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Eiscafé mit PV-Anlage: Sommersaison, Eistheke und Eigenverbrauch der Eisdiele

Eis verkauft sich bei Sonne, aber oft erst am Abend. Kennzahlen aus den ASEW-Broschüren, eine Eistheke mit 12,1 kWh am Tag und ein Eiscafé mit 29.800 kWh ganzjährig und mit Winterpause gegen PVGIS gerechnet.

⏱️ 12 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 13. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 13 Abschnitte
  1. 1.Wofür ein Eiscafé Strom braucht
  2. 2.Energiekennzahl: 310 kWh je Quadratmeter und 3,5 kWh je Liter Eis
  3. 3.Das Lastprofil G2: Hauptlast von 10 bis 22 Uhr
  4. 4.Winterpause: Die Saison bekommt 81,7 % des Solarertrags
  5. 5.Nachgerechnet: 29.800 kWh ganzjährig und mit Winterpause
  6. 6.Batteriespeicher: Die Winterpause kostet Ladezyklen
  7. 7.Was im Winter mit dem Solarstrom passiert
  8. 8.Erst sparen: Kühlung, Licht und Lüftung mit Zahlen
  9. 9.Steuern und Umlagen
  10. 10.So planst du die Solaranlage für das Eiscafé
  11. 11.Checkliste für Eiscafés
  12. 12.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
  13. 13.Häufige Fragen zu PV im Eiscafé

Ein Eiscafé verdient sein Geld, wenn die Sonne scheint. Die Eistheke läuft an warmen Tagen unter Volllast, die Gäste sitzen draußen, und viele Betriebe schließen im Winter ganz. Das klingt nach dem idealen Betrieb für eine Solaranlage. Die Rechnung zeigt ein gemischteres Bild: Die Saison passt, die Tageszeit weniger, denn ein großer Teil des Umsatzes und des Stroms fällt in den Abend.

Dieser Ratgeber sammelt die veröffentlichten Kennzahlen für Cafés und Eiscafés und rechnet ein Eiscafé mit 29.800 kWh Strom im Jahr ganzjährig und mit Winterpause gegen eine PVGIS-Stundenreihe durch.

Kurz gesagt: Die Kälteanlage braucht im Café und Eiscafé rund 48 % des Stroms. Hat das Eiscafé vom 1. März bis 15. Oktober geöffnet, fallen 81,7 % des Solarertrags in die Saison. Der selbst genutzte Anteil steigt bei 20 kWp aber nur von 48,0 auf 53,2 %, weil nach dem Lastprofil G2 43,7 % des Stroms nach 17 Uhr verbraucht werden.

Wofür ein Eiscafé Strom braucht

Die Broschüre Informationen für Cafés und Eiscafés des Klimaschutzfonds proKlima in Hannover (Stand 02/2013, Texte der Energieagentur-Gemeinschaft ASEW) teilt den Stromverbrauch so auf: 48 % Kälteanlage, 26 % Beleuchtung, 11 % Lüftung, 9 % Klimatisierung und 6 % sonstige Verbraucher. Strom verursacht danach bis zu 35 % der Energiekosten in Cafés und Eiscafés.

StromverbraucherAnteil am Strom
Kälteanlage48 %
Beleuchtung26 %
Lüftung11 %
Klimatisierung9 %
sonstige Verbraucher6 %

Die Eismaschine selbst taucht in der Aufteilung nicht gesondert auf. Die Broschüre erklärt, warum: Bei einer einfachen Eismaschine mit Kühlakku entsteht der Energiebedarf vor allem beim Frieren des Akkus in der Tiefkühltruhe, die ohnehin läuft. Eine Eismaschine mit eigenem Kompressor braucht nach der Fassung der Stadtwerke Aschaffenburg von Februar 2022 wesentlich mehr Strom.

Wie viel eine einzelne Eistheke braucht, zeigt ein Datenblatt aus dem Gastro-Verleih: Eine Eistheke mit statischer Kühlung für minus 16 bis minus 18 Grad mit 303 Litern Volumen und 720 Watt ist mit 12,1 kWh je 24 Stunden angegeben. Über eine Saison von 229 Tagen wären das 2.771 kWh, ganzjährig 4.429 kWh (eigene Rechnung).

