Sonntag aufnimmt.

Dieser Ratgeber sammelt die veröffentlichten Stromkennzahlen für Sägereien und Trockenkammern aus der Schweiz und Österreich, rechnet einen gemessenen Betrieb mit 270.000 kWh gegen die stündliche PVGIS-Ertragsreihe von Freudenstadt durch und vergleicht drei Betriebe mit unterschiedlich viel Trocknung.

Kurz gesagt: Sägereien brauchen laut Messungen 6 bis 21 kWh Strom je Festmeter Einschnitt; eine Trockenkammer läuft oft 8.000 Stunden im Jahr. In unserem Modell eines Betriebs mit 270.000 kWh nutzt eine Anlage mit 100 kWp 77,2 % ihres Stroms selbst. Ohne Trockenkammer wären es 63,9 %, am Wochenende sogar nur 12,7 statt 39,1 %.

Sägeindustrie in Deutschland: rund 28 Millionen Festmeter Einschnitt

Die deutschen Nadelholzsägewerke mit mehr als 50.000 fm Jahreseinschnitt haben 2025 rund 28 Mio. fm Rundholz eingeschnitten, 2024 waren es rund 29,9 Mio. fm. Das ergab die jährliche Erhebung des Holzkurier (05.03.2026) aus Unternehmensangaben und Schätzungen. Bei 32 % der Unternehmen, die Zahlen gemeldet haben, lag der Einschnitt 2025 unter dem Vorjahr.

Ein Festmeter ist ein Kubikmeter Rundholz. Die Einheit ist für die Stromrechnung wichtig, weil die Kennzahlen der Branche fast immer in kWh je Festmeter angegeben werden. Kleine und mittlere Betriebe unter 50.000 fm tauchen in dieser Erhebung nicht auf; für sie sind die Messungen aus der Schweiz und Oberösterreich die bessere Vergleichsbasis.

Wofür ein Sägewerk Strom braucht: 6 bis 21 kWh je Festmeter

Die gründlichste frei zugängliche Messung stammt aus dem Schweizer Impulsprogramm RAVEL: „Energiesparmöglichkeiten in Sägereien“ von Rolf Gloor, 1996. Die Sägereien der Schweiz brauchten damals für rund 2 Millionen Festmeter etwa 60 Millionen kWh Strom im Jahr. Im Bereich Sägerei lag der spezifische Verbrauch der untersuchten Betriebe bei 6 bis 21 kWh/fm, also um den Faktor 4 auseinander.

Die Studie des Oberösterreichischen Energiesparverbands und der Wirtschaftskammer OÖ (Preise noch in Schilling) kommt auf 12 bis 19 kWh/fm im Bereich Sägerei, der Mittelwert liegt bei 16 kWh/fm. Einen Zusammenhang mit der Produktionsmenge fanden die Autoren nicht.

Wohin der Strom geht, fasst energie.ch aus 14 Betriebsanalysen zusammen: Etwa die Hälfte entfällt auf die Ventilatoren der Holztrocknung und die Heizung, nur etwa 10 % auf die eigentliche Holzbearbeitung, weitere 10 % auf Maschinenverluste und rund 20 % auf die Entsorgung von Sägemehl und Resten. Inklusive Trocknung nennt energie.ch einen Durchschnitt von 25 kWh/fm und einen Zielwert von 12 kWh/fm.

Vorsicht bei der Nennleistung: Die RAVEL-Messungen zeigen, dass die mittlere Leistungsaufnahme unter Last oft weniger als die Hälfte der Nennleistung der Motoren betrug, und dass viele Anlagen oft im Leerlauf liefen. Ein typischer Fehler ist, die Solaranlage nach der Summe der Typenschilder auszulegen; dann rechnet sie mit einer Last, die es nicht gibt. Lies stattdessen den Zählerstand monatlich ab oder frag beim Netzbetreiber die Lastgangdaten an.

Die Trockenkammer: 8.000 Stunden Ventilatorbetrieb im Jahr

In einer Trockenkammer wird das Holz bei 50 bis 70 °C getrocknet. Nach energie.ch laufen Trockenkammern oft 8.000 Stunden im Jahr; die Wärme liefert in der Regel eine Holzheizung mit den eigenen Holzabfällen. Den Strom brauchen die Umluftventilatoren. Als Kennwerte nennt energie.ch eine Ventilatorleistung von 150 W/m³ Kammervolumen im Durchschnitt und 100 W/m³ als Ziel sowie 30 kWh/m³ Fichtenholz im Durchschnitt und 15 kWh/m³ als Ziel.

