Solarliebhaber.de
Wirtschaftlichkeit

Mähroboter mit Solarstrom laden: Warum der Zeitplan mehr bringt als das Modul

Ein Mähroboter braucht wenig Strom, aber zu bestimmten Uhrzeiten. Unsere Rechnung mit einer PVGIS-Stundenreihe zeigt, wie viel davon ein Stecker-Solargerät deckt – und warum Ruhezeiten und Nachtfahrverbote den Solaranteil fast verdoppeln.

⏱️ 10 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 13. September 2026
Inhaltsverzeichnis · 12 Abschnitte
  1. 1.Mähroboter mit Solarstrom laden: das Wichtigste in drei Sätzen
  2. 2.Wie viel Strom ein Mähroboter braucht
  3. 3.So haben wir gerechnet: Ladezeiten gegen die PVGIS-Stundenreihe
  4. 4.Warum die Ruhezeiten den Solaranteil fast verdoppeln
  5. 5.Die 32. BImSchV: gilt die Ruhezeit für Rasenmäher auch für den Roboter?
  6. 6.Nachtfahrverbot zum Igelschutz: welche Städte es erlassen haben
  7. 7.Der Oktober zeigt, was das Igel-Fenster bewirkt
  8. 8.Balkonkraftwerk oder Hausanlage: was die Größe ändert
  9. 9.Was der Solarstrom beim Mähroboter spart
  10. 10.Zeitplan einstellen: so lädt der Roboter mit Sonnenstrom
  11. 11.Was wir nicht belegen konnten
  12. 12.Häufige Fragen zum Mähroboter mit Solarstrom

Ein Mähroboter braucht wenig Strom, aber er braucht ihn zu bestimmten Uhrzeiten. Genau das macht ihn für Solarstrom interessant: Wo die Ruhezeiten für Rasenmäher und die kommunalen Nachtfahrverbote zum Igelschutz gelten, darf er ohnehin nur tagsüber fahren und laden. Wir haben mit einer PVGIS-Stundenreihe für Kassel ausgezählt, welchen Anteil seines Verbrauchs ein Stecker-Solargerät dann deckt, welche Regeln für die Betriebszeiten gelten und was der Sonnenstrom im Jahr tatsächlich spart. Stand: 13.09.2026.

Mähroboter mit Solarstrom laden: das Wichtigste in drei Sätzen

Die Hersteller geben für ihre Mähroboter bei maximalem Einsatz zwischen 2,1 und 23 kWh im Monat an. Fährt ein Gerät mit 12 kWh im Monat rund um die Uhr, deckte ein Stecker-Solargerät mit 0,8 kWp in unserer Rechnung von April bis Oktober 52,2 Prozent davon; hält es die Ruhezeiten von 7 bis 20 Uhr und dazu ein Nachtfahrverbot ein, stieg der Anteil auf 93,6 Prozent. In Euro bleibt es klein: Die ganze Saison kostet bei 37,0 ct/kWh rund 31,08 Euro Strom.

Kurz gesagt: Beim Mähroboter ist nicht die Modulleistung der Hebel, sondern der Zeitplan. Wer ihn tagsüber fahren lässt, lädt ihn fast vollständig mit eigenem Solarstrom — und hält nebenbei die Regeln ein, die in vielen Wohngebieten und Städten ohnehin gelten.

Wie viel Strom ein Mähroboter braucht

Die Bedienungsanleitungen nennen den Monatsverbrauch bei maximalem Einsatz, also wenn der Roboter die größte zulässige Fläche nach Zeitplan komplett abfährt. Diese Werte haben wir gelesen:

ModellVerbrauch bei maximalem EinsatzFläche dazuLadestromQuelle
GARDENA SILENO minimo2,1 kWh/Monat250 m²Produktseite GARDENA
GARDENA SILENO R100Li7,3 kWh/Monat1.000 m²1,3 ABetriebsanleitung, Stand 2017
GARDENA smart SILENO free12 kWh/Monat1.500 m²2,2 ABedienungsanleitung, Stand 09.12.2024
Husqvarna Automower 430X18 kWh/Monat3.200 m²4,2 ABedienungsanweisung, Stand 02.10.2017
Husqvarna Automower 450X23 kWh/Monat5.000 m²7 ABedienungsanweisung, Stand 02.10.2017

Für den SILENO free nennt GARDENA außerdem 25 W Leistungsaufnahme beim Mähen, 140 Minuten durchschnittliche Mähzeit und 100 Minuten Ladezeit. Der Roboter fährt also in Etappen: mähen, zurück zur Station, laden, weiter. Beim Automower 430X sind es laut Anleitung 145 Minuten Mähen und 50 Minuten Laden.

