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Putenaufzucht und PV: Lüftung, Durchgänge und Eigenverbrauch im Stall

Durchgänge, Licht, Lüftung: Vorgaben aus Eckwerten und Tierschutzdienst und ein Aufzuchtstall mit 13.500 kWh gegen PVGIS und eine LfL-Messung gerechnet.

⏱️ 11 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 14. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 13 Abschnitte
  1. 1.Wie viel Strom ein Putenaufzuchtstall braucht
  2. 2.Aufzucht in Durchgängen: der Takt des Stalls
  3. 3.Licht und Lüftung: was Eckwerte und Tierschutzdienst verlangen
  4. 4.Welches Lastprofil passt zur Putenaufzucht?
  5. 5.Nachgerechnet: Aufzuchtstall mit 13.500 kWh
  6. 6.Ostdach oder Süddach?
  7. 7.Die Gegenprobe: Messung der LfL im Sommer 2015
  8. 8.Speicher für Morgen und Abend
  9. 9.Solaranlage statt neuem Kabel
  10. 10.So planst du die Solaranlage für den Putenstall
  11. 11.Checkliste für Putenhalter
  12. 12.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  13. 13.Häufige Fragen zu PV in der Putenaufzucht

Ein Putenaufzuchtstall arbeitet in Durchgängen: Eintagsküken kommen in einen vorgeheizten Stall, wachsen einige Wochen heran und ziehen dann in den Maststall um, danach wird gereinigt und neu eingestallt. Die Wärme für die Küken liefern meist Gasstrahler, den Strom brauchen Lüftung, Licht und Fütterung. Die Lüftung läuft dann am stärksten, wenn die Tiere groß sind und draußen die Sonne scheint.

Dieser Ratgeber sammelt die belegten Vorgaben zur Putenaufzucht, rechnet einen Aufzuchtstall mit 13.500 kWh gegen stündliche Ertrags- und Temperaturreihen für ein Ost- und ein Süddach durch und vergleicht das Ergebnis mit einer veröffentlichten Messung aus Mittelfranken. Dabei zeigt sich ein Widerspruch in der Messung, den wir offen benennen.

Kurz gesagt: Ein Aufzuchtstall für Jungputen in Bayern braucht laut LfL 13.500 kWh im Jahr. Eine Anlage mit 10 kWp auf dem Ostdach nutzt davon in unserem Modell 54,4 % ihres Stroms selbst und deckt 37,4 % des Stallbedarfs. Nach Süden sind es 49,0 und 40,9 %. Ein Speicher mit 10 kWh hebt die Deckung am Ostdach auf 50,1 %.

Wie viel Strom ein Putenaufzuchtstall braucht

Die LfL-Information „Energieeffizienz und Solarstromnutzung in der Landwirtschaft“ (1. Auflage, August 2016) beschreibt im Kapitel 7 einen Ackerbaubetrieb mit Putenaufzucht und Putenmast aus dem Bereich des AELF Uffenheim. Der Aufzuchtstall für Jungputen am Ortsrand braucht jährlich 13.500 kWh Strom. Im Sommer laufen in den Putenställen zusätzliche Großraumlüfter, um die Stalltemperatur auszugleichen.

Wie viele Tiere in dem Stall stehen, nennt die LfL nicht. Einen Eindruck von der Größe der Branche gibt die Antwort der Bundesregierung vom 13.02.2023 (BT-Drs. 20/5682): Zum Stichtag 1. März 2020 wurden in Deutschland 11,6 Millionen Truthühner gehalten, etwa 7 % des Geflügelbestands von 173,2 Millionen Tieren. Geschlachtet wurden im selben Jahr rund 34,9 Millionen.

Die Wärme ist in dieser Rechnung nicht enthalten. Laut den Mindestanforderungen des Tierschutzdienstes Niedersachsen hängt über jedem Kükenring ein Gasstrahler als Wärmequelle. Wer mit Wärmepumpe oder elektrischen Strahlern heizt, hat einen ganz anderen Lastgang.