Energiekennzahl: 310 kWh je Quadratmeter und 3,5 kWh je Liter Eis

Die proKlima-Broschüre nennt zwei Kennzahlen, mit denen sich ein Betrieb einordnen lässt. Bezogen auf die Fläche liegt der durchschnittliche Stromverbrauch bei 310 kWh je Quadratmeter im Jahr. Unter 250 kWh sieht die Broschüre geringes, über 370 kWh großes Einsparpotenzial.

Für Eiscafés gibt es eine zweite Kennzahl je Liter verkauftem Eis: Durchschnitt 3,5 kWh je Liter, unter 2,8 kWh geringes, über 4,2 kWh großes Einsparpotenzial. Das Rechenbeispiel der Broschüre ist ein Betrieb mit 29.800 kWh, 93 Quadratmetern und 8.055 Litern Eis, also 320 kWh je Quadratmeter und 3,7 kWh je Liter.

KennzahlgeringDurchschnitthochBeispielbetrieb
Strom je m² Betriebsflächeunter 250 kWh310 kWhüber 370 kWh320 kWh
Strom je Liter Eisunter 2,8 kWh3,5 kWhüber 4,2 kWh3,7 kWh
Eigene Kennzahl bilden: Nimm den Jahresverbrauch von der Stromrechnung und teile ihn einmal durch die Quadratmeter und einmal durch die verkauften Liter Eis aus der Kasse. Vergleiche das Ergebnis mit 310 kWh und 3,5 kWh.

Das Lastprofil G2: Hauptlast von 10 bis 22 Uhr

Die Stadtwerke-Broschüren der ASEW, etwa die Einspar-Beratung der STAWAG in Aachen, zeigen für Cafés und Eiscafés das VDEW-Lastprofil G2 mit dem Hinweis, dass täglich der meiste Strom zwischen 10 und 22 Uhr verbraucht wird. G2 ist das Standardprofil für Gewerbe mit starkem Abendverbrauch. Wir haben es aus der Profildatei des BDEW über das Kalenderjahr 2020 ausgewertet.

Zwischen 9 und 17 Uhr fallen 41,6 % des Verbrauchs an, zwischen 17 und 24 Uhr 43,7 %, zwischen 0 und 6 Uhr nur 7,8 %. Die Nacht ist also kein Problem, der Abend schon: Fast die Hälfte des Stroms fließt, wenn die Solaranlage wenig oder nichts mehr liefert.

Typischer Fehler: Sonne und Umsatz gleichsetzen. Warme Tage bringen viele Gäste, aber die Gäste kommen oft erst nach Feierabend. Beleuchtung, Theke und Lüftung laufen dann noch Stunden, wenn die Anlage schon kaum noch etwas erzeugt.
Balkendiagramm: Monatliche Anteile am Jahr, Solarertrag von 2,6 Prozent im Dezember bis 13,5 Prozent im April, Verbrauch eines Eiscafés mit Winterpause von 0 Prozent im Winter bis 15,7 Prozent im März.
Mit Winterpause fällt der Verbrauch in die hellen Monate. · Foto: Eigene Grafik

Winterpause: Die Saison bekommt 81,7 % des Solarertrags

Viele Eiscafés schließen im Winter. Wikipedia schreibt, zahlreiche italienische Eisdielen schlössen in den Wintermonaten oder würden anders genutzt, weil die Inhaber diese umsatzschwache Zeit in Italien verbringen.

Die Zeit beschrieb am 01.04.2004, wie die italienischen Eisdielen im Frühjahr wieder öffnen und ihre Besitzer fast alle im Val di Zoldo in den Dolomiten überwintert haben; von damals etwa 4.000 Eisdielen in Deutschland standen 3.000 unter italienischer Leitung. Eine Statistik, wie viele Betriebe eine Winterpause machen und wie lang sie ist, haben wir nicht gefunden. Wir rechnen deshalb mit einer Saison vom 1. März bis 15. Oktober, das sind 229 Tage.

In diese 229 Tage fallen 81,7 % des Jahresertrags einer Solaranlage. Verschiebt man die Saison auf den 15. März bis 31. Oktober, ändert sich das kaum. Der Verbrauch dagegen konzentriert sich ganz auf die Saison. Die Tabelle zeigt die Monatsanteile für den ganzjährigen Betrieb und den Saisonbetrieb, jeweils mit 29.800 kWh im Jahr.