Schau auf dem Typenschild oder in der Anleitung deines Geräts nach, welcher Wert dort steht. Beachte dabei die Wortwahl: GARDENA schreibt beim SILENO free „mittlerer", bei den älteren SILENO-Modellen und bei Husqvarna „geringster Energieverbrauch bei maximalem Einsatz". Auf einer kleineren Fläche als der angegebenen fährt der Roboter kürzer und verbraucht entsprechend weniger.

Balkendiagramm: Stromverbrauch von Mährobotern bei maximalem Einsatz – SILENO minimo 2,1 kWh, SILENO R100Li 7,3 kWh, smart SILENO free 12 kWh, Automower 430X 18 kWh, Automower 450X 23 kWh im Monat.
Je nach Fläche liegen die Herstellerangaben zwischen 2,1 und 23 kWh im Monat. · Foto: Eigene Grafik

So haben wir gerechnet: Ladezeiten gegen die PVGIS-Stundenreihe

Das Photovoltaic Geographical Information System (PVGIS) der EU-Kommission liefert für einen Standort die Leistung einer PV-Anlage Stunde für Stunde. Wir haben das Jahr 2023 für Kassel abgerufen: Module 35 Grad nach Süden geneigt, 14 Prozent Systemverluste, Leistung auf 0,8 kWp und 5,0 kWp umgerechnet. Dagegen haben wir den Verbrauch des Mähroboters gelegt.

Die Annahmen, damit du die Zahlen einordnen kannst:

  • Der Monatsverbrauch laut Hersteller verteilt sich gleichmäßig auf die Stunden, in denen der Roboter fahren darf.
  • Saison ist April bis Oktober, also sieben Monate.
  • Außer dem Roboter hängt kein anderer Verbraucher an der Anlage.
  • Für jede Stunde zählt, welcher Teil der Last aus der gleichzeitigen PV-Leistung kommt.
  • Sonnenaufgang und Sonnenuntergang haben wir für Kassel astronomisch berechnet, die bundesweiten Feiertage 2023 zählen wie Sonntage.

Weil der Roboter nach dem letzten Mähgang noch lädt, haben wir jede Rechnung ein zweites Mal mit „Nachladen" durchgeführt: Die Last reicht dann zwei Stunden über das erlaubte Fahrfenster hinaus. Das passt zu den Ladezeiten von 50 bis 100 Minuten aus den Anleitungen und ist die vorsichtigere der beiden Zahlen.

Grenze der Rechnung: In der Praxis lädt ein Mähroboter nicht gleichmäßig, sondern in Blöcken mit voller Ladeleistung. In einer Stunde mit wenig Sonne reicht das Modul dann eher nicht. Unsere Deckungswerte sind deshalb eine Obergrenze für das jeweilige Zeitfenster, keine Messung an einem Gerät.

Warum die Ruhezeiten den Solaranteil fast verdoppeln

Das Ergebnis für ein Stecker-Solargerät mit 0,8 kWp, gemittelt über April bis Oktober:

VerbrauchRund um die UhrMo–Sa 7–20 Uhr7–20 Uhr, mit Nachladen7–20 Uhr plus Igel-Regelplus Igel-Regel, mit Nachladen
7,3 kWh/Monat53,1 %90,7 %81,7 %96,1 %87,5 %
12 kWh/Monat52,2 %88,3 %79,1 %93,6 %84,5 %
18 kWh/Monat51,0 %85,3 %76,2 %90,3 %81,2 %

Ein Roboter, der nachts fährt, lädt auch nachts — und dann kommt rund die Hälfte seines Stroms aus dem Netz, egal wie groß die Anlage ist. Sobald das Fahrfenster auf den Tag schrumpft, liegt fast der gesamte Verbrauch in den Stunden mit Ertrag. Die „Igel-Regel" meint das Nachtfahrverbot, das mehrere Städte erlassen haben: kein Betrieb ab einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang.