Aufzucht in Durchgängen: der Takt des Stalls

Die Aufzuchtphase beginnt laut Tierschutzdienst mit der Einstallung der Eintagsküken und dauert bis zu 6 Wochen. In etwa 80 % der Betriebe, die das Papier beschreibt, werden Hahnen- und Hennenküken im selben Gebäude aufgezogen, die Hähne mit 4 bis 6 Wochen in einen Maststall umgestallt. Die Hennen bleiben und sind mit 16 Wochen und 9 bis 10 kg schlachtreif, die Hähne mit 21 bis 22 Wochen und 18 bis 20 kg. Daraus ergeben sich 2,7 Mastdurchgänge im Jahr.

Vor jedem Durchgang wird geheizt. Die Bundeseinheitlichen Eckwerte zur Haltung von Mastputen (März 2013) nennen 24 bis 48 Stunden Aufheizen vor der Einstallung, je nach Jahreszeit, und bei ringloser Aufzucht 33 bis 36 °C im gesamten Stallgebäude. Laut Tierschutzdienst sollen es in der ersten Woche am Rand der Wärmezone 33 bis 35 °C sein, danach wöchentlich 2 bis 3 °C weniger.

Durchgänge aufschreiben: Notiere für ein Jahr Einstalltag, Umstalltag und Leerstand jedes Durchgangs und daneben den Zählerstand. So siehst du, wie viel Strom ein belegter Stall am Tag braucht und wie wenig im Leerstand anfällt. Diese Liste ersetzt für die Planung kein Lastgangprofil, zeigt aber schon, ob die großen Tiere im Sommer oder im Winter stehen.

Licht und Lüftung: was Eckwerte und Tierschutzdienst verlangen

Laut Tierschutzdienst muss spätestens ab dem 14. Lebenstag nachts eine Dunkelphase von 8 Stunden eingehalten werden, im Tierbereich sollen mindestens 20 Lux herrschen. Die Eckwerte verlangen mindestens 20 lx in Augenhöhe der Tiere; die Dunkelperiode soll sich am natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus orientieren und bei Abweichungen möglichst mindestens acht Stunden dauern.

Für die Lüftung verweisen die Eckwerte auf die DIN 18910: Unter Hitzebedingungen soll der Stall in der Endmast nicht mehr als 3 °C wärmer sein als die Außenluft. In Offenställen reicht bei schwüler Hitze die Thermik nicht; dann sind zusätzliche Ventilatoren nötig, etwa ein Deckenumluftventilator mit 35.000 m³/h für rund 200 m² Stallfläche. In geschlossenen Ställen ist die Unterdrucklüftung laut Eckwerten am weitesten verbreitet.

Vorsicht bei der Dachwahl: Der LfL-Betrieb hat die Module bewusst aufs Ostdach gelegt, weil auf der Westseite die Lüftungskamine stehen. Abluftkamine werfen Schatten, und die Stallabluft verschmutzt die Module. Prüfe vor der Planung, wo die Abluft austritt, und schau dir die Dachfläche daneben nach Staub- und Kotablagerungen an.

Welches Lastprofil passt zur Putenaufzucht?

Die BDEW-Zuordnung M-24/2000 führt „Geflügelzucht, -Mästerei“ unter L1 oder L2, L2 für andere Tiere als Milchvieh. Wir vergleichen deshalb mit L2. Das Profil kennt weder Leerstand noch wachsende Tiere. Wie derselbe Vergleich bei Legehennen und in der Hähnchenmast ausgeht, zeigen die Ratgeber zum Legehennenstall und zur Hähnchenmast.

Nachgerechnet: Aufzuchtstall mit 13.500 kWh

Die Ertragsreihen stammen aus PVGIS 5.3 für Würzburg, rund 40 km von Uffenheim entfernt, mit 14 Prozent Verlusten, Wetterjahr 2020, umgerechnet auf mitteleuropäische Zeit: Süd mit 35 Grad Neigung 1127,9 kWh je kWp, Ost mit 25 Grad 928,6 kWh je kWp. Die Neigung des LfL-Stalldachs ist nicht angegeben, 25 Grad sind unsere Annahme.

