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Hopfentrocknung und PV: Darre, Pflückmaschine und Lastgang in der Ernte

Heizöl, Gebläse, Pflückmaschine: Kennzahlen der LfL zur Hopfentrocknung und ein Betrieb mit 20 ha in 18 Erntetagen gegen L0 und PVGIS gerechnet.

⏱️ 11 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 14. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 13 Abschnitte
  1. 1.Wie viel Energie die Hopfentrocknung braucht
  2. 2.Wo in der Ernte Strom gebraucht wird
  3. 3.Welches Lastprofil für Hopfenbetriebe gilt
  4. 4.Nachgerechnet: 20 Hektar in 18 Erntetagen
  5. 5.Warum das Standardprofil dreimal zu viel Eigenverbrauch verspricht
  6. 6.Pflücken mittags, trocknen am Vormittag
  7. 7.Die Wärme ist der größere Posten
  8. 8.Bringt ein Speicher etwas?
  9. 9.Agri-PV über dem Hopfengarten
  10. 10.So planst du die Solaranlage für einen Hopfenbetrieb
  11. 11.Checkliste für Hopfenbetriebe
  12. 12.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  13. 13.Häufige Fragen zu PV und Hopfentrocknung

Ein Hopfenbetrieb braucht seinen meisten Strom in wenigen Wochen: Pflückmaschine, Förderbänder und die Gebläse der Darre laufen während der Ernte bis in die Nacht, danach steht die Technik still. Für eine Solaranlage ist das ein schwieriger Abnehmer. Die Frage ist nicht, wie viel Strom die Trocknung braucht, sondern wann.

Dieser Ratgeber sammelt die Kennzahlen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zur Hopfentrocknung und rechnet einen Betrieb mit 20 Hektar gegen eine stündliche Ertragsreihe durch. Das Ergebnis: Das Standardprofil für Landwirtschaft beschreibt einen Hopfenbetrieb falsch, und die Wärme ist der weit größere Posten.

Kurz gesagt: Ernte und Trocknung von 20 ha Hopfen brauchen in unserem Modell mit einer Darre, deren Gebläse 30 kW ziehen und 18 Stunden am Tag laufen, 15.464 kWh Strom in 18 Erntetagen. Eine Anlage mit 30 kWp deckt davon 14,7 %. Das Standardprofil L0 mit derselben Jahressumme verspricht 45,8 %. Für die Wärme verbrennt derselbe Betrieb rund 15.840 Liter Heizöl.

Wie viel Energie die Hopfentrocknung braucht

Die meisten deutschen Betriebe trocknen ihren Hopfen in Hordendarren, nur vereinzelt in Bandtrocknern. Laut der LfL-Information „Trocknung und Konditionierung von Hopfen“ (2. Auflage, August 2020) wird der Grünhopfen dort mit 62–68 °C heißer Luft in 3–4 Stunden auf etwa 9 % Wassergehalt getrocknet. Die Dolden verlieren dabei annähernd das Vierfache ihres Gewichts an Wasser.

Die Wärme dafür kommt meist aus Ölbrennern. Jakob Münsterer von der LfL-Arbeitsgruppe Hopfenbau nennt in seinem Beitrag zu alternativen Energiequellen bei der Hopfentrocknung (PDF vom Februar 2009) durchschnittlich 44 Liter Heizöl je 100 kg Trockenhopfen. Die variablen Trocknungskosten stiegen demnach von der Ernte 2003 bis 2006 um rund 250 €/ha. Grundlage waren Messungen mit Öldurchflusszählern in 10 Betrieben während der Ernte 2006.

Wie groß die Brenner sind, zeigt die LfL-Datensammlung Betriebsplanung Hopfenbau (1. Auflage, Oktober 2007): Eine Hordendarre mit 30 m² Darrfläche hat 727 kW Heizleistung, trocknet 21 dt am Tag in 11 Stunden und schafft 21,6 ha im Jahr. Der elektrische Anschlusswert derselben Darre liegt bei 11 kW.

