„Auf Ihrer Internetseite bewirbt die Firma die gute Kommunikation mit Bürgern und stellt den Naturschutz auf ein hohes Podest. Diese harmonische Darstellung findet in der Realität jedoch keine Anwendung. In unserem konkreten Fall wurde und wird ein direkter Gesprächsaustausch mit Bürgern vehement abgewiesen. Natürlich fand bei einer Gemeinderatssitzung eine Vorstellung des Projektes statt, jedoch nur im Rahmen eines Vortrages, bei dem Fragen von Bürgern untersagt waren. Auf Nachfrage, weshalb kein ordentlicher Austausch mit den betroffenen Bürgern stattfindet, antwortete der Firmenangestellte, dass sie mit solchen Veranstaltungen schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wenn man Mitmenschen durch die Platzierung von riesigen Windindustrieanlagen Lebensqualität raubt und ihnen alle anderen nach sich ziehende Probleme aufbürdet, würde es zumindest von Größe zeugen, wenn man sich diesem Unmut auch ehrlich stellen würde. Aber davon kann bei dieser Firma keine Rede sein. Auch wurde dem Naturschutz in unserem Fall keine Bedeutung beigemessen. Anstatt (wie auf der Internetseite beworben) ein vernünftiges artenschutzrechtliches Gutachten zu erstellen, wurde – wohl wissentlich, dass in unserem Gebiet viele Rotmilane und andere schutzrechtlich relevante Arten ansässig sind, welche das profitable Projekt hätten gefährden können – es vorgezogen, das Gutachten gegen eine pauschale „Entschädigungszahlung“ zu ersetzen. Zusammenfassend hat die Medienpräsenz der Firma mit der Realität wenig gemein.
Meine Antwort: Persönlich kann ich sagen, dass ich 5 E-Mails an Ihre Firma geschrieben und lediglich einmal eine Antwort bekommen habe (ein zeitaufwendiger Dreizeiler). Gerne kann ich auch den Namen Ihres Mitarbeiters nennen, der öffentlich das Statement abgegeben hat, dass ein direkter Dialog mit Bürgern nicht mehr durchgeführt wird (was für Transparenz und Akzeptanz für Ihre Vorhaben auch nur unwesentlich von Nöten ist), da - plakativ gesagt - für Sie zu unbequem ist. Ob dies nun im Interesse Ihrer Firma ist, liegt in Ihrem Ermessen.“