MonatAnteil SolarertragVerbrauch ganzjährigVerbrauch mit Winterpause
Januar3,5 %9,6 %0,0 %
Februar5,2 %9,0 %0,0 %
März9,7 %9,1 %15,7 %
April13,5 %8,0 %13,7 %
Mai12,8 %7,7 %13,2 %
Juni10,1 %7,1 %12,1 %
Juli12,6 %7,4 %12,7 %
August10,5 %7,3 %12,6 %
September9,9 %7,7 %13,2 %
Oktober5,1 %8,3 %6,9 %
November4,5 %9,3 %0,0 %
Dezember2,6 %9,5 %0,0 %

Im ganzjährigen Betrieb liegt der höchste Verbrauch im Januar mit 9,6 % und der niedrigste im Juni mit 7,1 %, weil das G2-Profil im Winter mehr Licht und längere Abende abbildet. Mit Winterpause fällt der Verbrauch dagegen in die hellen Monate. Das hilft der Solaranlage, aber weniger als erwartet.

Nachgerechnet: 29.800 kWh ganzjährig und mit Winterpause

Die Ertragsreihe stammt aus PVGIS 5.3 für Würzburg, Süd, 35 Grad, 14 Prozent Verluste, Wetterjahr 2020, 1.127,9 kWh je kWp, umgerechnet auf mitteleuropäische Zeit. Den Verbrauch setzen wir mit den 29.800 kWh aus dem Beispiel der Broschüre an. Gerechnet haben wir drei Verläufe:

  • A: Lastprofil G2, ganzjährig geöffnet.
  • B: Lastprofil G2, nur vom 1. März bis 15. Oktober, im Winter kein Verbrauch.
  • C: Wie B, aber 48 % des Stroms laufen als Kälte gleichmäßig rund um die Uhr, der Rest nach G2.
Verlauf10 kWp15 kWp20 kWp30 kWp
A: G2 ganzjährig75,7 %58,6 %48,0 %35,5 %
B: G2 mit Winterpause78,5 %64,0 %53,2 %39,7 %
C: Winterpause, Kälte rund um die Uhr76,8 %61,7 %51,1 %38,0 %

Die Tabelle zeigt den selbst genutzten Anteil des Solarstroms. Bei 20 kWp deckt die Anlage im ganzjährigen Betrieb 36,4 % des Strombedarfs, mit Winterpause 40,2 %. Die Winterpause bringt also gut 5 Prozentpunkte mehr Eigenverbrauch, obwohl sie fast den gesamten Solarertrag in die Öffnungszeit legt.

Der Grund ist der Tagesverlauf. Im Sommer liefert die Anlage mittags mehr, als das Café braucht, und abends fehlt der Strom. Läuft die Kälte gleichmäßig durch, wird es nicht besser, sondern etwas schlechter, weil dann mehr Verbrauch in die Nacht rutscht. Wie stark sich ein Abendbetrieb auswirkt, zeigt auch der Ratgeber zur Gastronomie mit Abendlast.

Balkendiagramm: Selbst genutzter Solarstrom bei 29.800 kWh und 20 kWp: G2 ganzjährig 48,0 Prozent, mit Winterpause 53,2 Prozent, Winterpause mit Kälte rund um die Uhr 51,1 Prozent.
Die Winterpause bringt nur gut 5 Prozentpunkte mehr Eigenverbrauch. · Foto: Eigene Grafik
Typischer Fehler: die Anlage nach dem Sommertag auslegen. Wer die Anlage so groß plant, dass sie an einem heißen Julinachmittag die Theke voll deckt, erzeugt an den meisten anderen Tagen Überschuss. Der wird eingespeist, nicht verkauft.
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Batteriespeicher: Die Winterpause kostet Ladezyklen

Weil der Abendverbrauch groß ist, lohnt der Blick auf einen Speicher. Wir haben ohne Lade- und Entladeverluste gerechnet.

