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Heizstab für Warmwasser: Lohnt sich PV-Überschuss dafür? (2026)

Ein Heizstab verwertet PV-Überschuss zu 7,70 Cent, die sonst ins Netz gehen. Die Rechnung ist einfach – aber nicht immer die beste.

⏱️ 12 Lesezeit📅 September 2026
JK
Jan Kotzorek·Redaktion Solarliebhaber.de·Veröffentlicht und zuletzt geprüft am 05. September 2026

Sobald die PV-Anlage mittags mehr Strom liefert, als das Haus verbraucht, beginnt eine Rechnung, die den Heizstab attraktiv aussehen lässt. Eine eingespeiste Kilowattstunde bringt bei Inbetriebnahme zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 noch 7,70 Cent, bei Anlagen bis 10 Kilowatt in der Überschusseinspeisung (§ 48 Abs. 2, 2a EEG 2023, Bundesnetzagentur, Direktabruf 05.09.2026).

Dieselbe Kilowattstunde im Heizstab ersetzt Gas oder Strom für die Warmwasserbereitung – und das oft für ein Vielfaches dieses Werts.

Der Nachteil, den dieser Artikel offen benennt, kommt gleich danach: Ein Heizstab wandelt Strom eins zu eins in Wärme um. Eine Wärmepumpe holt aus derselben Kilowattstunde real 2,6 bis 4,9 Kilowattstunden Wärme, im Schnitt 3,4 – gemessen an 77 Anlagen über vier Jahre (Fraunhofer ISE, Feldtest 2025).

Wer eine Wärmepumpe hat oder plant, verschenkt mit dem Heizstab genau diesen Faktor. Trotzdem gibt es Konstellationen, in denen sich ein Heizstab lohnt. Dieser Artikel rechnet beide Seiten durch, Stand 2026.

Heizstab statt Einspeisung: Was eine Kilowattstunde Solarstrom wirklich wert ist

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die anzulegenden Werte nach Inbetriebnahmezeitraum und Anlagengröße. Für eine Inbetriebnahme zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 gilt bei Gebäudeanlagen in der Überschusseinspeisung folgende Staffel.

Installierte Leistung bisTeileinspeisungVolleinspeisung
10 kW7,70 ct/kWh12,22 ct/kWh
40 kW6,66 ct/kWh10,24 ct/kWh
100 kW5,44 ct/kWh10,24 ct/kWh

Vergleiche das mit dem Wert, den dieselbe Kilowattstunde als ersetzte Wärme hat. Wer noch mit Gas heizt, zahlt im Schnitt 11,93 Cent je Kilowattstunde für Haushalte im Einfamilienhaus (BDEW-Gaspreisanalyse, Stand August 2026, Abruf 05.09.2026) – fast das Anderthalbfache der Einspeisevergütung.

Wer stattdessen noch einen alten Elektroboiler betreibt, ersetzt mit dem Heizstab Strom zum Haushaltspreis von durchschnittlich 37,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW-Strompreisanalyse, Stand 2026) – fast das Fünffache. In beiden Fällen bleibt die Rechnung vereinfacht: Kesselverluste beim Gasboiler sind hier nicht eingerechnet und würden den Vorteil eher noch vergrößern.

💡 So findest du deinen eigenen Satz. Schau im Portal deines Netzbetreibers oder auf deiner letzten Jahresabrechnung nach dem Inbetriebnahmedatum. Dein anzulegender Wert wurde zu diesem Zeitpunkt festgeschrieben und gilt 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr – unabhängig davon, was die aktuelle Tabelle gerade ausweist.

Einspeisevergütung: 7,70 ct/kWh nur noch bei Inbetriebnahme bis 31. Januar 2027 · danach sinkt der Satz erneut

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Der Kern des Problems: Warum eine Wärmepumpe denselben Strom besser nutzt

Diese Kilowattstunde hat noch einen dritten möglichen Weg, und der ist der eigentliche Kritikpunkt am Heizstab. Statt sie eins zu eins in Wärme zu wandeln, kann dieselbe Kilowattstunde eine Wärmepumpe antreiben. Luft/Wasser-Wärmepumpen erreichten im aktuellen Fraunhofer-ISE-Feldtest an 77 Anlagen in Ein- bis Dreifamilienhäusern eine Jahresarbeitszahl von durchschnittlich 3,4, mit einer Bandbreite von 2,6 bis 4,9. Erdgekoppelte Anlagen kamen im Schnitt auf 4,3, mit einer Bandbreite von 3,6 bis 5,4.