Der Unterschied zwischen 12 und 18 kWh im Monat ist dabei klein. Auch das größere Gerät braucht im Oktober in unserer Rechnung im Mittel nur 83,7 W, während es fahren darf — das schafft ein Stecker-Solargerät an den meisten Tagen. Welche Tageszeiten dein Eigenverbrauch sonst belegt, zeigt der Ratgeber Eigenverbrauch optimieren.

Balkendiagramm: Solaranteil eines Mähroboters mit 12 kWh im Monat am Stecker-Solargerät mit 0,8 kWp – 52,2 Prozent rund um die Uhr, 88,3 Prozent von 7 bis 20 Uhr, 93,6 Prozent mit Nachtfahrverbot.
Die Betriebszeit entscheidet über den Solaranteil, nicht die Modulleistung. · Foto: Eigene Grafik
Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach

Ihr persönlicher Solar-Berater –
kostenlos & unverbindlich

Schätzpreis im ~20-Min-Anruf · 3 verbindliche Angebote per Mail

  • Kostenloses PV-Quiz (2 Min.)
  • Bis zu 3 Festpreisangebote lokaler Fachbetriebe
  • Kostenlos & unverbindlich
Kostenlos & unverbindlich · Geprüfte Fachpartner

100 % kostenlos & unverbindlich · Nur geprüfte Partnerbetriebe

Die 32. BImSchV: gilt die Ruhezeit für Rasenmäher auch für den Roboter?

Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung regelt in § 7 Abs. 1 der 32. BImSchV, dass Geräte aus ihrem Anhang in reinen, allgemeinen und besonderen Wohngebieten, Kleinsiedlungsgebieten und einigen weiteren Gebietsarten im Freien an Sonn- und Feiertagen ganztägig und an Werktagen von 20 bis 7 Uhr nicht betrieben werden dürfen. Im Anhang steht unter Nr. 32 der Rasenmäher. Das Wort Mähroboter kommt dort nicht vor.

Die Stadt Wuppertal legt das in einem Merkblatt zur Betriebseinschränkung eindeutig aus: „Mähroboter sind Rasenmäher" und fallen deshalb in den Geltungsbereich der Verordnung. In ihrer Tabelle stehen Rasenmäher „inkl. Mähroboter" mit dem Verbot an Sonn- und Feiertagen und werktags von 20 bis 7 Uhr, und zwar unabhängig von der Lautstärke. Wer dagegen verstößt, handelt nach dem Merkblatt ordnungswidrig nach § 62 BImSchG; die Geldbuße kann bis zu 50.000 Euro betragen.

Nicht alle Ratgeber sehen das so klar. drohnen.de schreibt, bei Mährobotern sei die Einordnung „nicht ganz so simpel", und verweist auf Immissionswerte am Nachbargrundstück. Eine Norm oder ein Urteil für diese Sicht nennt die Seite nicht. Ein Urteil, das die Frage für Mähroboter entscheidet, haben wir ebenfalls nicht gefunden. Wir halten die Auslegung der Behörde für die belastbarere, weil sie am Wortlaut ansetzt und weil sie es ist, die ein Bußgeld verhängen würde.

Zwei Details stehen im Normtext, die oft falsch wiedergegeben werden.

Erstens gilt die zusätzliche Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr nach § 7 Abs. 1 Nr. 2 nur für Freischneider, Grastrimmer, Laubbläser und Laubsammler, nicht für Rasenmäher. Zweitens gilt die Verordnung nur in den genannten Gebieten; Dorf-, Misch- und Gewerbegebiete sind nach dem Wuppertaler Merkblatt ausgenommen. Örtliche Satzungen oder eine Hausordnung können trotzdem mehr verlangen. Wie dieselbe Verordnung bei der Montage einer PV-Anlage greift, steht im Ratgeber Baulärm und Ruhezeiten bei der PV-Montage.

Sonntags bleibt der Roboter stehen: Im Wohngebiet ist der Sonntag nach der 32. BImSchV ganztägig tabu. Ein Zeitplan „täglich" verstößt deshalb in der Auslegung der Stadt Wuppertal gegen die Verordnung, auch wenn das Gerät kaum hörbar ist. Stell den Sonntag im Zeitplan ausdrücklich ab.