Die Schwankungen sind groß. In den drei RAVEL-Betrieben kostete das Trocknen je Kubikmeter 26, 54 und 90 kWh Strom. Der größte Hebel ist die Drehzahl: Unter 25 % Holzfeuchte lassen sich die Ventilatoren drosseln, und eine halbe Drehzahl senkt die Ventilatorleistung laut energie.ch um den Faktor 8.

Das Infoblatt Holztrocknung von WIN Steiermark (2006) hält fest, dass der Energiebedarf der Trocknung im Sommer bis zu 20 % niedriger ist als im Winter. Das betrifft vor allem die Wärme, nicht zwingend den Ventilatorstrom. Für die Solaranlage heißt das: Die Kammer nimmt im Sommer nicht weniger Strom ab, nur weil die Heizung weniger arbeitet.

Wärme und Strom trennen: Die Trocknungswärme lag in Oberösterreich zwischen 180 und 800 kWh/m³ und kommt meist kostenlos aus Resthölzern. Eine Solaranlage ersetzt davon nichts. Sie ersetzt den Strom für Ventilatoren, Pumpen und Säge, und nur mit diesem Strom solltest du rechnen.

Welches Lastprofil gilt für ein Sägewerk?

Die BDEW-Zuordnung M-24/2000 ordnet „Sägewerk“ und „Holzbearbeitung“ dem Profil G1 zu, dem Gewerbe mit Betrieb werktags von 8 bis 18 Uhr. Das trifft die Sägelinie, aber nicht die Trockenkammer, die rund um die Uhr läuft. Wir haben deshalb einen eigenen Lastgang aus den RAVEL-Messungen gebaut und ihn mit G1 verglichen.

Grundlage ist RAVEL-Betrieb 1 mit 6.600 fm Einschnitt und 270.000 kWh Jahresverbrauch. Die Trocknungsanlage lief dort 7.800 Stunden mit 12 kW und brauchte 93.600 kWh. Die Heizung kam auf 14.700 kWh, „Diverse“ auf 22.327 kWh. Den Rest von 139.373 kWh für Säge, Entsorgung und Nachbearbeitung legen wir auf die Werktage von 7 bis 16 Uhr, das sind 2268 Stunden im Jahr und im Mittel 61,5 kW.

Die Solaranlage steht im Modell in Freudenstadt nach Süden mit 35 Grad Neigung; ein kWp liefert laut PVGIS 5.3 im Wetterjahr 2020 1175,3 kWh. Die Trockenkammer verteilen wir gleichmäßig auf alle Stunden. Eine Variante mit 41 Tagen Stillstand im Winter und 12 kW im Rest des Jahres ändert den Eigenverbrauch bei 100 kWp nur von 77,2 auf 77,8 %.

Balkendiagramm: Eigenverbrauch bei 100 kWp. Modell mit Trockenkammer 77,2 Prozent, Standardprofil G1 75,3 Prozent, ohne Trockenkammer 63,9 Prozent.
G1 trifft den Betrieb mit Trockenkammer recht gut, ohne Kammer sinkt der Eigenverbrauch deutlich. · Foto: Eigene Grafik

Nachgerechnet: Sägewerk mit 270.000 kWh

Lastgang50 kWp EVDeckung100 kWp EVDeckung150 kWp EVDeckung200 kWp EVDeckung
Modell mit Trockenkammer, 270.000 kWh87,7 %19,1 %77,2 %33,6 %64,6 %42,1 %53,7 %46,8 %
Standardprofil G1, 270.000 kWh81,7 %17,8 %75,3 %32,8 %66,2 %43,2 %57,0 %49,6 %
ohne Trockenkammer, 176.400 kWh70,9 %23,6 %63,9 %42,6 %51,6 %51,6 %42,7 %56,9 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3 und den RAVEL-Messwerten von Betrieb 1.

G1 liegt beim Eigenverbrauch nah an unserem Modell: bei 100 kWp 75,3 gegen 77,2 %. Für einen Betrieb dieser Größe ist ein Angebot auf G1-Basis also kein grober Fehler. Größer wird der Abstand erst bei 200 kWp, wo G1 57,0 % und das Modell 53,7 % zeigt.

Deutlich ist dagegen der Unterschied zum Betrieb ohne Trockenkammer. Derselbe Betrieb ohne Kammer braucht 176.400 kWh und nutzt von 100 kWp nur 63,9 % selbst. Die Trockenkammer allein nimmt bei 100 kWp 16,7 % ihres Jahresstroms aus der Solaranlage, bei 200 kWp 27,7 %.