Praktisch heißt das: Aus derselben Kilowattstunde PV-Überschuss macht der Heizstab 1,0 Kilowattstunde Wärme, eine durchschnittliche Wärmepumpe dagegen 3,4 Kilowattstunden. Wer eine Wärmepumpe im Haus hat oder in den nächsten Jahren eine einbauen will, verschenkt mit jedem Heizstab-Betrieb diesen Faktor drei bis vier – das ist der Kern des Arguments gegen den Heizstab, und er lässt sich nicht wegrechnen.

⚠️ Vorsicht bei der Wärmepumpen-Milchmädchenrechnung. Die 3,4 gelten im Mittel fürs gesamte Heizsystem, nicht zwingend für die reine Warmwasserbereitung. Weil Trinkwasser aus Hygienegründen wärmer sein muss als Heizungswasser, fiel die Jahresarbeitszahl für die reine Warmwasserbereitung in älteren Fraunhofer-Feldtests niedriger aus, rückgerechnet auf einen Bereich von etwa 2,4 bis 3,8 (SBZ-Fachanalyse auf Basis der Feldtests Miara und Russ, 2011 – die aktuellste öffentlich zugängliche Aufschlüsselung speziell für Warmwasser, die sich per Direktabruf belegen ließ). Verlässlicher als jeder Pauschalwert ist die Herstellerangabe im Datenblatt deiner konkreten Anlage.

Mehr zur Dimensionierung von PV-Anlage und Speicher für eine Wärmepumpe liest du im Artikel Photovoltaikanlage und Wärmepumpe kombinieren. Wer schon eine Wärmepumpe plant, sollte den Heizstab eher als Ergänzung für Restüberschüsse sehen, nicht als Hauptweg der Warmwasserbereitung.

Wann sich der Heizstab trotzdem lohnt

Der Heizstab ist nicht per se die schlechtere Wahl – er ist die falsche Wahl, wenn eine Wärmepumpe dieselbe Kilowattstunde besser nutzen könnte. In vier Konstellationen dreht sich das Bild.

Erstens: Eine Gasheizung oder ein alter Elektroboiler ohne Wärmepumpen-Pläne. Hier gibt es keinen Faktor drei zu verschenken, weil die Alternative keine Wärmepumpe ist, sondern der Griff zum bestehenden Heizsystem.

Zweitens: kein Batteriespeicher vorhanden oder geplant. Ein Heizstab kostet als Nachrüstung 850 bis 2.300 Euro (co2online, Direktabruf 05.09.2026) – ein Bruchteil eines Batteriespeichers, für den erst die passende Größe zu bestimmen ist, siehe Speichergröße berechnen.

Drittens: ein hoher Sommerüberschuss. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil einer typischen PV-Anlage bei rund 35 Prozent (HTW-Berlin-Richtwert, siehe Eigenverbrauch optimieren) – die übrigen 65 Prozent gehen sonst zum Einspeisesatz ins Netz. Viertens: eine kleine Investition, die sich unabhängig von größeren Umbauplänen amortisiert. Ein Heizstab hat keine beweglichen Teile, ist erprobt und lässt sich in den meisten Fällen nachrüsten (co2online).

💡 Faustregel fürs Nachrüsten. Ab etwa 6 Kilowatt-Peak Anlagenleistung und einem tagsüber eher leeren Haus steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen nutzbaren Überschuss deutlich (co2online, Direktabruf 05.09.2026). Prüfe im Angebot deines Fachbetriebs, ob dein Speicher bereits eine passende Muffe für einen Heizstab hat – dann entfällt der teuerste Umbauschritt.

Heizstab und Warmwasserspeicher: die Technik im Überblick

Ein Heizstab arbeitet nach dem Widerstandsprinzip: Strom fließt durch ein Heizelement, das sich erhitzt und die Wärme unmittelbar an das Wasser im Speicher abgibt – technisch nahezu verlustfrei, vergleichbar mit einem Tauchsieder (co2online). Typisch sind Leistungen von 2 bis 3 Kilowatt; die Leistung muss zur Speichergröße passen, sonst überhitzt der Speicher unnötig schnell und der Überschuss wird nicht vollständig genutzt.

