Speicherkapazität
Die Speicherkapazität gibt in Kilowattstunden (kWh) an, wie viel elektrische Energie ein Batteriespeicher aufnehmen und wieder abgeben kann. Sie ist die zentrale Kenngröße für die Dimensionierung eines Heimspeichers.
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Die Speicherkapazität ist die Energiemenge, die ein Batteriespeicher aufnehmen und wieder abgeben kann, angegeben in Kilowattstunden (kWh). Wichtig für die Kaufentscheidung ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nutzkapazität: Die Bruttokapazität steht auf dem Typenschild, nutzbar ist davon aber nur ein Teil, weil der Hersteller einen Puffer einbaut, um die Batteriezellen zu schonen – bei modernen LFP-Speichern sind das meist 90 bis 95 Prozent der Bruttokapazität. Für die Auslegung zählt allein die nutzbare Kapazität.
Als Faustregel gilt: rund 1 bis 2 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch, alternativ 1 bis 1,5 kWh je kWp installierter PV-Leistung. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 3 bis 4 Personen ergibt das meist eine Größenordnung von 5 bis 8 kWh. Wer zusätzlich ein E-Auto lädt oder eine Wärmepumpe betreibt, sollte 30 bis 50 Prozent mehr Kapazität einplanen, weil diese Verbraucher auch außerhalb der Sonnenstunden viel Energie ziehen.
Ein überdimensionierter Speicher ist dabei kein Vorteil: Ist die Kapazität deutlich größer als das, was die Anlage an sonnigen Tagen tatsächlich an Überschuss produziert, bleibt der Speicher regelmäßig nur halb voll – das treibt die Kosten pro genutzter Kilowattstunde nach oben, ohne den Eigenverbrauch nennenswert zu steigern. Genauso wichtig wie die Kapazität ist außerdem die Lade- und Entladeleistung in kW, die bestimmt, wie schnell der Speicher be- und entladen werden kann – zwei Speicher mit gleicher Kapazität, aber unterschiedlicher Leistung, verhalten sich im Alltag spürbar anders.
Bei der Angebotsprüfung lohnt sich außerdem ein Blick auf die Garantiebedingungen: Hersteller geben meist eine Mindest-Restkapazität nach einer bestimmten Anzahl an Jahren oder Ladezyklen an, oft 70 bis 80 Prozent nach 10 Jahren. Diese Zahl sagt mehr über die tatsächliche Langlebigkeit aus als die reine kWh-Angabe auf dem Datenblatt. Wie du die für deinen Haushalt passende Größe konkret berechnest, zeigt der Ratgeber zur Speichergröße berechnen.
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