Das Wochenende: die Trockenkammer nimmt den Solarstrom ab

Auf Samstage, Sonntage und Feiertage entfielen im Wetterjahr 2020 31,5 % des Solarertrags in Freudenstadt. In einem Betrieb, der nur werktags sägt, geht dieser Strom fast vollständig ins Netz. Mit Trockenkammer nutzt Betrieb 1 bei 100 kWp am Wochenende 39,1 % selbst, ohne Kammer 12,7 %.

In der Praxis ist das der Punkt, an dem sich ein Angebot für ein Sägewerk von einem für eine Schreinerei unterscheiden sollte: Die Kammer ist eine Grundlast, wie sie sonst ein Serverraum hat. Häufig unterschätzt wird genau dieser Wochenendbedarf: Wer die Anlage nur nach der Sägelinie bemisst, verschenkt diesen Abnehmer.

Trocknung in den Sommer legen: Laut energie.ch trocknet Holz in gut belüfteten Stapeln im Freien von März bis August etwa dreimal schneller als im Herbst. Wer Kammerchargen und Freilufttrocknung plant, sollte prüfen, ob sich die Kammerlaufzeit zumindest nicht aus dem Sommer herausverschiebt, wenn die Solaranlage den meisten Strom liefert.
Balkendiagramm: Eigenverbrauch am Wochenende bei 100 kWp. Betrieb 1 mit Trockenkammer 39,1 Prozent, Betrieb 2 30,6 Prozent, Betrieb 1 ohne Trockenkammer 12,7 Prozent, Betrieb 3 10,9 Prozent.
Am Wochenende entscheidet die Trockenkammer, ob der Solarstrom im Betrieb bleibt. · Foto: Eigene Grafik
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Trocknungslastig oder sägelastig: drei Betriebe im Vergleich

Die drei RAVEL-Betriebe unterscheiden sich stark. Betrieb 2 brauchte 65 % seines Stroms für das Trocknen, Betrieb 3 dagegen 70 % für die Sägerei mit einer Gattersäge. Wir haben alle drei mit demselben Verfahren und derselben Anlage mit 100 kWp gerechnet.

RAVEL-BetriebVerbrauchTrocknenSägerei100 kWp EVDeckungEV am Wochenende
Betrieb 1, Blockband270.000 kWh93.600 kWh Anlage, 108.300 kWh gesamt46 %77,2 %33,6 %39,1 %
Betrieb 2, Gatter138.796 kWh90.464 kWh (65 %)26 %51,4 %43,5 %30,6 %
Betrieb 3, Gatter125.000 kWh25.600 kWh (20 %)70 %54,1 %50,9 %10,9 %

Der Jahreswert beim Eigenverbrauch liegt für Betrieb 2 und 3 fast gleich, 51,4 gegen 54,1 %. Der Unterschied zeigt sich am Wochenende: 30,6 % im trocknungslastigen Betrieb, 10,9 % im sägelastigen. Betrieb 3 nimmt dafür unter der Woche mehr ab und erreicht mit 50,9 % die höhere Deckung, weil sein Verbrauch mit 125.000 kWh kleiner ist.

Speicher im Sägewerk: 100 kWh an 100 kWp

Ein Batteriespeicher mit 100 kWh Kapazität hebt den Eigenverbrauch in Betrieb 1 bei 100 kWp von 77,2 auf 88,1 % und die Deckung von 33,6 auf 38,3 %. Mehr Module bringen hier mehr: 150 kWp ohne Speicher decken 42,1 %, 150 kWp mit 100 kWh 50,3 %. Die Rechnung ist ohne Lade- und Entladeverluste gemacht. Wie viele Ladezyklen der Speicher im Jahr erreicht und ob er einen eigenen Wechselrichter braucht, gehört ins Angebot.

Ein zweiter Grund für einen Speicher ist die Spitzenlast. Betrieb 1 hatte laut RAVEL eine Spitze von 160 kW, und in der oberösterreichischen Studie lag der Anteil der Leistungskosten an den Stromkosten im Mittel bei 50 %. Wie viel ein Speicher davon abschneiden kann, hängt am gemessenen Lastgang und am Tarif; das haben wir nicht gerechnet. Die Grundlagen stehen im Ratgeber Speichergröße berechnen.