Unsere weiteren Annahmen: Jeder Durchgang dauert 42 Tage, danach steht der Stall 7 Tage leer, das ergibt 7,5 Durchgänge und 49 Leertage im Jahr. Die Lüftung wächst mit dem Alter der Tiere und steigt zwischen 5 und 26 °C Außentemperatur. Licht brennt bis zum 14. Lebenstag 22 Stunden, danach von 4 bis 20 Uhr. Für die Anteile gibt es keine Quelle; wir rechnen mit 74 % Lüftung wie im LfL-Legehennenstall und zum Vergleich mit 50 %.

Stall, 13.500 kWh10 kWp Ost EVDeckung10 kWp Süd EVDeckung20 kWp Süd EVDeckung
Lüftung 74 %, nach Temperatur und Alter54,4 %37,4 %49,0 %40,9 %29,1 %48,6 %
Lüftung 50 %, nach Temperatur und Alter56,7 %39,0 %51,1 %42,7 %30,2 %50,5 %
Lüftung 74 %, nur nach Alter48,5 %33,4 %42,9 %35,8 %25,1 %41,9 %
Standardprofil L252,3 %36,0 %45,7 %38,2 %26,7 %44,6 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3, Würzburg, Wetterjahr 2020; EV ist der selbst genutzte Anteil des Solarstroms, Deckung der Anteil des Stallstroms aus der Anlage.

Ob die Lüftung 74 oder 50 % des Stroms zieht, verschiebt das Ergebnis bei 10 kWp Ost nur um 2,3 Prozentpunkte. Wichtiger ist, ob sie der Außentemperatur folgt: Ohne Temperaturbezug sinkt der Eigenverbrauch auf 48,5 %. Das Standardprofil L2 liegt mit 52,3 % dazwischen. Die höchste Stundenlast im Modell beträgt 6,1 kW; 31,9 % des Stroms fallen zwischen 20 und 6 Uhr an.

Balkendiagramm: Aufzuchtstall mit 13.500 kWh und 10 kWp. Ost Eigenverbrauch 54,4 Prozent, Süd Eigenverbrauch 49,0 Prozent, Süd Deckung 40,9 Prozent, Ost Deckung 37,4 Prozent.
Ost nutzt mehr selbst, Süd deckt mehr. · Foto: Eigene Grafik

Ostdach oder Süddach?

Das Ostdach liefert in Würzburg 17,7 % weniger Strom je kWp als das Süddach. Weil der Stall morgens schon Licht und Lüftung braucht, nutzt er den Oststrom trotzdem zu einem größeren Teil selbst: 54,4 statt 49,0 %. Die Deckung ist nach Süden aber höher, 40,9 statt 37,4 %, weil insgesamt mehr Strom ankommt.

In der Praxis entscheidet oft das Dach selbst. Beim LfL-Betrieb waren es die Lüftungskamine auf der Westseite. Eine Anlage mit 20 kWp nach Süden deckt im Modell 48,6 % des Stallstroms, nutzt aber nur noch 29,1 % selbst.

Die Gegenprobe: Messung der LfL im Sommer 2015

Am 24. Juli 2015 ging auf dem Ostdach des Aufzuchtstalls eine Anlage mit 10 kWp in Betrieb. Bis zum 16. September 2015 erzeugte sie laut LfL 3.807 kWh, davon wurden 2.363 kWh eingespeist und 1.444 kWh im Stall verbraucht, ein Eigenstromanteil von 38 %.

Diese Zahlen passen nicht zusammen. 3.807 kWh in 55 Tagen sind 6,9 kWh je kWp am Tag. Unsere Ostreihe liefert im selben Zeitraum des Jahres 2020 mit 10 kWp 1.949 kWh, das sind 3,5 kWh je kWp; selbst nach Süden wären es 2.238 kWh. Die Anlage mit 29,58 kWp auf den anderen Gebäuden desselben Betriebs kam vom 22.07. bis 15.09.2015 auf 6.211 kWh, rund 3,7 kWh je kWp am Tag. Ob die Leistung des Stalldachs oder der Ertrag falsch angegeben ist, lässt sich aus der Veröffentlichung nicht klären.