Wo in der Ernte Strom gebraucht wird

Strom ziehen vor allem drei Verbraucher: die Pflückmaschine, die Förderung vom Silo in die Darre und die Gebläse, die die heiße Luft durch die Horden drücken. Die Datensammlung von 2007 nennt für die Pflückmaschine WHE 650/2000 einen Anschlusswert von 39,7 kW und eine Pflückleistung von 27,7 ha im Jahr, gerechnet mit 18 verfügbaren Tagen zu je 10 Stunden. Ein Förderband mit 20 m und ein Steilförderer ziehen je 0,75 kW, eine automatische Befülleinrichtung 3 kW.

Bei den Gebläsen hat sich seit 2007 viel geändert. In der Praxis gilt das alte Beispiel nicht mehr: Die LfL-Information von 2020 beschreibt Praxisanlagen mit einer installierten Ventilatorleistung von etwa 1.000 W/m² Trocknungsfläche, die das Leistungspotenzial der Darren deutlich erhöht habe. Das Rechenbeispiel dort: Ein Gebläse mit 15 kW an 30 m² ergibt 500 W/m², zwei solche Gebläse ergeben die 1.000 W/m². Aus 11 kW Anschlusswert werden so 30 kW.

Typenschild lesen: Notiere vor der Anfrage die Motorleistung, die auf dem Typenschild jedes Gebläses, der Pflückmaschine und der Förderbänder steht. Die Summe zeigt, welche Spitzenleistung dein Hausanschluss in der Ernte schon heute trägt. In unserem Modell sind es 74,2 kW.

Welches Lastprofil für Hopfenbetriebe gilt

Die BDEW-Zuordnung M-24/2000 führt „Dauerkulturbau (Obst-, Wein- und Hopfenanbau)“ und „Hopfenaufbereitung“ unter L0, mit L2, wenn ein Haushalt angeschlossen ist. L0 verteilt den Strom über das ganze Jahr, mit Last an jedem Tag. Ein Hopfenbetrieb verbraucht seinen Ernte- und Trocknungsstrom dagegen an 18 Tagen. Wie weit das auseinanderliegt, zeigt die Rechnung unten.

Ähnlich liegt der Fall bei anderen Saisonlasten auf dem Hof: Die Ratgeber zur Getreidetrocknung und zur Heutrocknung rechnen dasselbe Muster mit anderen Laufzeiten.

Nachgerechnet: 20 Hektar in 18 Erntetagen

Die Ertragsreihe stammt aus PVGIS 5.3 für Würzburg, Süd, 35 Grad, 14 Prozent Verluste, Wetterjahr 2020, 1127,9 kWh je kWp, umgerechnet auf mitteleuropäische Zeit. Für die Hallertau haben wir keine eigene Reihe gerechnet. Eine Anlage mit 30 kWp erzeugt damit 33.837 kWh im Jahr.

Unsere Annahmen: 20 ha, 18 dt je Hektar wie in der Datensammlung, also 360 dt Trockenhopfen. Die 18 Erntetage legen wir auf den 1. bis 18. September. Die Pflückmaschine WHE 650/2000 braucht für 20 ha 130 Stunden, also 7,2 Stunden am Tag ab 8 Uhr, die Förderung mit 4,5 kW läuft parallel.

Darre A folgt der Datensammlung von 2007: 11 kW, 11 Stunden am Tag von 7 bis 18 Uhr. Darre B hat Gebläse mit 30 kW nach der LfL-Information von 2020 und läuft 18 Stunden am Tag von 6 bis 24 Uhr, so wie Münsterer 2009 seine Beispielrechnung kalkuliert.

Verbraucher in der ErntekWhDeckung 10 kWp30 kWp50 kWp100 kWp
Pflückmaschine und Förderung5.74411,6 %33,7 %54,7 %82,5 %
Darre A, 11 kW, 11 h2.17834,6 %73,8 %83,1 %93,6 %
Darre B, 30 kW, 18 h9.7207,8 %23,3 %36,6 %47,8 %
Ernte mit Darre A7.9229,5 %28,5 %45,9 %77,3 %
Ernte mit Darre B15.4644,9 %14,7 %24,4 %47,6 %
Standardprofil L0, gleiche Summe wie Darre-B-Ernte15.46435,8 %45,8 %48,9 %51,5 %

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3, Würzburg, Wetterjahr 2020; die Tabelle zeigt, welcher Anteil des Stroms aus der Solaranlage kommt.