Nachteil der Kennzahlen: Die RAVEL-Messungen stammen von 1996, die oberösterreichische Studie aus der Schilling-Zeit. Moderne Sägelinien mit Frequenzumrichtern und drehzahlgeregelten Kammerventilatoren brauchen weniger. Die Aufteilung zwischen Säge und Trocknung ist für die Solaranlage wichtiger als der absolute Wert, und die liefert nur dein eigener Zähler.
Balkendiagramm: Deckung von Betrieb 1. 100 kWp 33,6 Prozent, mit 100 kWh Speicher 38,3 Prozent, 150 kWp 42,1 Prozent, 150 kWp mit 100 kWh 50,3 Prozent.
Zusätzliche Module heben die Deckung stärker als der Speicher. · Foto: Eigene Grafik
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So planst du die Solaranlage für das Sägewerk

1 Schritt für Schritt
  1. Lastgang besorgen: Viertelstundenwerte beim Netzbetreiber anfragen, bei Leistungsmessung liegen sie meist vor.
  2. Trockenkammer trennen: Laufzeit und Ventilatorleistung jeder Kammer laut Datenblatt notieren, am besten mit eigenem Zähler.
  3. Sägelinie einordnen: Schichtzeiten, Leerlauf und die Spitze beim Anlauf erfassen.
  4. Dachflächen prüfen: Hallendächer, Statik und Staubbelastung durch Sägemehl.
  5. Anlage nach Grundlast auslegen: Trockenkammer plus Wochenendbedarf bestimmen, wie viel am Samstag und Sonntag abgenommen wird.
  6. Im Angebot nachsehen: Rechnet es mit G1, mit dem Jahreswert oder mit deinem Lastgang?

Weitere Hebel für den Eigenverbrauch beschreibt der Ratgeber Eigenverbrauch optimieren. Ob sich bei sehr großen Dachflächen eine Teil- oder Volleinspeisung lohnt, klärt Eigenverbrauch oder Volleinspeisung. Eine vergleichbare Saisonlast mit Gebläsen zeigt der Ratgeber zur Tabaktrocknung, einen Handwerksbetrieb mit Tageslast die Kfz-Werkstatt.

Vor der Anfrage klären
  • Wie viele Festmeter schneidet der Betrieb im Jahr ein?
  • Wie viele Trockenkammern gibt es, und wie viele Stunden laufen sie?
  • Werden die Kammerventilatoren in der zweiten Trocknungsphase gedrosselt?
  • Wie hoch ist die Spitzenlast, und wie wird sie abgerechnet?
  • Wird am Wochenende getrocknet, gesägt oder gar nicht gearbeitet?
  • Welche Hallendächer tragen Module?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Aktuelle, frei zugängliche Stromkennzahlen für deutsche Sägewerke haben wir nicht gefunden; die zitierten Messungen stammen aus der Schweiz und Oberösterreich und sind Jahrzehnte alt. Einen gemessenen Stundenlastgang einer Trockenkammer gibt es in keiner der Quellen, unser Modell verteilt den Jahresstrom gleichmäßig. Zur Leistungspreisersparnis durch einen Speicher und zu aktuellen Strompreisen für Sägewerke haben wir nichts gerechnet. Stand: 14.09.2026.

Häufige Fragen zu PV im Sägewerk

Wie viel Strom braucht ein Sägewerk je Festmeter? +
Im Bereich Sägerei 6 bis 21 kWh/fm laut RAVEL-Messung von 1996, 12 bis 19 kWh/fm laut oberösterreichischer Studie. Inklusive Trocknung nennt energie.ch einen Durchschnitt von 25 kWh/fm.
Wie viel Strom braucht eine Trockenkammer? +
Laut energie.ch im Durchschnitt 30 kWh je Kubikmeter Fichtenholz, Zielwert 15 kWh/m³. In den RAVEL-Betrieben lagen die Werte bei 26, 54 und 90 kWh/m³.
Lohnt sich PV im Sägewerk mit Trockenkammer mehr als ohne? +
Beim Eigenverbrauch ja. Im Modell nutzt Betrieb 1 bei 100 kWp 77,2 % selbst, ohne Trockenkammer 63,9 %.
Welches Lastprofil gilt für ein Sägewerk? +
Laut BDEW-Zuordnung G1. Im Modell mit Trockenkammer liegt G1 beim Eigenverbrauch nah an der eigenen Rechnung, bei 100 kWp 75,3 gegen 77,2 %.
Ersetzt die Solaranlage die Wärme für die Holztrocknung? +
Nein. Die Wärme kommt meist aus Resthölzern; die Solaranlage liefert nur Strom für Ventilatoren, Pumpen und Maschinen.
Lohnt sich ein Speicher im Sägewerk? +
Im Modell hebt ein Speicher mit 100 kWh an 100 kWp die Deckung von 33,6 auf 38,3 %. Ein möglicher Zusatznutzen bei der Spitzenlast hängt vom Tarif ab.
Was bringt die Trockenkammer am Wochenende? +
Sie nimmt Solarstrom ab, wenn die Säge steht. Bei 100 kWp steigt der Eigenverbrauch am Wochenende im Modell von 12,7 auf 39,1 %.