Photovoltaik auf Faserzement-Wellplatten: Die Platte trägt nichts
Garagen, Schuppen, Ställe: Wellplattendächer sind überall — und bei der PV-Montage doppelt heikel. Die Platte darf außer Wind und Schnee keine Last aufnehmen, und betreten darf man sie gar nicht. Was Hersteller und Arbeitsschutz dazu wirklich schreiben.
Inhaltsverzeichnis · 11 Abschnitte
- 1.Die Lage in drei Sätzen
- 2.Asbest oder nicht: der Stempel auf der Faserzementplatte entscheidet
- 3.Was die Wellplatte tragen darf: nichts
- 4.Die Stockschraube geht in die Pfette, nicht in die Wellplatte
- 5.Zwei Hersteller, zwei Zahlen für dieselbe Schraube
- 6.Kalotte oder EPDM-Dichtung: was die Anleitungen wirklich sagen
- 7.Das Wellplattendach trägt keinen Menschen
- 8.Windsog: wenn die Stockschraube die Plattenbefestigung ersetzt
- 9.Wann das Dach vorher runter muss
- 10.Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
- 11.Häufige Fragen
Wellplattendächer sind die unauffälligste Dachdeckung Deutschlands: Garagen, Carports, Schuppen, Ställe, Werkstätten, Reihenhausanbauten. Wer dort eine Photovoltaikanlage plant, bekommt meistens zwei Antworten, die beide falsch sind. Die eine lautet „Das ist doch Asbest, geht nicht." Die andere lautet „Da schraubt man einfach Stockschrauben rein."
Richtig ist: Seit 1993 hergestellte Faserzement-Wellplatten sind asbestfrei, und auf ihnen darf montiert werden. Aber die Platte selbst trägt dabei nichts — kein Gramm. Dieser Ratgeber zeigt, woran du die Platte erkennst, wohin die Last wirklich geht und warum zwei Montageanleitungen desselben Bauteils um den Faktor zwei auseinanderliegen. Stand: 12.09.2026.
Die Lage in drei Sätzen
Eine asbestfreie Faserzement-Wellplatte ist ein Wetterschutz, kein Tragwerk: Der Hersteller schreibt, dass sie außer Eigenlast, Wind-, Eis- und Schneelasten keine weiteren Lasten aufnehmen darf.
Die Anlage hängt deshalb nicht an der Platte, sondern an Stockschrauben, die durch die Platte hindurch in Pfette oder Sparren gehen — und deren Mindestmaße je nach Hersteller zwischen 60 mm und 80 mm Holzbreite schwanken.
Und das Dach trägt keinen Menschen: Faserzement-Wellplatten gelten als nicht durchsturzsicher und dürfen nur über Laufstege von mindestens 50 cm Breite betreten werden.
Asbest oder nicht: der Stempel auf der Faserzementplatte entscheidet
Die erste Frage ist keine Montagefrage, sondern eine Gefahrstofffrage. Auf einem Asbestzementdach ist eine Photovoltaikanlage nicht zulässig — und zwar nicht, weil es niemand möchte, sondern weil das Aufbringen einer Anlage keine Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeit im Sinne der TRGS 519 ist. Der Hersteller Eternit schreibt das in seiner eigenen Planungsunterlage unmissverständlich hin: Das Aufbringen einer Photovoltaikanlage auf eine Dacheindeckung mit Asbestzement-Wellplatten „stellt keine ASI-Arbeit im Sinne der TRGS 519 dar und ist somit nicht zulässig". Die gefahrstoffrechtliche Seite steht im Ratgeber zum Montageverbot auf Asbestdächern.
Die Unterscheidung läuft über den eingeprägten Stempel auf der Plattenunterseite. Asbestfreie Platten tragen dort den Zusatz NT — die Abkürzung steht für „Neue Technologie" — dazu Zulassungsnummern wie Z-31.4-168 oder Z-31.4-175 und in der Regel ein Datum. Eine Platte ohne NT-Kennzeichen ist damit nicht automatisch asbesthaltig, aber sie ist ungeklärt, und ungeklärt heißt hier: nicht anfassen.