Ein Energiemanager oder ein spezieller PV-Überschussregler misst laufend die Zählerdaten des Haushalts und aktiviert den Heizstab nur dann, wenn die Anlage mehr Strom liefert, als gerade verbraucht wird. Sinkt der Überschuss auf null, schaltet die Steuerung wieder ab. Ohne diese Anbindung ans Energiemanagement läuft der Heizstab blind – im schlechtesten Fall auch dann, wenn gerade teurer Netzstrom bezogen wird.

1 Schritt 1: Speicher prüfen

Hat dein Warmwasserspeicher bereits eine freie Muffe für einen Heizstab? Viele Speicher ab 150 bis 300 Litern bringen diese Öffnung werkseitig mit. Fehlt sie, ist ein Speicherwechsel nötig – das verschiebt die Wirtschaftlichkeit deutlich.

2 Schritt 2: Heizstableistung wählen

2 bis 3 Kilowatt sind Standard. Bei kleinen PV-Anlagen kann ein Heizstab mit stufenloser Regelung von etwa 500 Watt bis 3 Kilowatt sinnvoller sein, weil er auch kleine Überschüsse nutzt (co2online).

3 Schritt 3: Steuerung anbinden

PV-Überschussregler, Smart-Home-System oder Energiemanager an die Zählerdaten anbinden. Eine reine Zeitschaltuhr ist die schwächste Lösung, weil sie den tatsächlichen Überschuss nicht kennt.

4 Schritt 4: Elektroinstallation abnehmen lassen

Je nach Leistung braucht der Heizstab eine eigene Sicherung und gegebenenfalls einen Drehstromanschluss. Diesen Schritt übernimmt eine Elektrofachkraft, siehe unten.

Stufenlose Leistungsregelung oder Ein/Aus: der Unterschied in der Praxis

Ein einfacher Ein/Aus-Heizstab schaltet erst dann, wenn der Überschuss seine volle Nennleistung erreicht – kleinere Überschüsse verpuffen ungenutzt und wandern zum Einspeisesatz ins Netz. Ein stufenlos geregelter Heizstab dagegen reagiert bereits bei kleinen Strommengen und passt seine Leistung in Schaltschritten von meist 50 Watt innerhalb weniger Sekunden an (co2online). In der Praxis heißt das: An bewölkten Tagen mit wechselndem Überschuss nutzt ein stufenlos geregeltes Modell deutlich mehr Kilowattstunden als ein Ein/Aus-Gerät derselben Nennleistung.

KriteriumEin/Aus-HeizstabStufenlos geregelter Heizstab
AnsprechschwelleErst ab voller NennleistungBereits bei kleinen Überschüssen
RegelgeschwindigkeitGrob, wenige SchaltstufenFeinstufig, ca. 50-Watt-Schritte in Sekunden
Nutzung wechselnder BewölkungSchwachDeutlich besser
Typische MehrkostenBasisAufpreis für Regelelektronik

Erfahrungsgemäß lohnt sich der Aufpreis für die stufenlose Regelung bei kleineren Anlagen und unruhigem Wetter am ehesten – bei einer großen Anlage mit verlässlich hohem Mittagsüberschuss fällt der Unterschied geringer aus, weil auch ein Ein/Aus-Gerät regelmäßig seine Nennleistung erreicht.

Elektrischer Anschluss: was ein Elektriker prüfen muss

Ein Heizstab hängt an einem festen Stromkreis, nicht an einer Steckdose. Je nach Leistung braucht er eine eigene Sicherung und mitunter einen Drehstromanschluss; die Elektroinstallation muss von einer Fachkraft geprüft und gegebenenfalls angepasst werden (co2online). Wer für seine PV-Anlage bereits einen Solarteur beauftragt hat, sollte vor Vertragsschluss klären, ob dieser Betrieb auch für die zusätzliche Elektroinstallation am Speicher qualifiziert ist.