Die kleine Darre A lässt sich tagsüber gut versorgen: 30 kWp decken 73,8 % ihres Stroms. Die Ernte mit Darre B braucht 15.464 kWh, davon deckt dieselbe Anlage 14,7 %, und selbst 100 kWp kommen nur auf 47,6 %.

Balkendiagramm: Strom in 18 Erntetagen für 20 ha Hopfen. Darre B mit 30 kW 9.720 kWh, Pflückmaschine und Förderung 5.744 kWh, Darre A mit 11 kW 2.178 kWh.
Die Gebläse der Darre ziehen den meisten Strom. · Foto: Eigene Grafik

Warum das Standardprofil dreimal zu viel Eigenverbrauch verspricht

Im September erzeugt die Anlage in Würzburg 9,9 % ihres Jahresertrags, in den 18 Erntetagen 6,7 %. Bei 30 kWp sind das 2.266 kWh. Mehr Solarstrom kann die Ernte nicht nutzen, egal wie groß die Darre ist. Die Anlage nutzt deshalb bei jeder Variante höchstens 6,7 % ihres Ertrags selbst.

Das Standardprofil L0 mit denselben 15.464 kWh kommt bei 30 kWp auf 20,9 % Eigenverbrauch und 45,8 % Deckung, weil es die Last über alle Monate verteilt. Wer eine Anlage mit diesem Profil für den Hopfenstrom rechnet, überschätzt den Eigenverbrauch um gut das Dreifache.

Vorsicht bei Angeboten mit L0, ein typischer Fehler: Prüfe im Angebot, mit welchem Lastprofil gerechnet wurde. Rechnet ein Anbieter die Wirtschaftlichkeit mit dem Landwirtschaftsprofil, frag nach, welche Verbraucher außerhalb der Ernte den Solarstrom abnehmen sollen. Die Darre tut es nicht. Was außerhalb der 18 Tage nicht im Haushalt, in der Werkstatt oder im Stall verbraucht wird, geht ins Netz.

Pflücken mittags, trocknen am Vormittag

Die LfL-Information von 2020 hält fest, dass sich Hopfen in aller Regel am Vormittag besser trocknen lässt als in den frühen Nachmittagsstunden, weil die Ansaugluft dann weniger Wasserdampf enthält. Solarstrom fällt dagegen um die Mittagszeit an.

Im Modell liegen 72,3 % des Pflückstroms zwischen 10 und 17 Uhr, bei Darre B nur 38,9 %. Beginnt die Pflücke erst um 10 statt um 8 Uhr, steigt der Tagesanteil der ganzen Ernte von 51,3 auf 60,5 %. Die Deckung bei 30 kWp bleibt trotzdem bei 14,7 %, weil die Darre schon allen Mittagsstrom aufnimmt.

Bei 100 kWp ändert die Verschiebung die Deckung nur von 47,6 auf 47,3 %. Die Arbeitszeiten nach der Sonne zu legen, lohnt sich hier nicht.

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Die Wärme ist der größere Posten

Bei 44 Liter Heizöl je 100 kg braucht der Betrieb für 360 dt rund 15.840 Liter. Münsterer rechnet mit 10 kWh Wärme je Liter, das sind 158.400 kWh Wärme. Der Strom der Ernte mit Darre B macht mit 15.464 kWh knapp ein Zehntel davon aus. Wer Energiekosten in der Trocknung senken will, fängt deshalb bei der Wärme an.

Einen Weg über das Dach beschreibt die LfL-Information von 2020 im Kapitel zur solaren Gebäudewärme: Unter der Dacheindeckung und durch die Abstrahlung der Darren ist die Luft in vielen Hopfengebäuden deutlich wärmer als draußen. Wird sie über Schächte oder Schläuche der Trocknungsluft beigemischt, spart das mit geringem Aufwand Heizöl. Die Gebäudeluft sollte dafür mindestens 25 °C warm sein und darf nicht feuchter sein als die Außenluft.