Für die Bestandsaufnahme lohnt sich zusätzlich ein Blick aufs Alter. Laut der BBSR-Tabelle „Nutzungsdauern von Bauteilen zur Lebenszyklusanalyse" ordnet Eternit Wellplatten aus Faserzement einer Nutzungsdauer von mehr als 50 Jahren zu. Eine Platte, die diese Spanne bereits zur Hälfte hinter sich hat, bekommt eine Anlage aufgesetzt, die selbst 20 bis 30 Jahre laufen soll. Diese Rechnung entscheidet öfter über das Projekt als jede Montagefrage.
Die Tabelle selbst wird vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gepflegt und liegt dort als Datei mit Datum vor — zuletzt in der Fassung vom 13. März 2026: BBSR, Nutzungsdauern von Bauteilen (abgerufen am 12.09.2026). Den Einzelwert für Faserzement-Deckungen haben wir in der Datei nicht nachgerechnet; zitiert ist die Wiedergabe des Herstellers.
Was die Wellplatte tragen darf: nichts
Der wichtigste Satz dieses Ratgebers steht nicht in einer Norm, sondern in der Planungsunterlage des Herstellers. Er lautet: „Eternit Wellplatten dürfen außer ihrer Eigenlast, Wind- und ggf. Eis- und Schneelasten keine weiteren Lasten aufnehmen. Zusätzliche Lasten müssen sicher und dauerhaft direkt in die Unterkonstruktion abgeleitet werden."
Eternit Wellplatten — Planung und Anwendung, Ausgabe 2026 (Abruf am 12.09.2026)
Das ist eine klare Ansage, und sie ist strenger, als die meisten Angebote es abbilden. Die Platte hat mit der Anlage nichts zu tun. Sie wird durchbohrt, abgedichtet und ansonsten in Ruhe gelassen. Wie belastbar sie rechnerisch ist, steht zwar im Datenblatt — Plattendicke 6,5 mm, Widerstandsmoment 85,0 cm³ je Meter, Flächenmoment zweiten Grades 244,3 cm⁴ je Meter —, aber diese Werte gelten für Wind und Schnee, nicht für ein Modulfeld.
Der Hersteller zieht daraus eine zweite Folgerung, die in der Praxis gern übersehen wird: Vor der Ausführung müssen Dimension und statische Tragfähigkeit der vorhandenen Unterkonstruktion geprüft werden, etwa nach DIN EN 1991 und DIN EN 1995. Und das gilt ausdrücklich „auch bei Neubauten, wenn die PV-Anlage nicht von vornherein eingeplant war".
Die Stockschraube geht in die Pfette, nicht in die Wellplatte
Auf einem Ziegeldach greift der Monteur zum Dachhaken, der sich unter der Ziegellage in den Sparren schraubt. Auf einer Wellplatte gibt es diesen Weg nicht — in der Praxis scheitert er schon daran, dass sich die Platte nicht anheben lässt, ohne zu brechen. Technisch ist die Lösung hier seit Jahrzehnten dieselbe: eine Stockschraube mit Holzgewinde an einem Ende und metrischem Gewinde am anderen. Sie wird durch den Wellenberg — die Hochsicke — der Dacheindeckung geführt und in das darunterliegende Holz eingedreht. Auf dem metrischen Gewinde sitzt die Dichtung, darüber der Halter für die Schiene.
Der Nachteil dieser Lösung liegt auf der Hand und wird selten ausgesprochen: Jede Befestigung ist eine Dachdurchdringung, und ein Modulfeld braucht davon schnell mehrere Dutzend. Häufigster Fehler in der Praxis ist deshalb nicht die falsche Schraube, sondern die schlecht gesetzte Dichtung. Zwei Details entscheiden über die Dichtigkeit. Erstens die Lage: Gebohrt wird im Wellenberg, nicht im Wellental, weil dort das Wasser läuft. Zweitens die Ausrichtung: Die Stockschraube muss senkrecht stehen, sonst zieht die Dichtung einseitig und das Bohrloch bleibt offen.
Schritt eins: Pfetten- oder Sparrenlage bestimmen und anzeichnen. Die Stockschraube trifft nur dann Holz, wenn vorher gemessen wurde — nicht, wenn sie „irgendwo im Wellenberg" sitzt.