⚠️ Kein Do-it-yourself am Speicher. Die Elektroinstallation für einen Heizstab ist keine Steckerlösung, sondern eine Festverdrahtung nach den einschlägigen VDE-Bestimmungen. Wer prüfen will, welche Nachweise – Elektrofachkraft-Bestellung, Meisterbrief, Handwerksrollen-Eintrag – bei einem Betrieb tatsächlich zählen, findet die vollständige Übersicht im Artikel Solarteur oder Elektriker. Dieser Artikel wiederholt die Zuständigkeiten hier bewusst nicht.

Die Legionellen-Frage: Warmwasser darf nicht dauerhaft zu kühl bleiben

Wer den Heizstab so programmiert, dass der Speicher möglichst lange auf niedriger Temperatur bleibt, um mehr Platz für künftigen PV-Überschuss zu lassen, handelt sich ein Hygienerisiko ein. Legionellen vermehren sich am besten im Temperaturbereich zwischen 25 und 45 Grad Celsius; diesen Bereich gilt es in der Warmwasserbereitung zu vermeiden (DVGW, Direktabruf 05.09.2026).

Eine Trinkwassertemperatur von mindestens 55 Grad an jeder Stelle im Zirkulationssystem verhindert die Vermehrung zuverlässig – eine wöchentliche Aufheizung auf 70 Grad, oft „Legionellenschaltung" genannt, hält der DVGW dagegen selbst für energetisch nicht sinnvoll und nicht notwendig.

Das oft zitierte DVGW-Arbeitsblatt W 551 ist an dieser Stelle wichtig einzuordnen, weil es zwei unterschiedliche Dinge regelt. Das Regelwerk selbst ist beim DVGW kostenpflichtig erhältlich; die folgenden Angaben stammen aus der öffentlich zugänglichen Erläuterung des DVGW zu seinem eigenen Regelwerk, nicht aus dem Originaltext.

⚠️ Die gesetzliche Untersuchungspflicht ist kein Freibrief fürs Eigenheim. Rechtlich verpflichtend ist die systemische Legionellen-Untersuchung nach § 31 Trinkwasserverordnung nur, wenn Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird, eine Anlage zur Trinkwassererwärmung mit mehr als 400 Litern Speicherinhalt oder mehr als 3 Litern Rohrleitungsinhalt vorhanden ist, und die Anlage sich nicht in einem Ein- oder Zweifamilienhaus befindet (DVGW, § 31 TrinkwV). Im selbstgenutzten Einfamilienhaus mit eigenem Heizstab greift diese Untersuchungspflicht damit in aller Regel nicht. Das ändert nichts an der Physik: Legionellen fragen nicht nach, ob ein Gesundheitsamt mitliest.

Praktisch heißt das für die Heizstab-Steuerung: Die tägliche Erwärmung durch den Heizstab sollte den Speicher zusätzlich erwärmen, nicht die reguläre Beheizung auf mindestens 55 bis 60 Grad ersetzen oder verzögern. Ein häufiger Fehler in der Praxis ist, die Solltemperatur der Haupt-Heizquelle abzusenken, um dem Heizstab mehr „Spielraum" für PV-Strom zu verschaffen. Das unterläuft genau die Sicherheitsmarge, die 55 Grad im gesamten System eigentlich garantieren sollen.

Amortisation: ein durchgerechnetes Beispiel

Nimm eine PV-Anlage, die ohne Speicher rund 35 Prozent ihres Stroms selbst verbraucht (HTW-Berlin-Richtwert) und pro Jahr 3.000 Kilowattstunden ungenutzt einspeisen würde. Zum EEG-Satz von 7,70 Cent bringt das 231 Euro Einspeisevergütung im Jahr. Fließen dieselben 3.000 Kilowattstunden stattdessen in einen Heizstab und ersetzen dort Gaswärme zu 11,93 Cent je Kilowattstunde, sind das rechnerisch 357,90 Euro ersparte Heizkosten – ein Plus von rund 127 Euro pro Jahr gegenüber der reinen Einspeisung.

Bei Investitionskosten von 850 bis 2.300 Euro für die Nachrüstung (co2online) ergibt das eine Amortisationszeit von etwa 7 bis 18 Jahren, wenn ausschließlich der Unterschied zur Einspeisevergütung gerechnet wird. Co2online selbst nennt für den Gesamtnutzen – inklusive der Fälle mit besonders hohem nutzbarem Überschuss – eine Bandbreite von 4 bis 10 Jahren und eine jährliche Heizkostenersparnis von 50 bis 300 Euro, je nach Haushaltsgröße und Warmwasserbedarf.