Nachteil der Gebäudeluft: Brandschutz. Die LfL verlangt für solche Umbauten zwingend die geltenden Brandschutzvorschriften, etwa Brandschutzklappen und Staubfilter. Ansprechpartner sind der zuständige Kaminkehrer und der Gebäudeversicherer, dazu kommen die Vorgaben des Darrenherstellers.

Der Hopfenring bietet eine IST-Analyse der Darre während der laufenden Ernte an, mit Messungen der Luft- und Temperaturverteilung und Wärmebildtechnik. Er berät außerdem zum Bundesprogramm Energieeffizienz der BLE, über das etwa Wärmerückgewinnung gefördert werden kann. Die Wirkungsgrade von Wärmetauschern lagen in den Messungen von 2006 laut Münsterer zwischen 20 und 80 %.

Balkendiagramm: Anteil aus einer Solaranlage mit 30 kWp. Darre A allein 73,8 Prozent, Standardprofil L0 45,8, Pflückmaschine und Förderung 33,7, Ernte mit Darre A 28,5, Ernte mit Darre B 14,7 Prozent.
Das Standardprofil verspricht mehr, als die Ernte abnimmt. · Foto: Eigene Grafik

Bringt ein Speicher etwas?

Kaum. In den Erntetagen verbraucht die Darre den Solarstrom schon in der Stunde, in der er entsteht. Ein Speicher mit 20 kWh an 30 kWp hebt die Deckung der Ernte mit Darre B von 14,7 auf 14,8 %, bei Darre A von 28,5 auf 28,9 %. Im Rest des Jahres hängt sein Nutzen allein an Haushalt und Hof.

Deckung mit 30 kWpohne Speichermit 20 kWhEntladung aus dem Speicher, kWh im Jahr
Ernte mit Darre A28,5 %28,9 %27
Ernte mit Darre B14,7 %14,8 %20
Standardprofil L045,8 %81,3 %5.497

Quelle: eigene Rechnung mit PVGIS 5.3, Würzburg, Wetterjahr 2020. Mit dem Standardprofil sähe der Speicher nützlich aus, weil L0 an jedem Abend des Jahres Last hat. Wie du die Größe aus dem eigenen Lastgang ableitest, zeigt der Ratgeber zur Speichergröße.

Wir haben ohne Lade- und Entladeverluste gerechnet. Die Rechnung für den Hopfenstrom allein spricht eher für die Frage, ob sich Eigenverbrauch oder Volleinspeisung mehr lohnt.

Agri-PV über dem Hopfengarten

Einen anderen Weg geht ein Projekt in der Hallertau: Die AgrarEnergie GmbH hat laut Bayerischem Landesportal mehr als 1,5 Millionen Euro in eine wissenschaftlich begleitete Agri-PV-Anlage investiert, bei der der Hopfen an den Stahlmasten der Module wächst. Landwirt ist Josef Wimmer. Die Einweihung meldete pv magazine am 10. Juli 2023 als erste Hopfen-Photovoltaik-Anlage in Bayern.

In der Hallertau werden laut Landesportal 17.200 Hektar Hopfen angebaut. Eine solche Anlage erzeugt Strom vor allem für das Netz; mit dem Lastgang der Darre hat sie wenig zu tun. Was die Doppelnutzung für die Flächenprämie bedeutet, beschreibt der Ratgeber zu Agri-PV und Direktzahlungen.

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So planst du die Solaranlage für einen Hopfenbetrieb