Schritt zwei: Die Dachhaut im Wellenberg aufbohren. novotegra nennt dafür Bohrer von 14 mm beziehungsweise 16 mm, je nach Schraubengröße.
Schritt drei: Das Holz vorbohren. S:FLEX gibt 0,7 mal den Schraubendurchmesser an, novotegra nennt 7,5 mm beziehungsweise 9 mm.
Schritt vier: Stockschraube eindrehen, dann die EPDM-Dichtung über das metrische Gewinde schieben und vorsichtig gegen die Dachhaut pressen — so weit, dass der Konus im Bohrloch sitzt, aber die Dichtung nicht gequetscht wird.
Schritt fünf: Nach dem Setzen der ersten Schraube die Eindringtiefe kontrollieren. Achte darauf, dass das Holzgewinde vollständig im Holz steht und nicht ein Teil davon in der Luft hängt.
Zwei Hersteller, zwei Zahlen für dieselbe Schraube
Wer beide Montageanleitungen nebeneinanderlegt, findet keine gemeinsame Zahl. Für eine Stockschraube mit 10 mm Durchmesser in einer Holzpfette sehen die Vorgaben so aus:
| Angabe | S:FLEX, Stand 05/2024 | novotegra, Stand Juni 2015 |
|---|---|---|
| Vorbohrdurchmesser im Holz | 7 mm (0,7 × d) | 7,5 mm |
| Einschraub- bzw. Bohrlochtiefe | mindestens 40 mm (4 × d) | größer 80 mm |
| Mindestbreite des Holzes | 80 mm (Pfette, 8 × d) | 60 mm |
| Randabstand zur Kante | 40 mm (4 × d, Pfette) | 30 mm |
| Aufbohren der Dachhaut | keine Angabe | 14 mm oder 16 mm |
Quelle: S:FLEX, Montageanleitung Stockschraube/Solarbefestiger, 05/2024 und BayWa r.e. novotegra, Montageanleitung Welleternit/Sandwich, Stand Juni 2015, Version 2.9 (beide abgerufen am 12.09.2026)
Die Einschraubtiefe unterscheidet sich um den Faktor 2, die Mindestholzbreite um den Faktor 1,33. Das ist kein Widerspruch im Sinne eines Fehlers — es sind unterschiedliche Systeme mit unterschiedlichen Schrauben und Sicherheitsbeiwerten. Praktisch heißt es aber: Es gibt keine allgemeingültige Stockschraubenregel, die man aus einem Forum übernehmen könnte. Es gilt immer die Anleitung des Systems, das tatsächlich verbaut wird.

Ihr persönlicher Solar-Berater –
kostenlos & unverbindlich
Schätzpreis im ~20-Min-Anruf · 3 verbindliche Angebote per Mail
- Kostenloses PV-Quiz (2 Min.)
- Bis zu 3 Festpreisangebote lokaler Fachbetriebe
- Kostenlos & unverbindlich
100 % kostenlos & unverbindlich · Nur geprüfte Partnerbetriebe
Kalotte oder EPDM-Dichtung: was die Anleitungen wirklich sagen
Im Netz kursiert der Rat, auf Wellplatten gehörten Kalotten — jene vorgeformten Unterlegteile, die sich an das Wellenprofil anschmiegen. Die S:FLEX-Anleitung sieht das differenzierter. Sie ordnet jedem Untergrund ein Abdichtungsmittel zu, und für Wellfaserzement nennt sie ausschließlich die EPDM-Schirmdichtung. Die Formulierung „EPDM-Schirmdichtung oder passende Kalotte" taucht dort nur bei Wellblech und Trapezblech auf, die Kalotte allein nur bei Sandwichprofilen.
Auch novotegra beschreibt für Welleternit die EPDM-Dichtung, die über das metrische Gewinde geführt und mit ihrem Konus in das Bohrloch der Dachhaut gedrückt wird — mit dem ausdrücklichen Hinweis, sie nicht zu stark zusammenzupressen.