Nachtfahrverbot zum Igelschutz: welche Städte es erlassen haben

Unabhängig vom Lärmschutz haben Städte und Landkreise den nächtlichen Betrieb per Allgemeinverfügung untersagt, gestützt auf das Naturschutzrecht. Die Zeitregel ist in den gelesenen Fällen dieselbe: Ab einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang darf der Roboter nicht fahren.

BehördeStand laut QuelleBesonderheit
Stadt Kölnin Kraft ab Pressemitteilung vom 1. Oktober 2024tagsüber „uneingeschränkt" erlaubt
Stadt LeipzigAmtsblatt 08/25 vom 19. April 20252024 etwa 400 Igel durch Gartenmaschinen verletzt, 35 bis 40 durch Mähroboter getötet
Landkreis GöttingenAmtsblatt Nr. 40tagsüber „uneingeschränkt" erlaubt
Stadt Freiburgin Kraft am 28. Juli 2026Ausnahme für Rasen auf begrünten Dächern
Stadt Münsterals geplant angekündigtInkrafttreten nicht gelesen

Die Leipziger Zahlen stammen vom Tierschutzbeirat der Stadt; die Stadt geht selbst von einer höheren Dunkelziffer aus. Leipzig weist außerdem darauf hin, dass das Verletzen oder Töten eines besonders geschützten Tiers wie des Igels mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Eine bundesweite Regel gibt es nicht, und eine zentrale Liste aller Verfügungen haben wir nicht gefunden. Frag bei der unteren Naturschutzbehörde deiner Stadt oder deines Landkreises nach, oder such im Amtsblatt nach „Mähroboter".

Aus der Praxis: Ein typischer Fehler ist ein fester Zeitplan bis 20 Uhr, der im Frühjahr passt und im Herbst gegen das Nachtfahrverbot verstößt. In Kassel ging die Sonne am 15. Oktober 2023 nach unserer Rechnung um 18:31 Uhr unter — der Roboter hätte dort ab 18:01 Uhr stehen müssen. Stell den Zeitplan im September und Oktober nach oder nutz eine Funktion, die sich am Sonnenstand orientiert, wenn dein Gerät sie hat.

Der Oktober zeigt, was das Igel-Fenster bewirkt

Im Sommer liegen die erlaubten Zeiten ohnehin fast ganz im Tageslicht. Im Herbst schneidet das Nachtfahrverbot die dunklen Randstunden ab — und genau dort liefert die Anlage nichts. Monatswerte für 0,8 kWp und 12 kWh im Monat, ohne Nachladen:

MonatRund um die UhrMo–Sa 7–20 Uhr7–20 Uhr plus Igel-Regel
April51,1 %89,1 %93,4 %
Mai57,3 %96,9 %96,9 %
Juni60,0 %96,2 %96,2 %
Juli58,4 %96,3 %96,3 %
August53,5 %92,0 %92,5 %
September47,5 %85,3 %98,1 %
Oktober37,9 %62,1 %82,0 %

Im Oktober fallen durch das Nachtfahrverbot 110 von 325 erlaubten Stunden weg: Statt 325 Stunden mit der Ruhezeitenregel bleiben 215. Der Solaranteil steigt dadurch von 62,1 auf 82,0 Prozent. Von Mai bis Juli ändert die Igel-Regel in Kassel nichts, weil die Sonne dann vor 6:30 Uhr auf- und nach 20:30 Uhr untergeht.

Schau dir in der App deines Stecker-Solargeräts einen trüben Oktobertag an. Du wirst sehen, dass am frühen Morgen und am späten Nachmittag kaum Leistung ankommt — dort sollte der Roboter nicht laden müssen.

Säulendiagramm: Solaranteil je Monat von April bis Oktober – rund um die Uhr zwischen 37,9 und 60,0 Prozent, mit Tagbetrieb und Nachtfahrverbot zwischen 82,0 und 98,1 Prozent.
Im Oktober hebt das Nachtfahrverbot den Solaranteil von 62,1 auf 82,0 Prozent. · Foto: Eigene Grafik

Balkonkraftwerk oder Hausanlage: was die Größe ändert

Mit einer Anlage von 5,0 kWp stieg der Solaranteil bei 12 kWh im Monat und Igel-Regel auf 99,0 Prozent, mit Nachladen auf 90,9 Prozent. Rund um die Uhr blieb es bei 54,4 Prozent. Das Sechsfache an Modulleistung bringt dem Mähroboter also nur wenige Prozentpunkte, weil schon das kleine Gerät tagsüber fast immer genug Leistung liefert.