Vergleichbar ist dagegen der selbst verbrauchte Strom. Im Modell nimmt der Stall im Messzeitraum 1.286 kWh Solarstrom ab, bei 50 % Lüftungsanteil 1.255 kWh, mit L2 914 kWh. Gemessen wurden 1.444 kWh. Der Stall braucht in diesen 55 Tagen im Modell 3.497 kWh, der Solarstrom deckt davon im Modell gut ein Drittel.

Typischer Fehler: den Eigenverbrauchsanteil aus einer Sommermessung übernehmen. Die 38 % der LfL gelten für acht Wochen im Hochsommer mit einem Ertrag, der zu 10 kWp nicht passt. Frag bei jeder Prognose nach, für welchen Zeitraum und welche Anlagengröße sie gilt, und lass dir den Jahreswert zeigen.
Balkendiagramm: Messzeitraum 24. Juli bis 16. September mit 10 kWp Ost. Ertrag laut LfL 3.807 kWh, im Modell 1.949 kWh; selbst verbraucht laut LfL 1.444 kWh, im Modell 1.286 kWh.
Der gemeldete Ertrag passt nicht zu 10 kWp, der Eigenverbrauch schon eher. · Foto: Eigene Grafik
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Speicher für Morgen und Abend

Licht und Lüftung laufen auch vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang. Die LfL nennt für den Betrieb einen Stromspeicher als mittelfristiges Ziel.

Lüftung 74 %EV ohne SpeicherDeckung ohne SpeicherEV mit 10 kWhDeckung mit 10 kWh
10 kWp Ost54,4 %37,4 %72,8 %50,1 %
10 kWp Süd49,0 %40,9 %67,8 %56,6 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3, Würzburg, Wetterjahr 2020, ohne Lade- und Entladeverluste. Im Leerstand zwischen den Durchgängen findet der Speicher kaum Abnehmer. Ein Batteriespeicher mit 10 kWh Kapazität gibt am Ostdach im Modell 1.710 kWh im Jahr ab, das entspricht rund 171 vollen Ladezyklen. Ob der vorhandene Wechselrichter einen Speicher aufnehmen kann oder ein zweites Gerät nötig ist, klärt der Installateur. Wie du die Größe aus dem gemessenen Lastgang ableitest, zeigt der Ratgeber zur Speichergröße.

Balkendiagramm: Deckung des Stallstroms mit 10 kWp. Ost ohne Speicher 37,4 Prozent, mit 10 kWh 50,1 Prozent; Süd ohne Speicher 40,9 Prozent, mit 10 kWh 56,6 Prozent.
Der Speicher bedient Licht und Lüftung am Abend. · Foto: Eigene Grafik

Solaranlage statt neuem Kabel

Den Anlass für die Beratung gab im LfL-Beispiel nicht der Putenstall, sondern eine neue Getreideannahme mit Silos und Belüftung. Der Netzbetreiber teilte mit, dass der Hausanschluss danach nicht mehr ausreiche; ein neues Kabel ab der Trafostation hätte der Landwirt mit 30.000 € selbst bezahlen müssen.

Empfohlen wurde stattdessen eine Anlage mit möglichst hohem Eigenverbrauch, aufgeteilt auf 12,75 kWp nach Süden und 16,83 kWp nach Westen mit 25 Grad Neigung, damit sie über mehr Stunden am Tag Strom liefert. Vom 22.07. bis 15.09.2015 verbrauchte der Betrieb von 6.211 kWh selbst 3.016 kWh, also 48,6 %. Wie die Lastspitzen der Getreidebelüftung liegen, beschreibt der Ratgeber zur Getreidetrocknung.

Ob eine Solaranlage einen zu schwachen Netzanschluss wirklich entlastet, hängt an der Uhrzeit der Spitzen. Nachts und bei Bewölkung hilft sie nicht; das muss der Netzbetreiber bestätigen.