💡 Rechne mit deinen eigenen Zahlen nach. Notiere dir aus deinem Wechselrichter-Portal, wie viele Kilowattstunden deine Anlage im vergangenen Sommerhalbjahr eingespeist hat. Multipliziere diesen Wert einmal mit deinem EEG-Satz und einmal mit deinem Gas- oder Strompreis für Warmwasser – die Differenz ist dein realistischer Heizstab-Vorteil, nicht die Beispielrechnung eines Herstellers.

Wichtig für die Einordnung: Diese Rechnung gilt für den Vergleich Heizstab gegen Einspeisung. Sobald eine Wärmepumpe als Alternative infrage kommt, verschiebt sich die Wirtschaftlichkeit spürbar zu deren Gunsten, weil dieselben 3.000 Kilowattstunden dort rechnerisch auf 8.700 bis 10.200 Kilowattstunden Wärme umgesetzt würden. Wer sich zwischen Volleinspeisung, Eigenverbrauch und Wärmenutzung grundsätzlich entscheiden will, findet die Gegenüberstellung im Artikel Eigenverbrauch oder Volleinspeisung.

Deine Checkliste für: Amortisation: ein durchgerechnetes Beispiel

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Heizstab, wenn ich schon einen Batteriespeicher habe? +
Meist nur eingeschränkt. Ein Batteriespeicher verschiebt den Eigenverbrauch bereits in die Abend- und Nachtstunden und nimmt dem Heizstab damit einen Teil des Überschusses weg, den er sonst nutzen könnte. Wie groß dein Speicher überhaupt sein sollte, bevor ein Heizstab als Ergänzung sinnvoll wird, klärt der Artikel Speichergröße berechnen.
Kann ich einen Heizstab in jeden Warmwasserspeicher nachrüsten? +
Nur, wenn der Speicher eine passende freie Muffe für den Heizstab hat oder eine solche Öffnung nachträglich geschaffen werden kann. Ist das nicht der Fall, wird ein Speicherwechsel nötig, der die Amortisationsrechnung deutlich verschlechtert.
Wie viel Leistung sollte ein Heizstab für ein Einfamilienhaus haben? +
Typisch sind 2 bis 3 Kilowatt (co2online). Die genaue Leistung muss zur Speichergröße passen, damit der Speicher nicht schneller überhitzt, als die Sicherheitsregelung reagieren kann.
Muss ich meinen Warmwasserspeicher regelmäßig auf Legionellen untersuchen lassen? +
Im selbstgenutzten Ein- oder Zweifamilienhaus greift die gesetzliche Untersuchungspflicht nach § 31 Trinkwasserverordnung in aller Regel nicht, weil sie eine gewerbliche oder öffentliche Trinkwasserabgabe voraussetzt und Ein- und Zweifamilienhäuser ausdrücklich ausnimmt (DVGW). Unabhängig davon bleibt die Empfehlung sinnvoll, die Speichertemperatur nicht dauerhaft unter 55 Grad zu betreiben.
Verschlechtert ein Heizstab die Effizienz meiner Wärmepumpe? +
Nicht direkt, aber er ersetzt eine Gelegenheit: Jede Kilowattstunde, die in den Heizstab statt in die Wärmepumpe fließt, liefert im Schnitt nur ein Drittel bis ein Viertel der Wärme, die dieselbe Kilowattstunde über die Wärmepumpe erzeugen würde. Details dazu im Artikel Photovoltaikanlage und Wärmepumpe kombinieren.
Wer darf den Heizstab elektrisch anschließen? +
Die Festverdrahtung, eigene Absicherung und ein möglicher Drehstromanschluss sind Aufgaben einer Elektrofachkraft. Welche Qualifikationsnachweise dabei tatsächlich zählen, erklärt der Artikel Solarteur oder Elektriker.
Was ist der größte Nachteil eines Heizstabs gegenüber anderen Lösungen? +
Die fehlende Vervielfachung: Ein Heizstab macht aus einer Kilowattstunde Strom höchstens eine Kilowattstunde Wärme, eine Wärmepumpe im Schnitt 3,4. Wer Wärmepumpen-Potenzial im Haus hat, sollte dieses zuerst ausschöpfen, bevor er in einen Heizstab investiert.

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