Das Wellplattendach trägt keinen Menschen
Die gefährlichste Eigenschaft des Wellplattendachs hat nichts mit der Anlage zu tun. Faserzement-Wellplatten nach DIN EN 494 zählen zu den nicht durchsturzsicheren Bauteilen — sie stehen in der DGUV Information 201-054 in einer Aufzählung mit alten Asbestzement-Wellplatten, Bitumenwellplatten und Lichtplatten aus PVC. Eternit formuliert es in der eigenen Unterlage genauso: Wellplatten gelten als nicht begehbare Bauteile und dürfen nicht als Arbeitsplatz und Verkehrsweg genutzt werden.
DGUV Information 201-054, Abschnitt 4, in der Volltextwiedergabe der BG BAU (Abruf am 12.09.2026)
Daraus folgen konkrete Maße. Betreten werden darf die Fläche nur auf tragfähigen Lauf- und Arbeitsstegen von mindestens 50 cm Breite. Stege aus Holz müssen mindestens der Sortierklasse S10 nach DIN 4074-1 entsprechen; für eine Bohlenbreite von 20 cm nennt die Information bewährte Stützweiten von 1,25 m bei 3,0 cm Dicke bis 2,50 m bei 5,0 cm Dicke. Ab einer Steigung von 1:5, also über 11 Grad, sind Trittleisten nötig, ab 1:1,75 — über 30 Grad — Trittstufen.
Dieselbe Aufzählung steht in der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A2.1, Ausgabe November 2012, zuletzt geändert im Gemeinsamen Ministerialblatt 2014, Seite 284. Punkt 3.11 nennt als nicht durchtrittsichere Bauteile:
| Bauteil nach ASR A2.1, Punkt 3.11 | Auf einem Wellplattendach typisch |
|---|---|
| Faserzement-Wellplatten | die gesamte Deckung |
| Asbestzement-Wellplatten | Altbestand vor 1993 |
| Bitumen-Wellplatten | Anbauten, Gartenhäuser |
| Dachoberlichter, Lichtplatten und Lichtbänder | Lichtstreifen in Stall- und Hallendächern |
| Solar-, Photovoltaikelemente | die neue Anlage selbst |
ASR A2.1 „Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen" (Abruf am 12.09.2026)
Die letzte Zeile ist die, die niemand erwartet: Die Module selbst stehen in derselben Liste. Nach der Montage ist die Dachfläche also nicht sicherer geworden, sondern an mehr Stellen nicht betretbar — für jede spätere Wartung, jede Reinigung und jeden Sturmschaden.
Die Absturzsicherung kommt zusätzlich dazu, nicht stattdessen; die Rangfolge und die Höhengrenzen stehen im Ratgeber zur Absturzsicherung bei Dacharbeiten. S:FLEX schreibt für sein eigenes System: „Wellfaserzementplatten und Lichtplatten sind nicht durchtrittssicher!" und verlangt Durchsturzsicherungen wie Fangnetze.
Windsog: wenn die Stockschraube die Plattenbefestigung ersetzt
Ein Detail, das fast nie besprochen wird, betrifft die Befestigung der Platte selbst. Jede Wellplatte ist gegen Windsog gesichert, üblicherweise mit Sturmklammern oder Bohrschrauben in festgelegter Zahl. Wenn nun eine Stockschraube genau dort sitzt, wo eines dieser Befestigungsmittel saß, stellt sich die Frage, ob sie dessen Aufgabe übernimmt.
Eternit beantwortet sie: Stockschrauben mit Allgemeiner Bauartgenehmigung oder allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung können die Befestigungsmittel der Wellplatten zur Windsogsicherung ersetzen, wenn sie mindestens dieselben Dimensionen nach Länge und Durchmesser aufweisen. Und für den umgekehrten Fall gilt: Werden Solarbefestiger ohne diese Zulassung eingesetzt, sind die Wellplatten allein standsicher zu befestigen — das PV-System wird dann unabhängig davon befestigt.
Praktisch heißt das: Entweder der Betrieb weist die Zulassung des Befestigers nach, oder die ursprüngliche Windsogsicherung der Platten bleibt vollständig erhalten und die Anlage kommt zusätzlich obendrauf. Wie Windsog überhaupt auf eine Dachfläche wirkt und warum der Rand die kritische Zone ist, steht im Ratgeber zu Windlast am Dachrand.