1 Schritt für Schritt
  1. Ernte messen: Viertelstundenwerte beim Messstellenbetreiber anfordern oder vor und nach der Ernte den Zählerstand ablesen und notieren.
  2. Verbraucher außerhalb der Ernte auflisten: Haushalt, Werkstatt, Kühlung, Stall, Konditionierung.
  3. Wärme prüfen lassen: IST-Analyse der Darre, Wärmerückgewinnung, Gebäudeluft.
  4. Anlage auslegen: nach dem Jahresverbrauch außerhalb der Ernte, nicht nach der Spitzenleistung der Darre.
  5. Einspeisung rechnen: Was in den übrigen Monaten übrig bleibt, mit dem Einspeisetarif bewerten.
  6. Anschluss klären: Spitzenlast der Ernte und Einspeiseleistung mit dem Netzbetreiber abstimmen.
Hofverbraucher bündeln: Hängen Haushalt, Hopfenhalle und Werkstatt an einem Zähler, nimmt der Hof außerhalb der Ernte mehr Solarstrom ab. Ob das möglich ist, klärt der Elektriker mit dem Netzbetreiber. Zur Umsatzsteuer beim Solarstrom im Agrarbetrieb gibt es einen eigenen Ratgeber zur Durchschnittssatzbesteuerung.
Balkendiagramm: Wärme aus Heizöl 158.400 kWh, Strom der Ernte mit Darre B 15.464 kWh, Solarstrom einer Anlage mit 30 kWp in den Erntetagen 2.266 kWh.
Die Wärme übertrifft den Strom um das Zehnfache. · Foto: Eigene Grafik

Checkliste für Hopfenbetriebe

Vor der Anfrage klären
  • Welche Motorleistung haben Gebläse, Pflückmaschine und Förderbänder?
  • Wie viele Stunden am Tag läuft die Darre in der Ernte?
  • Wie viel Heizöl oder Gas verbraucht die Trocknung je Ernte?
  • Welche Verbraucher laufen außerhalb der Ernte?
  • Gibt es einen Lastgang oder Zwischenzähler für die Hopfenhalle?
  • Rechnet das Angebot mit L0 oder mit gemessenen Werten?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Eine veröffentlichte Messreihe des Stromverbrauchs einer Hopfendarre mit Solaranlage haben wir nicht gefunden. Die Erntetage im September, die Laufzeiten und die 30 kW Gebläseleistung von Darre B sind Annahmen auf Grundlage der LfL-Quellen. Die Anschlusswerte und Leistungen stammen aus der Datensammlung von 2007; neuere Pflückmaschinen und Darren können anders liegen.

Die Ertragsreihe gilt für Würzburg, nicht für die Hallertau. Nicht gerechnet haben wir die Konditionierung, das belüftete Grünhopfensilo und den Haushalt. Die Schwäche des Modells: Die Gebläse laufen mit voller Leistung durch, Teillast und Pausen zwischen den Chargen fehlen. Alle verlinkten Quellen: Abruf am 14.09.2026.

Häufige Fragen zu PV und Hopfentrocknung

Wie viel Strom braucht eine Hopfendarre? +
Die Datensammlung von 2007 nennt 11 kW Anschlusswert für 30 m² Darrfläche. Mit Gebläsen nach heutigem Praxiswert von 1.000 W/m² sind es 30 kW. In unserem Modell braucht Darre B 9.720 kWh je Ernte.
Wie viel Heizöl braucht die Hopfentrocknung? +
Laut LfL durchschnittlich 44 Liter je 100 kg Trockenhopfen. Für 20 ha mit 18 dt je Hektar sind das rund 15.840 Liter.
Wie viel Strom der Ernte deckt eine Solaranlage? +
Mit 30 kWp im Modell 14,7 % bei der großen Darre und 28,5 % bei der kleinen.
Welches Lastprofil gilt für Hopfenbetriebe? +
M-24 ordnet Hopfenanbau und Hopfenaufbereitung L0 zu, mit angeschlossenem Haushalt L2. Für die Ernte verspricht L0 bei 30 kWp 20,9 % Eigenverbrauch, unser Modell ergibt 6,7 %.
Lohnt sich ein Speicher für die Darre? +
Kaum. 20 kWh an 30 kWp heben die Deckung von 14,7 auf 14,8 %.
Kann die Darre warme Luft vom Dach nutzen? +
Ja, die LfL beschreibt das Beimischen warmer Gebäudeluft ab 25 °C. Brandschutzklappen und Staubfilter sind dafür Pflicht.
Wann trocknet Hopfen am besten? +
Laut LfL in aller Regel am Vormittag, weil die Ansaugluft dann trockener ist als am frühen Nachmittag.