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So planst du die Solaranlage für den Putenstall

1 Schritt für Schritt
  1. Stromverbrauch je Stall trennen: Zwischenzähler für Aufzucht, Mast und Getreidelager.
  2. Durchgänge erfassen: Einstallen, Umstallen, Leerstand, dazu monatliche Zählerstände.
  3. Ventilatoren prüfen: Anzahl und Leistung auf dem Typenschild, Steuerung nach Temperatur oder fest.
  4. Dach wählen: Lage der Abluftkamine, Verschattung und Verschmutzung prüfen.
  5. Lastgang anfordern: Viertelstundenwerte über mindestens einen Durchgang im Sommer.
  6. Anlage und Speicher auslegen: mit dem Jahreswert, nicht mit einer Sommerwoche.
Heizung mitdenken: Wer die Gasstrahler später durch elektrische Wärme ersetzen will, verschiebt den Strombedarf in die ersten Tage jedes Durchgangs und in den Winter. Plane die Anlage erst, wenn diese Entscheidung gefallen ist. Ob sich dann eher Eigenverbrauch oder Volleinspeisung lohnt, ergibt der neue Lastgang.

Checkliste für Putenhalter

Vor der Anfrage klären
  • Wie viel Strom braucht der Aufzuchtstall im Jahr, getrennt vom Maststall?
  • Wie lange dauert ein Durchgang, und wie lange steht der Stall leer?
  • Womit wird geheizt: Gasstrahler, Warmwasser oder Strom?
  • Wie viele Ventilatoren laufen, und folgen sie der Temperatur?
  • Auf welcher Dachseite stehen die Abluftkamine?
  • Für welchen Zeitraum gilt die Eigenverbrauchsprognose im Angebot?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Wie sich die 13.500 kWh auf Lüftung, Licht und Fütterung verteilen, nennt die LfL nicht, ebenso wenig die Tierzahl, die Dachneigung und die Dauer des Leerstands. Diese Werte haben wir angenommen. Die Messung vom Sommer 2015 enthält einen Ertrag, der zu 10 kWp nicht passt; wir konnten den Fehler nicht zuordnen.

Die Schwäche des Modells: Es kennt nur einen Stall mit gleichmäßigen Durchgängen, keine Hähne und Hennen in getrennten Abteilen und keine Großraumlüfter, die an heißen Tagen dazugeschaltet werden. Das Papier des Tierschutzdienstes trägt kein Datum; die Eckwerte stammen vom März 2013. Alle verlinkten Quellen: Abruf am 14.09.2026.

Häufige Fragen zu PV in der Putenaufzucht

Wie viel Strom braucht ein Putenaufzuchtstall? +
Im LfL-Beispiel aus Mittelfranken 13.500 kWh im Jahr. Die Tierzahl ist nicht angegeben, die Wärme kommt meist aus Gasstrahlern und ist nicht enthalten.
Wie lange dauert die Putenaufzucht? +
Laut Tierschutzdienst Niedersachsen bis zu 6 Wochen; die Hähne werden mit 4 bis 6 Wochen in den Maststall umgestallt.
Wie viel Solarstrom nutzt ein Putenstall selbst? +
Im Modell mit 10 kWp auf dem Ostdach 54,4 %, nach Süden 49,0 %. Die LfL maß im Sommer 2015 38 % bei einem Ertrag, der zu 10 kWp nicht passt.
Ist ein Ostdach für den Putenstall schlechter? +
Es liefert 17,7 % weniger Strom je kWp, der Stall nutzt ihn aber zu einem größeren Teil selbst. Entscheidend sind oft Abluftkamine und Verschattung.
Wie lange muss es im Putenstall dunkel sein? +
Spätestens ab dem 14. Lebenstag 8 Stunden in der Nacht, so der Tierschutzdienst; die Eckwerte nennen möglichst mindestens acht Stunden.
Lohnt sich ein Speicher im Putenstall? +
Mit 10 kWh an 10 kWp Ost steigt die Deckung im Modell von 37,4 auf 50,1 %. Im Leerstand bleibt er ungenutzt.
Welches Lastprofil gilt für Puten? +
M-24 ordnet Geflügelzucht und -mast L1 oder L2 zu. L2 ergibt bei 10 kWp Ost 52,3 % Eigenverbrauch.