Anders sieht es aus, wenn der Roboter sich den Überschuss mit anderen Verbrauchern teilt. Laufen mittags Waschmaschine, Poolpumpe oder Brunnenpumpe gleichzeitig, reicht der Ertrag eines Stecker-Solargeräts nicht mehr für alle. Das haben wir nicht gerechnet, weil jeder Haushalt anders verbraucht.

Kein Modul extra für den Roboter: Ein eigenes Modul nur für die Ladestation lohnt nach unserer Rechnung nicht. Hast du schon eine Anlage, reicht es, die Fahrzeiten in die Mittagsstunden zu legen. Ein Stecker-Solargerät mit Speicher, wie im Ratgeber Balkonkraftwerk mit Speicher beschrieben, würde erst bei Nachtbetrieb etwas ändern — und den erlauben die Regeln in vielen Wohngebieten ohnehin nicht.

Was der Solarstrom beim Mähroboter spart

Bei einem Strompreis von 37,0 ct/kWh — dem Durchschnitt für Haushalte 2026 laut BDEW-Strompreisanalyse August 2026 — kostet eine Saison von April bis Oktober bei maximalem Einsatz:

VerbrauchSaison (7 Monate)Stromkosten
7,3 kWh/Monat51,1 kWh18,91 Euro
12 kWh/Monat84 kWh31,08 Euro
18 kWh/Monat126 kWh46,62 Euro

Bei 12 kWh im Monat und einem Solaranteil von 84,5 Prozent kommen rund 71,0 kWh vom eigenen Dach. Hängt der Roboter an einem Stecker-Solargerät ohne Einspeisevergütung, sind das bei 37,0 ct/kWh rund 26,27 Euro im Jahr.

An einer Hausanlage mit Einspeisevergütung fehlt dir der eingespeiste Strom: Für Anlagen bis 10 kW mit Inbetriebnahme zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 nennt die Bundesnetzagentur 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung. Der Vorteil je selbst genutzter kWh liegt dann bei 29,3 Cent, zusammen rund 20,80 Euro im Jahr.

Der Nachteil dieser Rechnung ist offensichtlich: Das sind Beträge, für die niemand eine PV-Anlage kauft. Der Mähroboter ist ein Verbraucher, der gut zur vorhandenen Anlage passt, nicht ein Grund für eine neue. Wer ohnehin plant, findet die Zahlen für größere Verbraucher im Garten bei der Teichpumpe im Dauerbetrieb.

Balkendiagramm: Stromkosten eines Mähroboters je Saison bei 37,0 ct/kWh – 18,91 Euro bei 7,3 kWh, 31,08 Euro bei 12 kWh und 46,62 Euro bei 18 kWh im Monat.
Eine ganze Mähsaison kostet selbst beim großen Gerät unter 50 Euro Strom. · Foto: Eigene Grafik

Zeitplan einstellen: so lädt der Roboter mit Sonnenstrom

1 So legst du den Mähroboter auf Solarstrom:
  1. Lies in der Anleitung den Monatsverbrauch bei maximalem Einsatz und die Ladezeit ab.
  2. Prüfe im Bebauungsplan oder beim Bauamt, ob dein Grundstück in einem Wohngebiet liegt, in dem die 32. BImSchV gilt.
  3. Frag bei der unteren Naturschutzbehörde nach, ob es ein Nachtfahrverbot gibt.
  4. Leg die Fahrzeiten auf Montag bis Samstag in die Stunden mit dem meisten Ertrag, etwa ab 9 Uhr.
  5. Lass nach dem letzten Mähgang Zeit zum Laden, solange noch Sonne auf die Module fällt.
  6. Vergleiche nach zwei Wochen in der App deiner Anlage, ob der Roboter zu Ertragszeiten lädt.
Vor dem Einstellen klären:
  • Verbrauch in kWh/Monat laut Anleitung
  • Ladezeit in Minuten
  • Gebietsart laut Bebauungsplan
  • Allgemeinverfügung zum Nachtfahrverbot in deiner Gemeinde
  • Sonnenuntergang im Herbst am eigenen Ort
  • Andere Verbraucher, die mittags am Solarstrom hängen
Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach

Ihr persönlicher Solar-Berater –
kostenlos & unverbindlich

Schätzpreis im ~20-Min-Anruf · 3 verbindliche Angebote per Mail

  • Kostenloses PV-Quiz (2 Min.)
  • Bis zu 3 Festpreisangebote lokaler Fachbetriebe
  • Kostenlos & unverbindlich
Kostenlos & unverbindlich · Geprüfte Fachpartner

100 % kostenlos & unverbindlich · Nur geprüfte Partnerbetriebe

Was wir nicht belegen konnten

Ein Gerichtsurteil, das ausdrücklich entscheidet, ob Mähroboter unter Nr. 32 des Anhangs der 32. BImSchV fallen, haben wir nicht gefunden; wir stützen uns auf das Wuppertaler Merkblatt und den Wortlaut. Die Allgemeinverfügungen selbst haben wir nicht im Volltext gelesen, sondern die Mitteilungen der Behörden. Ob Münster sein Verbot inzwischen erlassen hat, konnten wir nicht prüfen.

Die Leistungsaufnahme beim Laden steht in den gelesenen Anleitungen nicht; genannt ist nur der Ladestrom, deshalb haben wir mit dem Monatsverbrauch gerechnet. Für aktuelle Modelle von Husqvarna lagen uns nur die Anleitungen mit Stand 2017 vor. Unsere Deckungswerte gelten für Kassel 2023; an einem sonnigeren oder trüberen Ort und in einem anderen Jahr weichen sie ab.

Häufige Fragen zum Mähroboter mit Solarstrom

Kann ein Balkonkraftwerk einen Mähroboter laden? +
Ja, tagsüber gut. Bei 12 kWh im Monat, Fahrzeiten von 7 bis 20 Uhr und Nachtfahrverbot deckte ein Stecker-Solargerät mit 0,8 kWp in Kassel 93,6 Prozent, mit zwei Stunden Nachladen 84,5 Prozent.
Wie viel Strom verbraucht ein Mähroboter im Monat? +
Laut Herstellerangaben bei maximalem Einsatz 2,1 kWh beim SILENO minimo, 12 kWh beim smart SILENO free und 18 kWh beim Automower 430X. Auf kleineren Flächen ist es weniger.
Darf ein Mähroboter nachts fahren? +
In Wohngebieten nach der Auslegung der Stadt Wuppertal nicht, weil die 32. BImSchV Rasenmäher von 20 bis 7 Uhr untersagt. Köln, Leipzig, Freiburg und der Landkreis Göttingen verbieten den Betrieb zusätzlich ab einer halben Stunde vor Sonnenuntergang.
Darf der Mähroboter sonntags mähen? +
Im Wohngebiet nach § 7 Abs. 1 der 32. BImSchV nicht, wenn man Mähroboter wie Wuppertal als Rasenmäher einordnet. Das Verbot gilt an Sonn- und Feiertagen ganztägig.
Gilt die Mittagsruhe für den Mähroboter? +
Nach der 32. BImSchV nicht. Die zusätzlichen Sperrzeiten von 13 bis 15 Uhr betreffen nur Freischneider, Grastrimmer, Laubbläser und Laubsammler. Eine Hausordnung oder Satzung kann aber mehr verlangen.
Lohnt sich eine PV-Anlage nur für den Mähroboter? +
Nein. Die ganze Saison kostet bei 12 kWh im Monat und 37,0 ct/kWh rund 31,08 Euro Strom, der Solaranteil spart davon rund 26,27 Euro am Stecker-Solargerät.
Braucht der Mähroboter einen Speicher für Solarstrom? +
Nicht, wenn er tagsüber fährt. Ohne Nachtbetrieb lag der Solaranteil schon ohne Speicher bei bis zu 96,1 Prozent. Ein Speicher würde nur beim Nachtbetrieb helfen, den viele Regeln ausschließen.