Verlauf und Anlageselbst genutztAutarkieaus dem Speichervolle Ladezyklen
A ganzjährig, 15 kWp, 15 kWh78,1 %44,3 %3.295 kWh220
A ganzjährig, 20 kWp, 20 kWh69,6 %52,6 %4.853 kWh243
B Winterpause, 15 kWp, 15 kWh75,9 %43,1 %2.015 kWh134
B Winterpause, 20 kWp, 20 kWh67,8 %51,4 %3.314 kWh166

Hier dreht sich das Ergebnis um. Mit Speicher kommt der ganzjährige Betrieb auf eine höhere Autarkie als der Saisonbetrieb, und der Speicher leistet 243 statt 166 Zyklen. Im Winter liefert die Anlage wenig, aber das reicht, um den Speicher für den Abend teilweise zu füllen. Steht das Café zu, bleibt der Speicher ungenutzt. Wie du die Größe bestimmst, steht im Ratgeber Speichergröße berechnen.

Balkendiagramm: Volle Ladezyklen im Jahr, ganzjährig 220 bei 15 kWh und 243 bei 20 kWh, mit Winterpause 134 bei 15 kWh und 166 bei 20 kWh.
In der Winterpause steht der Speicher still. · Foto: Eigene Grafik
Vorsicht bei Speicherzahlen ohne Verluste: Unsere Rechnung setzt einen verlustfreien Speicher an. Prüfe im Datenblatt den Systemwirkungsgrad von Speicher und Wechselrichter und rechne die Werte damit nach.

Was im Winter mit dem Solarstrom passiert

Von November bis Februar erzeugt die Anlage in Würzburg 15,8 % ihres Jahresertrags (eigene Rechnung aus den Monatswerten). In einem geschlossenen Eiscafé wird dieser Strom fast vollständig eingespeist. Ob sich das rechnet, hängt von der Vergütung ab; die Abwägung steht im Ratgeber Eigenverbrauch oder Volleinspeisung.

Unser Saisonmodell setzt den Winterverbrauch auf null. In der Praxis laufen oft eine Tiefkühltruhe, eine Alarmanlage oder eine Frostschutzheizung weiter. Dieser Grundverbrauch nimmt einen kleinen Teil des Winterstroms auf. Wer das Lokal im Winter anders nutzt, etwa als Café mit Kuchen, hat einen Verlauf zwischen A und B.

Winterverbrauch prüfen: Notiere den Zählerstand am letzten Öffnungstag und am ersten Tag der neuen Saison. Die Differenz ist dein Grundverbrauch in der Pause, mit dem du die Anlage gegenrechnen kannst.

Erst sparen: Kühlung, Licht und Lüftung mit Zahlen

Die proKlima-Broschüre nennt Handgriffe, die vor jeder Solaranlage wirken, weil sie auch abends sparen:

  • Kühltemperatur: Je 1 Grad zu tief eingestellter Kühltemperatur braucht das Gerät etwa 4 bis 6 % mehr Strom.
  • Umgebung der Kühlgeräte: Je Grad niedrigerer Raumtemperatur um die Kühlgeräte sparen sie 3 bis 4 % Strom. Die Abwärme muss ungehindert abziehen können.
  • Beleuchtung: Moderne Lichttechnik senkt den Stromverbrauch der Beleuchtung um bis zu 80 %, ein Dämmerungsschalter an der Außenwerbung den Verbrauch dort um bis zu 50 %.
  • Lüftung: 20 % weniger Luftzufuhr halbiert den Stromverbrauch des Ventilators.

Weil die Beleuchtung mit 26 % der zweitgrößte Verbraucher ist und vor allem abends läuft, spart eine Umrüstung genau den Strom, den die Solaranlage nicht liefern kann. Eine Klimaanlage, die tagsüber läuft, passt dagegen gut zur Anlage; mehr dazu im Ratgeber Klimaanlage mit Solarstrom.

Steuern und Umlagen

Selbst verbrauchter Solarstrom trägt keine Umlagen nach dem Energiefinanzierungsgesetz, weil diese an der Netzentnahme ansetzen; Einzelheiten stehen im Ratgeber zu Umlagen und Eigenverbrauch. Ob für den Solarstrom Stromsteuer anfällt, klärt der Ratgeber Stromsteuer und Zoll. Bei gepachteten Räumen gehört die Frage, wem die Anlage auf dem Dach gehört, vor die Planung.