Wann das Dach vorher runter muss
Drei Befunde sprechen dafür, die Deckung vor der Anlage zu erneuern statt sie zu behalten.
Der Stempel fehlt oder ist unleserlich: Ohne NT-Kennzeichen bleibt der Asbestverdacht im Raum. Dann ist die Montage nicht zulässig, und der Weg führt über die Sanierung.
Die Pfette ist nicht einsehbar oder sichtbar geschädigt: Beide Anleitungen setzen intaktes Holz voraus, novotegra ausdrücklich mindestens Güteklasse C24. Was man nicht beurteilen kann, trägt auch keine Anlage.
Die Platte ist alt: Bei einer Nutzungsdauer von mehr als 50 Jahren nach der BBSR-Tabelle und einer Anlagenlaufzeit von 20 bis 30 Jahren sollte die Restnutzungsdauer der Deckung die der Anlage nicht unterschreiten. Sonst zahlst du den Abbau zweimal — was das kostet, steht im Ratgeber zur Dachsanierung unter bestehender Anlage.
Bei der Abnahme fehlt der Nachweis: Lass dir zur Abnahme schriftlich geben, in welchem Bauteil die Stockschrauben stecken und mit welcher Einschraubtiefe. Ohne diese Angabe ist später nicht zu klären, ob die Unterkonstruktion je geprüft wurde.
Die Fläche soll später begehbar sein: Eine Deckung aus Trapezblech oder Sandwichelementen verändert die Arbeitssicherheit grundlegend — dazu der Ratgeber zur Montage auf Trapezblech und Stehfalz.

Ihr persönlicher Solar-Berater –
kostenlos & unverbindlich
Schätzpreis im ~20-Min-Anruf · 3 verbindliche Angebote per Mail
- Kostenloses PV-Quiz (2 Min.)
- Bis zu 3 Festpreisangebote lokaler Fachbetriebe
- Kostenlos & unverbindlich
100 % kostenlos & unverbindlich · Nur geprüfte Partnerbetriebe
Was dieser Ratgeber nicht belegen konnte
Drei Punkte bleiben offen und stehen deshalb hier statt im Fließtext.
Erstens: DIN EN 494 für Faserzement-Wellplatten und DIN 4074-1 für die Holzsortierung sind nicht frei abrufbar. Was hier über beide Normen steht, stammt ausschließlich aus den Quellen, die sie wiedergeben — der Herstellerunterlage und der DGUV-Information. Den Normtext selbst haben wir nicht gelesen und geben ihn deshalb auch nicht wieder.
Zweitens: Wie viele Faserzementdächer im deutschen Bestand asbestfrei sind, konnten wir mit keiner datierten Erhebung belegen. Jede Prozentzahl dazu wäre geraten, und geraten hilft hier niemandem.
Drittens: Wie stark die Tragfähigkeit einer 30 Jahre alten Wellplatte gegenüber einer neuen abnimmt, steht in keiner der gelesenen Quellen. Eternit verlangt die Prüfung der Unterkonstruktion, nennt aber keinen Alterungsfaktor für die Platte. Wer eine Zahl dazu nennt, sollte gefragt werden, woher sie stammt.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, ob meine Wellplatte asbestfrei ist? +
Darf die Anlage auf der Platte aufliegen? +
Wie tief muss die Stockschraube ins Holz? +
Kalotte oder EPDM-Dichtung auf Faserzement? +
Darf ich zum Messen aufs Dach steigen? +
Was passiert mit der Windsogsicherung der Platten? +
Gilt das alles auch für Bitumenwellplatten? +
Muss ein Statiker ran? +
Alle technischen Angaben dieses Ratgebers stammen aus drei am 12.09.2026 im Volltext abgerufenen Dokumenten: der Planungsunterlage „Eternit Wellplatten — Planung und Anwendung", Ausgabe 2026, der Montageanleitung Stockschraube/Solarbefestiger von S:FLEX mit Stand 05/2024 und der novotegra-Montageanleitung Welleternit/Sandwich mit Stand Juni 2015, Version 2.9, dazu die DGUV Information 201-054 in der Volltextwiedergabe der BG BAU. Stand: 12.09.2026. Dieser Ratgeber ersetzt keine Statik und keine Gefährdungsbeurteilung.