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So planst du die Solaranlage für das Eiscafé

1 Schritt für Schritt
  1. Kennzahl bilden: Verbrauch je Quadratmeter und je Liter Eis mit 310 kWh und 3,5 kWh vergleichen.
  2. Abendlast klären: Zählerstand um 17 Uhr und bei Ladenschluss an einem Sommertag notieren.
  3. Winter klären: Grundverbrauch in der Pause messen oder abschätzen.
  4. Sparen: Kühltemperaturen, Beleuchtung, Lüftung.
  5. Größe wählen: Mit dem Tagesverlauf rechnen, nicht mit dem heißesten Tag.
  6. Speicher gegenrechnen: Zyklen im Saisonbetrieb beachten, Systemwirkungsgrad aus dem Angebot einsetzen.

Checkliste für Eiscafés

Vor der Anfrage klären
  • Wie viele kWh Strom stehen auf den Rechnungen der letzten zwölf Monate?
  • Von wann bis wann dauert die Saison, und was läuft in der Pause weiter?
  • Wie viele Liter Eis werden im Jahr verkauft?
  • Wie viele Eistheken und Tiefkühlgeräte gibt es, und wie alt sind sie?
  • Arbeitet die Eismaschine mit Kühlakku oder eigenem Kompressor?
  • Gehört das Dach dem Betrieb oder dem Verpächter?

Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte

Eine veröffentlichte Lastgangmessung eines Eiscafés haben wir nicht gefunden. Die ASEW-Broschüren nennen G2 als typisches Profil, zeigen aber keine Messwerte. G2 beruht auf Messungen von 1999 und bildet keinen Wettereinfluss ab: An heißen Tagen dürfte die Kälte mehr, an kühlen weniger brauchen.

Die Aufteilung von 48 % Kälte stammt aus einer Broschüre von 2013 und nennt keine Erhebungsgrundlage. Für die Dauer der Winterpause gibt es keine Statistik, die Saison vom 1. März bis 15. Oktober ist eine Annahme. Der Verbrauch der Eistheke ist ein Herstellerwert aus einem Verleihangebot, keine Messung. Alle verlinkten Quellen: Abruf am 13.09.2026.

Häufige Fragen zu PV im Eiscafé

Wie viel Strom braucht ein Eiscafé? +
Nach proKlima im Durchschnitt 310 kWh je Quadratmeter oder 3,5 kWh je Liter verkauftem Eis im Jahr. Das Rechenbeispiel der Broschüre liegt bei 29.800 kWh.
Welches Lastprofil hat ein Eiscafé? +
Die ASEW-Broschüren nennen für Cafés und Eiscafés das Profil G2 mit dem höchsten Verbrauch zwischen 10 und 22 Uhr. Nach G2 fallen 43,7 % des Stroms nach 17 Uhr an.
Passt eine Solaranlage zu einem Eiscafé mit Winterpause? +
Die Saison vom 1. März bis 15. Oktober bekommt 81,7 % des Solarertrags. Der Eigenverbrauch steigt bei 20 kWp aber nur von 48,0 auf 53,2 %, weil viel Strom abends gebraucht wird.
Welche Anlagengröße passt zu 29.800 kWh? +
Bei 10 kWp werden mit Winterpause 78,5 % des Solarstroms selbst genutzt, bei 20 kWp 53,2 %. Größere Anlagen rechnen sich vor allem über die Einspeisung.
Lohnt sich ein Batteriespeicher im Eiscafé? +
Er deckt einen Teil der Abendlast. Im Saisonbetrieb kommt er in unserer Rechnung auf 134 bis 166 volle Zyklen im Jahr, ganzjährig auf 220 bis 243. Ob er sich bezahlt macht, hängt vom Preis ab.
Wie viel Strom braucht eine Eistheke? +
Eine Theke mit 303 Litern und statischer Kühlung ist mit 12,1 kWh je 24 Stunden angegeben. Das sind über eine Saison von 229 Tagen rund 2.771 kWh.
Braucht die Eismaschine viel Strom? +
Eine einfache Maschine mit Kühlakku wenig, weil der Akku in der ohnehin laufenden Tiefkühltruhe gefroren wird. Eine Maschine mit eigenem Kompressor braucht wesentlich mehr.
Was passiert mit dem Solarstrom im Winter? +
Von November bis Februar erzeugt die Anlage 15,8 % ihres Jahresertrags. Ist das Eiscafé geschlossen, wird dieser Strom bis auf den Grundverbrauch eingespeist.